Ein Wunder

altBerlin, 10. Mai 2012. "Liebste Sophie!", sagt René Pollesch als er Sophie Rois besingt zur Verleihung des Berliner Theaterpreises, gestiftet von der Preußischen Seehandlung, "Liebste Sophie!", also sagt er, schwer damit beschäftigt, seiner – "seiner" – Schauspielerin zu huldigen, ohne vor ihr auf die Knie zu fallen an der Hotdogbude oder anderswo - "Liebste Sophie!" also, es sei ja kein Wunder, keine Zauberei wie sie beide, der Pollesch und die Rois, miteinander arbeiteten. Trotzdem wäre ihre Frage schon berechtigt, die sie einmal auf der Probe gestellt habe "als wir nicht weiterwussten: 'Die Frage ist vielleicht nicht, warum etwas nicht funktioniert. Die bessere Frage ist 'Warum hat es jemals funktioniert?' "

Also natürlich sei die Schauspielerin Sophie Rois ein Wunder oder das, was sie spielt oder wie sie spielt oder in Interviews oder bei der Leseprobe, jedenfalls ein Wunder. Oder abgemildert: ein Zauber. Als das Wort im Zusammenhang mit der Schauspielerin Rois aufgekommen sei, "war auch gleich allen klar: Es gibt da keine weiteren Bewerber. Hier ging es nicht um eine Meinung."

Es seien "die Entscheidungen", die sie auf einer Bühne treffe, die für Pollesch ein Wunder sind. Wofür sie sich auf der Bühne entscheide und was sie dort entschieden mache, da sei "irgendwo das Wunder zu Hause". Dass sie ihren Körper nicht "mit dem Herumtragen von unbenutzbarem Sinn" belästige. Ihr Körper sei der Sinn. Also doch kein Wunder, denn: "Man kann eben sehen, was du da oben machst"

Dann geht es um die Klassiker und die Ehe, die man sich bei Rois' Eltern, so Rois selber, so Pollesch, auch als Klassiker vorstellen müsse. Und, eh klar, es geht um das Projekt der romantischen Liebe, wie üblich beim Pollesch.

Und wie das sich verhält mit dem Nicht-nachspielen-lassen der gemeinsam von Pollesch und den Schauspielern erarbeiteten Abende und noch vieles mehr. Alles in aller Ausführlichkeit, was der René Pollesch zu der Dame Sophie Rois gesagt hat, können Sie hier im Freitag (10.5.2012) nachlesen.

(jnm)

 
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