"Das haben wir ausgemessen!"

26. Juli 2013. Katharina Wagner antwortet: Nachdem Frank Castorf, der in diesem Jahr bei den Bayreuther Festspielen den "Ring" inszeniert, unter anderem Bayreuth als "pure DDR" bezeichnete, nimmt die Angeschuldigte bei Deutschlandradio Kultur (25.7.2013) und im Nordbayerischen Kurier (25.7.2013) Stellung.

Castorf arbeite "professionell, normalerweise ruhig, souverän und konzentriert auf die Sache", so Wagner gegenüber dem Nordbayerischen Kurier. Man habe keine Phobie in Bayreuth, "vielleicht war das mit der DDR auch nur ein kleiner, subtiler Hinweis auf sein eigenes Bühnenbild. Das sind durchaus auch genug Anspielungen auf die ehemalige DDR drin", so die abenteuerliche Castorf-Interpretation von Katharina Wagner auf Deutschlandradio Kultur. Von den Proben zusammen mit Dirigent Kyrill Petrenko kriege sie selbt nicht alles mit, da sie ja "nicht das Kindermädchen" sei: "Ich begleite die ja nicht 24 Stunden täglich, aber da findet schon immer wieder ein Austausch statt, das kriegt man mit zwischen den beiden."

Angesprochen auf eine Auseinandersetzung zwischen Regisseur und Dirigent über die Lautstärke von Schüssen auf der Bühne, antwortet Wagner: "Es gab verschiedenste Versuche mit dieser Kalaschnikow. Und letztlich, glaube ich, hat man sich auf die goldene Mitte geeinigt. (...) Es ist auf jeden Fall nicht gehörschädigend, das haben wir ausgemessen."

Ob es denn nun ein "Tagesring, ein Jahresring oder ein Jahrhundertring" werde, sei Wagner egal. "Wir hoffen natürlich, dass es der Jubiläumsring wird."

(mw / Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton)

 
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