Martial art

by Jean Peters

Berlin, March 2018.

0. The Critical Campaigner fights for the rights and voice of the oppressed, the marginalised and the powerless. However, this fight is never pursued at the expense of other marginalised groups, but reflected in its complexity. The Critical Campaigner will uncover and fight any class-based privileges alongside sexist, racist and militarist propaganda, be it explicit or implicit.

Kampfkunst

von Jean Peters

Berlin, März 2018.

0. Die Critical Campaigner*in kämpft für die Rechte der Unterdrückten, Marginalisierten und Machtlosen. Dieser Einsatz wird jedoch nie auf Kosten anderer, evtl. wehrloserer Gruppen geführt, sondern reflektiert strukturelle Abhängigkeiten in ihrer Komplexität. Die Critical Campaigner*in wird klassenbasierte Privilegien und sexistische, rassistische oder auch militaristische Propaganda aufdecken und bekämpfen, seien sie explizit oder implizit.

Wer vom Antifaschismus reden will, darf von der illiberalen Demokratie nicht schweigen

von Kevin Rittberger

Februar 2018. Unter liberal wird in der kulturellen Debattenlandschaft westlicher Demokratien landläufig verstanden, dass Meinungsfreiheit ein hohes Gut sei. Diese sei in Gefahr, wenn rechten Positionen der Eintritt in kulturelle Institutionen verwehrt würde – zumal es sich um Positionen einer demokratisch gewählten Partei handele. Es gelte auch Meinungen zu tolerieren, die nicht im eigenen Umfeld widerhallten. Und für Straftaten gäbe es ja das Gesetz, da müsse sich also keine*r nun allzu betroffen aufspielen. Und schwups, eh er sich versieht, wird der einstmalige Gutmensch, als wär's nicht genug, als Antidemokrat abgestempelt.

Kulturwandel an den Theatern? Und sie verändern sich doch

24. Februar 2018. Was hat die # MeToo-Debatte in den Theatern angestoßen? Etwas scheint sich zu bewegen, darüber sprechen Elena Philipp von nachtkritik.de und Deutschlandfunk-Kultur-Redakteurin Susanne Burkhardt in der Februar-Ausgabe von Der Theaterpodcast. Weitere Themen: das Tableau der zehn zum Theatertreffen 2018 eingeladenen Inszenierungen und die nicht unumstrittene Intendanz von Matthias Lilienthal an den Münchner Kammerspielen.

Vom Dranbleiben

24. März 2018. Welche Angebote machen Theater für Menschen mit geringen Einkommen? Für die März-Ausgabe von "Der Theaterpodcast" hat sich Susanne Burkhardt an deutschen Häusern umgehört. Im Podcast mit der Deutschlandfunk Kultur-Redakteurin und mit Elena Philipp von nachtkritik.de geht es außerdem um Matthias Lilienthal, der seine Intendanz an den Münchner Kammerspielen 2020 beendet. Und in Bonn trafen sich 350 Theatermacherinnen zur Netzwerk-Veranstaltung "Burning Issues".

Im digitalen Vormärz

von Esther Slevogt

8. Februar 2018. Im Transformationsprozess, den die traditionelle bürgerliche Öffentlichkeit unter dem Druck der Digitalisierung gegenwärtig durchläuft, könnten die Theater eine zentrale Rolle spielen: als Motor und Entwickler neuer, digitalbasierter Formen von Öffentlichkeit und Vernetzung, die keinen wirtschaftlichen Interessen unterworfen sind, als datengeschützte Plattformen gesellschaftlicher Auseinandersetzung und Labore für die demokratische Meinungs- und Willensbildung der Netzgesellschaft – sie könnten also wesentliche Mitgestalter des Raumes Internet im Digitalzeitalter sein.

Isso? IsNichSo. Es geht auch anders

von Tim Tonndorf

7. Februar 2018. Als ich neulich Radio hörte, wurde mir nahe gelegt, meinen Beruf als Regisseur aufzugeben. Doch dazu später mehr. Zunächst möchte ich der laufenden Debatte um die Arbeitsbedingungen am deutschen Theaterbetrieb eine Regie-Perspektive hinzufügen. Neben Schauspieler*innen, die sich wirkungsvoll im Ensemble-Netzwerk engagieren (in welchem ich auch Mitglied bin), Intendant*innen und Kritiker*innen (wie unlängst Michael Wolf) fehlen mir öffentliche Positionen von jungen Regisseur*innen, insbesondere von solchen, die nicht zum arrivierten Metropolen-Karussell zählen. Bei der Frage nach erstrebenswerten Veränderungen in ihrem Arbeitsfeld halten sich gerade meine männlichen Kollegen seltsam bedeckt. Dabei ist für ein Umsetzen des Umdenkens gerade der Schulterschluss von Regisseur*innen und Schauspieler*innen essentiell.

Lebenselixier der Demokratie

von Lene Grösch

7. Februar 2018. "Wir haben es heute noch nicht mit der Zerstörung des sozialen Zusammenhangs zu tun, aber mit einem ungeheuren Potential dazu. Wenn diese Diagnose zutreffend ist, dann ist allerdings Widerstand nötig. Widerstand gegen die physische Zerstörung der künftigen Überlebensgrundlagen, gegen den Extraktivismus, Widerstand aber auch gegen die Okkupation des Sozialen. Widerstand gegen die freiwillige Hingabe der Freiheit. Widerstand gegen die Dummheit. Widerstand gegen die Verführbarkeit seiner selbst, leichthin zu sagen: 'Ist ja egal, es kommt doch auf mich nicht an.'"

Die Mainphilharmonie

von Alexander Jürgs

Frankfurt / Main, 1. Februar 2018. Was für Zahlen. 868 Millionen Euro. 848 Millionen Euro. 888 Millionen Euro. So teuer wird es laut einer im vergangenen Sommer präsentierten Machbarkeitsstudie, die Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main zu sanieren oder neu zu bauen. Drei Varianten haben die Architekten vom Planungsbüro PFP für das Gebäude durchgerechnet, in dem sowohl das Frankfurter Schauspiel wie auch die Oper ihren Platz haben: eine Sanierung, die etwa elf Jahre dauern wird, eine acht Jahre dauernde Sanierung, einen Neubau. Dass das Kostenergebnis dabei kaum variierte, hat sie verblüfft. Wie teuer das Vorhaben insgesamt werden wird, hat einen Schock ausgelöst.

Neues Jahr, neue Debatten

21. Januar 2017. Im neuen Theaterpodcast sprechen die Theaterredakteurinnen Elena Philipp (nachtkritik.de) und Susanne Burkhardt (Deutschlandfunk Kultur) ab jetzt einmal im Monat über die wichtigsten Neuigkeiten und Debatten der Theaterwelt.

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