Schluss mit der Doppelbelastung

2. September 2014. Der Schweriner Schauspieldirektor Peter Dehler gibt nach nur einem Jahr seine Regietätigkeit bei den Störtebecker Festspielen in Ralswiek auf der Insel Rügen ab. Das berichtet der NRD auf seiner Website (2.9.2014). Die Arbeitsbelastung sei "höher als erwartet gewesen", habe er seinen Rückzug begründet. Dehler hatte in dieser Spielzeit in Ralswiek "Gottes Freund" inszeniert.

Intendant Peter Hick wolle die Bilanz der diesjährigen Störtebecker-Festspiele erst nach Saisonabschluss am kommenden Sonnabend vorlegen. 2013 war es mit 343.000 Zuschauern "eines der besucherstärksten Open Airs in Deutschland", so der NDR.

(chr)

mehr meldungen

Kommentare

Kommentare  
#1 Störtebeker-Festspiele: Einsicht, ErkenntnisseGustav Reese 2014-09-03 00:49
Die Proben auf Rügen waren für die Zeit vom 11.05.2014 bis zum 21.06.2014 angesetzt. Sie fanden in der laufenden Spielzeit 13/14 statt. Die Aufgaben Dehlers als leitender Schauspieldirektor am Theater Schwerin hatten andere für ihn übernehmen müssen. So wurde Dehler noch im Spielzeitheft 12/13 als Regisseur für die Produktion von „Romeo und Julia“ angekündigt, und zwar mit dem Premierentermin 25.04.2014. Tatsächlich ausgeführt hat die Regiearbeit der Schauspieler Bornmüller, der damit kurzfristig beauftragt wurde. Was natürlich nur ein Beispiel ist. Insofern ist die Versicherung Dehlers, Artikel der Ostsee-Zeitung vom 04.09.2013, er würde die Regie auf Rügen nur übernehmen, wenn dieses „ohne Abstriche für seine Theaterarbeit in Schwerin möglich sei“, das Verkünden einer frechen Unwahrheit. Jeder Depp konnte sehen, dass Termine miteinander kollidieren. Die eine mit der anderen Arbeit nicht im Einklang zu bringen ist. Entsprechend süffisant schreibt Jens-Uwe Berndt in seinem Portrait über Dehler (Ostsee-Zeitung vom 21./22.06.2014), dass Dehler „eigentlich Schauspieldirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin sei“. Praktisch jeder Tag sei auf Rügen geprobt worden, „auch an Wochenenden und Himmelfahrt“. Es sei, so Dehler, für ihn etwas ganz anderes gewesen, für ein Publikum zu wirken, das nicht zu den typischen Theatergängern (sic!) gehöre. „Denn wenn es das wäre, hätten die Theater keine Krise“. Zudem wünsche er sich eine Zukunft bei den Störtebeker-Festspielen. Es wäre sein schönster Lohn, „wenn er irgendwann mal ein Buch für eine Störtebeker-Inszenierung schreiben dürfe“. Der nun einsetzende Sinneswandel des Peter Dehler hat demnach nicht nur etwas mit Sammeln von Einsichten und Erkenntnissen zu tun. Sondern auch etwas mit einem Artikel in der Schweriner Volkszeitung vom 23.07.2014, in dem Dehler für die Nachfolge Kümmritz als Generalintendant am Theater Schwerin gehandelt wird.

Ankündigung Regie Soll "Romeo und Julia", SZ-Heft 12/13

www.theater-schwerin.de/export/sites/theater/dokumente/Spielplan/Spielzeitheft_2012_13.pdf

Ausführung Regie Ist "Romeo und Julia" SZ 12/13

www.theater-schwerin.de/repertoire/schauspiel/Romeo_und_Julia.html

Intendanz Schwerin, SVZ 23.07.2014

www.svz.de/mv-uebersicht/mv-kultur/generalintendant-gesucht-id7221246.html
#2 Störtebeker-Festspiele: FrageA. Dübel 2014-09-05 20:19
Ist die Stelle des Intendanten bereits ausgeschrieben?
#3 Störtebeker-Festspiele: HinweisGrind 2014-09-05 23:37
@Arno: Hier ein Artikel aus der Welt. Ausschreibung befindet sich unten dran als Link. Bewerbungsfrist läuft noch bis 15.Oktober. Wäre interessant zu wissen, wer die Mitglieder der Findungskommision sind.

www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regiolinegeo/mecklenburgvorpommern/article130476005/Neuer-Generalintendant-fuer-Mecklenburgisches-Staatstheater-gesucht.html

Kommentar schreiben