"Tief betroffen"

10. März 2014. Einer Pressemitteilung des Burgtheaters Wien zufolge will Intendant Matthias Hartmann seine Funktion als Geschäftsführer "bis zur Klärung aller Sachverhalte ruhen lassen". Das habe er am Montag nachmittag dem Ensemble des Burgtheaters persönlich mitgeteilt und vorab Bundestheaterholdingchef Dr. Georg Springer und den österreichischen Bundeskulturminister Josef Ostermayer schriftlich informiert.

"Tief betroffen von den öffentlichen Anfeindungen und Kampagnen möchte ich den Weg für die Versachlichung der Diskussion ermöglichen", wird Hartmann in der Pressemitteilung zitiert. Die aktuelle Diskussion über das Burgtheater, "die in einem aufgeheizten Klima, belastet von Halbwahrheiten, sogar Lügen und Intrigen, sowie gefälschten Belegen, stattfindet", mache eine Versachlichung der Diskussion über Buchungsvorgänge im Burgtheater unmöglich.

"Selbstverständlich" stehe er dem Kulturausschuss im Parlament und auch dem Rechnungshof "sowie all jenen, die zur Aufklärung beauftragt wurden", für alle Auskünfte, soweit er sie geben könne, zur Verfügung.

Zu seiner "tiefen Betroffenheit" führt Hartmann noch aus: "Obwohl es mir gelungen ist, die besten Besucherzahlen und die höchsten Einnahmen in der Geschichte des Hauses zu erreichen, werde ich für Buchhaltungsvorgänge aus der Ära meiner ehemaligen Co-Geschäftsführerin verantwortlich gemacht." Dabei habe er vor mehr als zwei Jahren gängige Abschreibungspraktiken des Hauses in Frage gestellt.

(Burgtheater Wien / sd)

Hier ist unsere Chronik der Burgtheaterkrise.

 

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