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Unsere auswahl ist subjektiv

Medienschau: taz – Repressalien gegen Theater in Krakau

Weniger spektakulär, aber wirksam

13. Mai 2022. In der taz berichtet Auslandskorrespondentin Gabriele Lesser über Repressalien, die das Juliusz-Słowacki-Theater in Krakau nach einer Mickiewicz-Inszenierung seitens der in Polen regierenden PiS-Partei zu erdulden hat.

Medienschau: Süddeutsche Zeitung – Christine Dössel zu Bubblehaftigkeit und Publikumsverlust beim Theatertreffen

#Publikumsschwund

11. Mai 2022. Die Systemrelevanz des Theaters wurde bei der Eröffnung des diesjährigen Theatertreffens so oft beschworen, dass man misstrauisch werden müsse, schreibt Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung. Die Nerd- und Bubblehaftigkeit der Auswahl sei symptomatisch für ein Theater, das vor lauter Relevanzbemühung sein Publikum verliert.

Medienschau: Emma, Zeit online – Zwei offene Briefe zu Waffenlieferungen an Ukraine

Eskalationsspiralen

4. Mai 2022. In einem in der Emma veröffentlichten Brief an Kanzler Olaf Scholz forderten 28 deutsche Intellektuelle und Künstler:innen, "weder direkt noch indirekt, weitere schwere Waffen an die Ukraine liefern." Unter den Unterzeichner:innen war auch Schriftstellerin Juli Zeh.

Medienschau: BR – Opernregisseur Claus Guth lehnt russische Ehrung ab

Maske ab

21. April 2022. Der Opernregisseur Claus Guth hat die geplante Ehrung mit dem russischen Theaterpreis "Goldene Maske" abgelehnt. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Ausgezeichnet werden sollte er für seine "Salome"-Inszenierung am Moskauer Bolschoi-Theater, die im Februar 2021 Premiere hatte. Weil die Statuten es nicht vorsehen, konnte der Preis nicht vergeben werden.

Medienschau: nd – Buchbesprechung zum queeren Theater

Theater mit Sternchen

20. April 2022. Im nd bespricht Lara Wenzel den umfangreichen Sammelband "Theater* in queerem Alltag und Aktivismus der 1970er und 1980er Jahre" von Jenny Schrödl und Eike Wittrock und findet: Ein lesenswerter Blick auf eine "Leerstelle in der Theatergeschichtsforschung".

Medienschau: SZ, FAZ, taz, Spiegel, Zeit, Tagesspiegel – Nachrufe Hermann Nitsch

Im Farbschleim wühlen

20. April 2022. Der Wiener Aktionskünstler und Maler Hermann Nitsch verstarb am Montag, 18. April 2022, im Alter von 83 Jahren. Verschiedene Medien, darunter Faz, Süddeutsche Zeitung, Zeit, Spiegel, Tagesspiegel, BR24 und taz erinnern nun mit Nachrufen an den Provokateur des "Orgien-Mysterien-Theaters", der, so zitiert die taz, einmal einer Gruppe von Kunstkritiker:innen seine Aktionsmalerei so erklärte: "Ich wollte im Farbschleim wühlen, Farbe verschwenden, verschmieren, verspritzen".