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Gesamthafter Ansatz

Bern, 7. Oktober 2011. Iris Laufenberg wird neue Leiterin der Schauspiel-Sparte des Theaters Bern. Wie die Berliner Festspiele und Konzert Theater Bern mitteilen, tritt die langjährige Leiterin des Berliner Theatertreffens die Nachfolge Erich Sidlers an, dessen Vertrag im Sommer 2012 endet.

Nach dem neuen Direktor für Oper und Konzert, Xavier Zuber, ist damit eine weitere führende Personalie im neuen Team von Konzert Theater Bern unter der Direktion von Stephan Märki entschieden.

Iris Laufenberg stehe für ein Schauspiel, das den Gedanken des spartenübergreifenden Arbeitens fortführe. "Mit ihr kann", so Märki, "ein gesamthafter Ansatz von Mehrspartigkeit umgesetzt und das Schauspiel neben den Vidmarhallen auch wieder im Zentrum der Stadt verankert werden."

Insbesondere durch die langjährige Leitung des Theatertreffens in Berlin und als Jury-Mitglied des dortigen Stückemarkts ist Laufenberg auf die Förderung deutschsprachiger und internationaler Gegenwartsdramatik spezialisiert. Sie gelte als ausgezeichnete Kennerin unterschiedlichster Theaterästhetiken in ganz Europa, unterhalte ein großes Netzwerk in die Regie-, AutorInnen- und Verlagswelt und besitze sowohl als Kuratorin wie als Dramaturgin Erfahrung in der Geschäftsführung. "Dies sind hervorragende Ausgangspositionen für das, was wir mit dem Berner Schauspiel erreichen möchten", kommentieren Stiftungsratspräsident Hans Lauri und Direktor Stephan Märki ihre Wahl.

Laufenberg, 1966 in Köln geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Angewandten
Theaterwissenschaften in Giessen von 1991 bis 1997 als Schauspieldramaturgin und Mitglied der künstlerischen Leitung am Schauspiel Bonn, war von 1997 bis 99 Mitglied der künstlerischen Leitung und Schauspieldramaturgin am Bremer Theater und wirkte von 2001 bis 2002 – gemeinsam mit Tankred Dost – als künstlerische Leiterin des europäischen Theaterfestivals Bonner Biennale. Seit 2002/3 und noch bis Dezember 2011 ist sie Leiterin des Berliner Theatertreffens. Ihre Nachfolgerin wird Yvonne Büdenhölzer.

(Berliner Festspiele / geka)