Keine Überraschung

8. Juni 2011. Der Mülheimer Dramatikerpreis 2011 geht an Elfriede Jelinek für ihr Stück Winterreise, uraufgeführt von Johan Simons an den Münchner Kammerspielen. Das entschied die Jury, bestehend aus Barbara Burckhardt, Redakteurin von Theater Heute, der Kritikerin Karin Cerny, der Dramaturgin am Schauspiel Hannover Judith Gerstenberg sowie den Autoren Andreas Marber und Feridun Zaimoglu, nach einer zweistündigen Debatte. In der Finalrunde setzte sich "Winterreise" gegen "Verrücktes Blut" von Nurkan Erpulat und Jens Hillje sowie "Warteraum Zukunft" von Oliver Kluck durch.

Der Publikumspreis ging an Nurkan Erpulat und Jens Hillje für ihr Stück "Verrücktes Blut", uraufgeführt bei der Ruhrtriennale von Nurkan Erpulat.

Nominiert für den Mülheimer Dramatikerpreis waren: 

Nurkan Erpulat, Jens Hillje:
Verrücktes Blut
Ballhaus Naunynstraße Berlin / Ruhrtriennale (Regie: Nurkan Erpulat, UA)

Lutz Hübner
Die Firma dankt
Staatsschauspiel Dresden (Regie: Susanne Lietzow, UA)

Elfriede Jelinek
Winterreise
Münchner Kammerspiele (Regie: Johan Simons, UA)

Fritz Kater
we are blood
Schauspiel Leipzig (Regie: Sascha Hawemann)

Oliver Kluck
Warteraum Zukunft
Nationaltheater Weimar (Regie: Daniela Kranz)
(Nachtkritik zur Uraufführung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, Regie: Alice Buddeberg)

Kevin Rittberger
Kassandra oder die Welt als Ende der Vorstellung
Schauspielhaus Wien (Regie: Felicitas Brucker, UA)

Felicia Zeller
Gespräche mit Astronauten
Nationaltheater Mannheim (Regie: Burkhard C. Kosminski, UA).

(jnm)

 

Mehr zum Mülheimer Stückepreis? Die Abschlussdiskussion der Jury hat Sarah Heppekausen beobachtet.

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