Living Theatre - Das Berliner Theatertreffen widmet dem aktivistischen Theater-Kollektiv und ihren grenzsprengenden Arbeiten der vergangenen fünfzig Jahre einen eigenen Schwerpunkt

Licht in der Finsternis

von Thomas Rothschild

18. Mai 2021. Im österreichischen "Standard" dichtete Doron Rabinovici dieser Tage: "Ohne Burgtheater wäre es finster um uns." Meint er, seit er zu dessen Autoren gehört? Jedenfalls lässt sich die Behauptung bei genauerer Betrachtung so pauschal nicht aufrecht erhalten. Wessen Gedächtnis zurückreicht in eine Zeit vor Claus Peymann und Achim Benning, der wird sich noch gut an Zustände erinnern, in denen das Burgtheater wenig beigetragen hat zur Erhellung seiner Umgebung. Das hohle Pathos verstaubter Klassikerinszenierungen, nur gelegentlich aufgelockert durch einen streng nach Vorschrift zelebrierten Nestroy, sorgte für Ödnis und künstlerischen Stillstand.

Berliner Theatertreffen 2020 virtuell - TT-Kontext, Künstler*innengespräch

Künstler*innengespräch mit Florentina Holzinger

5. Mai 2020. Aufgrund der Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie findet das Berliner Theatertreffen 2020 im Internet mit Streamings von sechs der zehn eingeladenen Inszenierungen und Online-Diskussionen im Rahmenprogramm "TT Kontext" statt.

Im Künstler*innengespräch Körperliche Praxis und Digitalität geht es um den (ebenfalls zum Theatertreffen eingeladenen Abend) Tanz von Florentina Holzinger und die Möglichkeiten, den Körper auf der Bühne zum Einsatz zu bringen. (Hier die Nachtkritik der Premiere am 3. Oktober 2019.)
Es diskutieren die Choreographin Florentina Holzinger und die Tänzerinnen und Performerinnen Renée Copraij und Beatrice Cordua.

Das Panel beginnt am Dienstag, den 5. Mai 2020, um 18 Uhr und dauert 60 Minuten. Es wird an dieser Stelle live gestreamt. (Auf Twitter: TT_Bodies)

Stückemarkt des Theatertreffens 2019 - drei Stücke und zwei Performances aus USA, Österreich, Chile und der Ukraine, die den Bechdel-Test bestanden haben

Es leben die Zumutungen!

von Gabi Hift

Berlin, 17. Mai 2019. Jedes der fünf Stücke des diesjährigen Stückemarkts ist auf seine Art eine Zumutung. Die Autor*innen brennen für ihre Themen, sind leidenschaftlich auf der Suche nach der einzig richtigen Form. Diesmal recken sich keine vorwurfsvollen Zeigefinger aus Texflächen – ein Schelm, wer das damit in Zusammenhang brächte, dass es nur einen einzigen deutschen Text gibt, und der kommt von einem erst vor wenigen Jahren nach Wien geflohenen Iraner.

10. Mai 2019
09. Mai 2019
09. Mai 2019