Nicht leicht gemacht

Würzburg, 5. April 2020. Der Vertrag von Markus Trabusch, Intendant des Würzburger Mainfranken Theaters,  wird nicht verlängert. Wie u.a. die Mainpost meldet,  habe dies der Not- und Ferienausschuss der Stadt "nach langen und kontroversen Debatten" beschlossen. "Das zeigt, dass sich niemand die Entscheidung leicht gemacht hat", zitiert die Zeitung Würzburgs Kultur- und Theaterreferenten Achim Könneke.

Eben noch Leben

4. April 2020. Unerwartet ist am 2. April der Schauspieler und Regisseur Frank Wickermann verstorben. Das teilte das Schlosstheater Moers online mit.

Keine Livestreams, keine Proben

München, 3. April 2020. Die Baye­ri­sche Staats­oper in Mün­chen hat die vor­über­ge­hen­de Be­triebs­schlie­ßung be­kannt­ge­ge­ben. Wie u.a. die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, wurde die für Karsamstag geplante Livestream-Premiere von Ma­ri­na Ab­ra­mo­vićs Opern­pro­jekt "7 De­aths of Ma­ria Cal­las" mit der Begründung abgesagt, dass eine Be­tei­li­gung von Or­ches­ter und Büh­nen­crew we­gen der In­fek­ti­ons­ge­fahr durch das Co­ro­na­vi­rus nicht ver­ant­wort­bar sei. Auch die live im In­ter­net über­tra­ge­nen Mon­tags­kon­zer­te wür­den nicht fort­ge­setzt.

Müller, Hacks, Katharsis

Frankfurt / Main, 3. April 2020. Gottfried Fischborn ist tot. Wie nachtkritik.de von der Familie erfuhr, starb er am 23. März 2020. Er war einer der führenden Theaterwissenschaftler der DDR. 

"A heartbreaking decision but the right one"

2. April 2020. Das Fringe Festival in Edinburgh ist wegen der Corona-Pandemie für 2020 abgesagt worden. Das meldet u.a. die Londoner Tageszeitung The Guardian. Damit findet das größte Kulturfestival der Welt dieses Jahr erstmals seit 70 Jahren nicht statt. Zuvor hatten schon die flankierenden Festivals International Festival, Art Festival, International Book Festival und The Royal Edinburgh Military Tattoo ihre Veranstaltungen abgesagt.

Mehr als 1 Milliarde

3. April 2020. Berlin hat bereits 1, 4 Milliarden Euro an mehr als 100.000 Coronavirus-geschädigte Kleinstunternehmen, Freiberufler und Selbstständige, darunter eine große Anzahl Künstlerinnen und Künstler, ausgezahlt. Das teilt die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe mit.

Zusammenhalten, sich nützlich machen

1. April 2020. Solange der Spiel- und Probebetrieb an den Bühnen ruht, haben auch die Werkstätten an den Opern- und Theaterhäusern nichts oder nicht mehr viel zu tun. In zahlreichen Kostümwerkstätten werden nun Masken hergestellt. Das meldet swr2 auf seiner Website.

"Verlust der zweiten Säule sächsischer Theaterkunst"

1. April 2020: Die in Dresden ansässige "Servicestelle FREIE SZENE" hat zwischen dem 18. und 27. März in einer Umfrage unter 187 sächsischen Theatern, Ensembles und Einzelkünstler*innen ermittelt, dass die Befragten aufgrund der Coronakrise mit Einnahmeverlusten von bis zu 2,4 Millionen Euro rechnen, sollte noch bis Ende Juni kein Vorstellungsbetrieb möglich sein. "Falls diese Ausfälle nicht finanziell aufgefangen werden", heißt es in einer gestern verschickten Pressemitteillung, "droht vielen Künstler*innen die Pleite und vielen Ensembles und freien Theatern das Aus." Dies könnte "kurz- und mittelfristig" in vielen Fällen "zur Aufgabe der künstlerischen Tätigkeit und damit zum Verlust der zweiten Säule sächsischer Theaterkunst" führen.

Weltuntergang verschoben

31. März 2020. Die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth 2020 werden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Wie die Festspiele mitteilen, einigten sich heute die zuständigen Gremien des Stiftungsrates, der Geschäftsführung, der künstlerischen Leitung und der örtlichen Behörden darauf, die Festspiele auszusetzen.

Ausfallhonorare, Zweckänderungen oder Verschiebungen sind möglich

Berlin, 31. März 2020. Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat heute Verfahrensvereinfachungen bekannt gegeben, um die Folgen des COVID 19-Virus für diejenigen abzufedern, die Projektförderungen erhalten. Diese Ausnahmen sind für alle Zuwendungen möglich, deren Förderung bereits bewilligt wurde oder deren Antrag zum Stichtag 15. März 2020 bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vorgelegen hat, heißt es. Unter anderem dürfen Ausfallhonorare in Höhe von 60 oder 67 Prozent gezahlt werden, düfen die Projekt-Zwecke nachträglich durch die Bewilligungsbehörde geändert werden oder können die Maßnahmen anders, zum Beispiel durch Streaming oder andere Form der Projektdurchführung, oder später durchgeführt werden.