Die "Idee Europa" fördern

2. Juni 2020. Unter dem Titel Hidden Treasures for Humanity ist am gestrigen Montag eine Auktionsplattform gestartet, auf der Kostüm- und Bühnenbildner*innen "Entwurfszeichnungen eines Bühnenbildes oder andere Kunstwerke" versteigern können. Das teilt der Bund der Szenografen mit, der die vom Bühnen- und Kostümbildner Water Schütze initiierte Plattform unterstützt. Die Künstler*innen verpflichteten sich darauf, die Erlöse aus den Auktionen "zu 100 Prozent an verschiedene Projekte oder NGOs zu spenden, die die IDEE EUROPA fördern, indem Sie das so entscheidende europäische Grundrecht auf Asyl verteidigen", heißt es in der Pressemitteilung. 

Faire Lösung gesucht

Berlin, 31. Mai 2020. Der Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage appelliert an den Deutschen Bühnenverein für eine faire Lastenverteilung der finanziellen Folgen, die durch die Theaterschließungen während der Corona-Pandemie entstehen. Wie der VDB in seinem Schreiben ausführt, seien die Autor*innen, Komponist*innen, Übersetzer*innen und Bearbeiter*innen es gewohnt,  "als einzige beteiligte Künstler*innen das Erfolgsrisiko auch finanziell zu tragen: Wenn eine Inszenierung im Großen Haus sich nicht so gut verkauft, spüren nur sie dies in ihrer Geldbörse".

Das Knie beugen vor Jesus?

Berlin, 30. Mai 2020. Die Aufsetzung des christlichen Kuppelkreuzes hat neuerlich Kritik am Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses und am Humboldt Forum, das der Bau beherbergen soll, ausgelöst. Grund ist die Inschrift an der Kuppel, in der der Autor, Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV., 1853 einen christlichen Vormachtsanspruch formuliert: "Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind." Weder Kreuz noch Inschrift waren in den ersten Entwürfen des Nachbau-Architekten Franco Stella vorgesehen, sie wurden durch die Spende einer Industriellenerbin unter Zustimmung der Stiftung Humboldtforum möglich, wie die Frankfurter Rundschau schreibt.

224 Rollen

Stuttgart, 30. Mai 2020. Der Schauspieler Wolfgang Höper ist am 25. Mai 2020 im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben, wie die Stuttgarter Zeitung (hinter Paywall) mitteilt. Er war mit kurzer Unterbrechung seit 1966 im Ensemble des Staatstheaters Stuttgart.

Warten auf den Juli

28. Mai 2020. Die österreichische Regierung richtet einen Fonds zur Unterstützung freischaffender Künstler*innen ein. Wie der Standard berichtet, sollen sie ab Juli monatlich 1000 Euro erhalten. Bekanntgegeben wurde die Hilfsmaßnahme am Donnerstag von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), Kulturminister Werner Kogler und der neuen Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (beide Grüne).

Prägende Gestalt

28. Mai 2020. Die Schauspielerin Irm Hermann ist tot. Das meldet unter anderen Spiegel online. "Wie ihre Agentin am Donnerstag bestätigte, starb sie am Dienstag nach kurzer, schwerer Krankheit."

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit

Bern, 28. Mai 2020. Der Schweizer Bundesrat lässt ab 6. Juni wieder Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen zu. Damit dürften auch Theater den Betrieb wieder aufnehmen. Das meldet der SRF. Veranstaltungen mit mehr Teilnehmer*innen sind vorerst bis Ende August weiterhin verboten. Über weitere Lockerungen könnte der Bundesrat Ende Juni entscheiden.

Ein guter Moment, aufzuhören

Senftenberg, 28. Mai 2020. Intendant Manuel Soubeyrand verlässt die Neue Bühne Senftenberg im Sommer 2022. Das gibt das Theater bekannt.

Kahlschlag verhindern

27. Mai 2020. Ihrer Sorge um den Bestand des kulturellen Lebens in Deutschland verleihen die Intendant*innen von 23 deutschen Schauspielbühnen Ausdruck. In einem auf gestern datierten Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsministerin Monika Grütters, den Joachim Lux vom Thalia Theater Hamburg initiierte, suchen die Theaterleiter*innen den Dialog mit der Politik und geben Anregungen für die strukturelle Sicherung der Theaterlandschaft.

Spitzen-Tanz

27. Mai 2020. Der Choreograf Raimund Hoghe wird mit dem Deutschen Tanzpreis 2020 ausgezeichnet. Weitere Ehrungen erhalten die Choreograf*innen Antje Pfundtner und Rafael Hillebrandt sowie der Tänzer Friedemann Vogel. Das gab der Dachverband Tanz Deutschland heute in einer Presseaussendung bekannt.