Perücke

von Teresa Präauer

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13. September 2016. Eine neue Saison beginnt am Theater. Und bis Ihre Kolumnistin sich in diesem Herbst wieder unters Theaterpublikum mischen wird, versteckt unter einer aschblonden Pagenschnittperücke, zehrt sie noch von der Erinnerung an das dramatische Ereignis ihres Sommers.

Passen

von Teresa Präauer

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7. Juni 2016. Ich bin mit meiner Freundin M. im Charlottenburger Zwiebelfisch gesessen, und wir haben darüber beraten, ob die Zeit fortschreitet: ja oder nein. Vor 16 Jahren haben wir uns beim Studieren in Berlin kennengelernt, heute trinken wir zusammen zwei Asahi und acht kleine Kölsch. Alte Kleider wegwerfen: ja oder nein?

Puppen

von Teresa Präauer

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19. April 2016. Puppen am Theater: gibt es wohl, seit es Theater gibt. Die Bedenken gegen Puppen am Theater, sie hätten etwas Kindisches oder Verstaubtes an sich, wird man rasch ausräumen, wenn man aktuell, neben vielen anderen Beispielen, an Nikolaus Habjans Handpuppen auf deutschen und österreichischen Bühnen denkt oder, weiter zurückliegend, an die monströse Jelinek-Puppe, die 1995 bei Castorf ihren Auftritt hatte. Ist sie wirklich so groß gewesen? Ich glaube mich zu erinnern, sie sei übergroß gewesen. Vielleicht war ich damals aber selbst einfach so klein. Oder man wird, im Publikum sitzend, so sehr zum Hinaufschauen vergattert.

Grimasse

von Teresa Präauer

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15. März 2016. Das Wort "Grimasse" ist eines der Theaterwörter – verwandt mit der "Maske"–, die ich hier für "Zeug & Stücke" zusammentrage. Grimassen zu schneiden bedeutet so etwas wie ein groteskes Verziehen der Gesichtsmuskulatur, zur Abwehr des Gegenübers, als närrisches Spiel. Manchmal wird aus dem Jux ein Ernst, wenn man nämlich zu oft oder zu lang das Gesicht verzieht und ganz darauf vergisst, die Muskulatur hernach wieder zu entspannen.

Bretter

von Teresa Präauer

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9. Februar 2016. Seit 2011 bietet das Wiener Burgtheater seinen abgetragenen Bühnenboden zum Verkauf an. Nachdem die "Bretter, die die Welt bedeuten" bis dato noch nicht ausverkauft sind, taucht das Angebot nun im Onlineshop eines österreichischen Wochenmagazins wieder auf: für 200 Euro pro Brett. Ein Pappenstiel im Vergleich zum ursprünglichen Preis von 600 Euro, damals veranschlagt und während einer "Matinee" feilgeboten unter der Leitung von Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann, der in dieser beruflichen Funktion mittlerweile als "historisch" zu gelten hat.

Prophezeiung

von Teresa Präauer

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5. Januar 2016. Angesichts der Lektüre eines aktuellen Interviews mit Bob Wilson im britischen Guardian kann ich nicht anders, als das neue Kolumnenjahr auf nachtkritik.de mit einem Close Reading zu eröffnen. Nachdem Bob Wilson in diesem Interview selbst die Kunst der Prophezeiung praktiziert, möge Folgendes nun mit dem Habitus des Ausblicks aufs noch frische Jahr gelesen werden. Vorausgeschickt sei allerdings, dass die mediale Berichterstattung mitunter dazu neigt, Aussagen ihrer Interviewpartner verkürzt oder vereinfacht darzustellen – freilich als Serviceleistung für den Leser und die Leserin, die "in unserer schnelllebigen Zeit" komplexer Inhalte gar nicht mehr habhaft werden können –, wir wissen also nicht, ob Bob Wilson tatsächlich so geweissagt hat, als er, in Linz/Oberösterreich seine Inszenierung von Verdis "La Traviata" probend, den Guardian an der Strippe hatte. Doch womöglich hielt er sich, auch eingedenk der Telefonkosten, an den Neujahrsvorsatz: "Keep it simple."

Hosenrolle

von Teresa Präauer

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17. November 2015. Ich will zurück nach Iowa. "Ach, geh doch zurück nach Iowa!" Nein, Wien ist eh auch gut, sagt die ZEIT in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins. Hinzugefügt werden darf, dass die Stadt Wien ja aus mehreren Dörfern besteht. Was bloß heißt, dass es uns Bewohnern leicht fällt, einander geografisch aus dem Weg zu gehen. Das macht es auch einfacher, hier in Wien an seinem sogenannten Roman zu arbeiten, anstatt dort, in Iowa, ständig davon abgelenkt zu werden.