Enorm angewachsen

25. November 2010: Innerhalb von zwei Jahren hat der ehemalige Intendant des Theaters Bremen, Hans-Joachim Frey, das Defizit des Hauses mehr als verzehnfacht, berichtet Radio Bremen. Das sei dem geprüften Bericht des Theaters Bremen zu entnehmen. Nach Radio-Bremen-Informationen hatte das Theater Ende der Spielzeit 2008/09 einem Rekordschuldenberg von 5,2 Millionen Euro.

Am Beginn der Intendanz von Frey im April 2006 hatte die Einrichtung etwa 400.000 Euro Schulden. Die Hauptursache für das enorm angewachsene Defizit liegt unter anderem in der Produktion des Musicals Marie Antoinette. Bislang war die Höhe des Defizits aber nicht genau bekannt.

Das Theater war im letzten Jahr nur knapp einer Insolvenz entkommen. Damals wurde von knapp vier Millionen Euro Defizit gesprochen, zuvor war noch von 3,3 Millionen Euro die Rede. Die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit wurde damals entschieden zurückgewiesen. Im August 2009 hatte Frey dann allerdings seinen Vertrag zum 31. Juli 2010 aufgelöst.

Aktuell beträgt der Jahresetat des Theaters knapp 30 Millionen Euro. 80 Prozent davon werden für Personalausgaben benötigt. Inzwischen befinde sich das Theater aber auf dem Weg der finanziellen Sanierung, meldet Radio Bremen. Für die laufende Spielzeit sei ein ausgeglichener Wirtschaftsplan vorgelegt worden. Derzeit werde zudem an einer Vereinbarung gearbeitet, der dem größten Bremer Kulturbetrieb finanzielle Sicherheit bringen soll.

(dip)

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