Schrittweise mit Notbremse

5. April 2021. Die Umsetzung des "Saarland-Modells" naht: Ab Dienstag, den 6. April 2021, wird es in dem Bundesland Öffnungsschritte bei Kultur, Gastronomie und Sport geben. 

1,8 Millionen Euro

Wien, 3. April 2021. Die Wiener Festwochen sollen angesichts des Kultur-Lockdowns während der Corona-Pandemie 1,8 Millionen Euro, also rund 20 Prozent ihrer Fördergelder, zurückzahlen. Das melden unter anderen der Standard und Die Presse mit Verweis auf ein Interview, das Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (parteilos, von der SPÖ nominiert) der Samstagsausgage des "Kurier" gab. Darin sagt Kaup-Hasler: "Die Wiener Festwochen werden Geld zurücküberweisen beziehungsweise für heuer dementsprechend weniger Subvention bekommen."

Zur Not mit Sangria-Eimern

1. April 2021. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden eröffnet eine temporäre Spielstätte auf der spanischen Insel Mallorca. Ab Mitte April will das Haus seinem Publikum wöchentlich Pauschal-Reisen anbieten, in deren Zentrum der Besuch einer Aufführung des Theaters stehen soll. Intendant Uwe Eric Laufenberg präsentierte das "Wiesbadener Modellprojekt" am Morgen im Rahmen einer Online-Pressekonferenz.

Für Kinder vor Ort

Mülheim, 1. April 2021. Die Gastspiele im Wettbewerb um den 46. Mülheimer Dramatiker*innenpreis werden aufgrund der andauernden Corona-Pandemie auch in diesem Jahr ausschließlich online zu sehen sein, wie das Festival in einer Presseaussendung mitteilt. Gleiches gilt für die Jurydebatten und das Rahmenprogramm. Die Produktionen, die um den Kinderstücke-Preis konkurrieren, sollen nach derzeitigem Stand live vor Ort in Mülheim gezeigt werden.

Strategische Neuorientierung

31. März 2021. Die diesjährige Auswahl des Schweizer Theatertreffens hat nicht wie bisher ein Kuratorium, sondern die Co-Leitung des Festivals bestimmt, bestehend aus Thierry Loup und Julie Paucker, wie aus einer Pressemitteilung des Theatertreffens hervorgeht. 

Hilfe in der Not

31. März 2021. Das Berliner Ensemble hat zur Unterstützung von Dramatiker:innen in Zeiten der Pandemie mit Unterstützung der Heinz und Heide Dürr-Stiftung einen Dramatiker:innen-Fonds in Höhe von 100.000 Euro eingerichtet. "Von der seit einem Jahr andauernden Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen sind freie Theaterautor:innen hart getroffen. Durch Projektausfälle, die andauernde Schließung der Theater und den damit einhergehenden Wegfall von Einnahmen, befinden sich viele Dramatiker:innen in existenziellen finanziellen Nöten", heißt es in der Pressemitteilung des Theaters.

Kontinuität und Strukturiertheit

31. März 2021. In einem Offenen Brief richten sich 22 Schwarze Theatermacher:innen und Theatermacher:innen of Colour an die Kulturministerin von Nordrhein-Westfalen (NRW) Isabel Pfeiffer-Poensgen, den Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf Stephan Keller und den Intendanten des Düsseldorfer Schauspielhauses Wilfried Schulz. Die Zeichner:innen des Briefs gehören den Ensembles des Stücks "Afrokultur" und der Veranstaltung "M(a)y Sister" an, die für Mai als Koproduktionen mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen auf dem Spielplan des Düsseldorfer Schauspielhauses stehen. Unter den Zeichner:innen ist auch die Kommunikationssoziologin Natasha A. Kelly, die den Offenen Brief auf Twitter postete.

Zu gleichen Teilen

30. März 2021. Das Theater Rudolstadt erhält einen neuen Finanzierungsvertrag, der 2023 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt zahlen der Freistaat und der kommunale Zweckverband aus Landkreis, Stadt Rudolstadt und Stadt Saalfeld Zuschüsse in gleicher Höhe.

Die traumatische Quintessenz eines Wutbürgers

30. April 2021. Für seine darstellerische Leistung in Stefan Bachmanns Inszenierung Graf Öderland erhält der Schauspieler Thiemo Strutzenberger den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis. In der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Koproduktion von Theater Basel und Residenztheater München spielt Thiemo Strutzenberger den Staatsanwalt Martin, der einen blutigen Feldzug gegen den gesellschaftspolitischen Status quo führt.

Interimsleitung und Aufarbeitung

29. März 2021. Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat für die Berliner Volksbühne ein Interims-Direktorium bis zum Spielzeitende eingesetzt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung hervor. So könne der Spielplan und damit die künstlerische Arbeit gesichert werden. Mit Beginn der Spielzeit 2021/21 übernimmt René Pollesch die Intendanz.