Recht auf Teilhabe

17. Mai 2014. Auf dem Theatertreffen-Blog der Berliner Festspiele widmet sich Eva Biringer der Zukunft der Theaterkritik. Nötig sei dies, da die Theaterkritik ein Relevanzproblem habe und das Internet außerdem Wahrnehmungsstrukturen und Kommunikationsformen verändere.

"Ich glaube nicht, dass die Theaterkritik verschwinden wird. (...) Aber sie wird sich ändern. Vielleicht muss sie es sogar, wenn sie nicht sterben will." Als erstes Update schlägt Biringer vor, statt als "Stimme der Allwissenheit" besser in erster Person zu schrieben. "Die Betonung des subjektiven Aspekts impliziert mehr Bescheidenheit – Bescheidenheit das eigene, fehlbare Urteil betreffend."

Ein zweites Update betreffe die Form. Zum Beispiel mehr "pointierte, Blog-ähnliche Formate", Erlebnisberichte, Twitterkritiken. Und als drittes Update betreffe das Verhältnis zu den Lesern. "Wenn der Leser frei nach Roland Barthes vom Autor zum User und schließlich zum Kurator seiner digitalen Identität wird, wird er sein Recht auf Teilhabe auch im Bereich der Theaterkritik einfordern. Dies geschieht bereits in den Kommentarspalten auf Nachtkritik."

(mw)

 
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