Muss sein

26. November 2010. Die geplante Fusion des Theaters Anklam mit dem Staatstheater Schwerin wird einem Bericht des Nordkurier (26.11.2010) zufolge immer wahrscheinlicher.

Der Anklamer Intendant Wolfgang Bordel habe mit den Theatern in Greifswald und Stralsund Gespräche geführt; es bleibe danach nur die Option, mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin eine Holding zu gründen. Weder in Greifswald noch in Stralsund gebe es derzeit Gesprächspartner, die die Befugnis hätten, über eine Fusion zu verhandeln. "Die sparen sich in den Untergang", so der knappe Kommentar laut Nordkurier.

Auch mit Neustrelitz und Neubrandenburg sähe es nicht gerade rosig aus. Hätten sie vor Jahren noch freudig ihre Fusion begrüßt, stünden sie heute beide vor dem Scheidungsrichter. Dort werde es wohl auf einen Theaterverbund hinauslaufen. Und Rostock habe gerade erst seinen Geschäftsführer hinausgeworfen, wie das dort weiter gehe, wüsste auch keiner. Das einzige stabile Theater im Land sei also das Staatstheater Schwerin. "Also habe ich dem Kulturminister Henry Tesch einen Kopfbogen-Entwurf mit dem künftigen neuen Namen 'Vosta' als Abkürzung für 'Vorpommersches Staatstheater' gesandt. Aber bisher ist darauf noch keine Antwort hier", sagte Bordel dem Nordkurier. Die Gründung einer Holding mit dem Staatstheater Schwerin sei im Moment die günstigste Variante, weil es vor allem um die Sicherung der Zuschüsse gehe. "Man muss das Spiel erst einmal mitspielen. – Es ist bitter."

(dip)

 

Hier ein Kommentar von Georg Kasch zu den Kooperationsplänen der Theater in Schwerin und Anklam.

 

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