"Das Recht des Stärkeren" inszeniert von Florian Fiedler am Theater Oberhausen

7. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen: Vom 7. April 18 Uhr bis 8. April 18 Uhr zeigen wir "Das Recht des Stärkeren" von Dominik Busch, inszeniert von Florian Fiedler. Premiere war am 7. März 2019 am Theater Oberhausen.

"Die Nashörner" am Hans Otto Theater Potsdam inszeniert von Esther Hattenbach

6. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen: Vom 6. April 18 Uhr bis 7. April 18 Uhr zeigen wir "Die Nashörner" von Eugène Ionesco, inszeniert von Esther Hattenbach. Premiere war am 21. Februar 2020 am Hans Otto Theater Potsdam.

"Medea" inszeniert von Rieke Süßkow

5. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen: Vom 5. April 18 Uhr bis 6. April 18 Uhr zeigen wir "Medea" nach Motiven von Hanns Henny Jahnn, eine Produktion des Hallimasch Komplex. Premiere der Inszenierung von Rieke Süßkow, Abschlussarbeit der Regisseurin an der Theaterakademie Hamburg, war am 1. März 2019 auf Kampnagel Hamburg. Die Produktion wurde beim festival internationalnog alternativnog teatra (FIAT) in Podgorica, Montenegro mit dem Preis für die "Beste Regie" und für das "Beste Schauspiel" ausgezeichnet. Außerdem war "Medea" zum Fast Forward Festival 2019 im Staatsschauspiel Dresden eingeladen. Rieke Süßkows "Medea" kommt weitestgehend ohne Sprache aus.

"Operette" von Gombrowicz/Drücker, Regie: Philipp Rosendahl

4. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen: Vom 4. April 18 Uhr bis 5. April 18 Uhr zeigen wir das Musiktheaterstück "Operette", das am 19. Janur 2019 am Staatstheater Kassel Premiere hatte. Philipp Rosendahl hat Thorsten Drückers Vertonung des Stücks von Witold Gombrowicz aus dem Jahr 1966 inszeniert – als Trap-Rock-Pop-Oper mit opulenten Kostümen.

"Die Mutter aller Fragen oder 25 Rollen, die eine Frau niemals spielen sollte" von Susanne Zaun und dem Schlosstheater Moers

3. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen: Vom 3. April 18 Uhr bis 4. April 18 Uhr zeigen wir Susanne Zauns "Die Mutter aller Fragen oder 25 Rollen, die eine Frau niemals spielen sollte", das am Schlosstheater Moers im Oktober 2019 herauskam. Der von der Autorin selbst inszenierte Abend will endlich all die Gretchens, Emilias, Amalias und Julias auf den Müllhaufen der Theatergeschichte entsorgen und wird naturgemäß daran scheitern.

"Small Town Boy" von Falk Richter

1. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Vom 1. April 18 Uhr bis 2. April 18 Uhr zeigen wir "Small Town Boy", geschrieben und inszeniert von Falk Richter. Premiere war im Januar 2014 am Berliner Maxim Gorki Theater. Ein besonderer Abend, der schwule Identität und die Auseinandersetzung mit den neuen Rechten zusammenbrachte – mit Mitteln, die auch kritisch diskutiert wurden. Schauspieler Thomas Wodianka hält an dem Abend eine Wutrede, der viele weitere im deutschsprachigen Theater folgen sollten.

Felix Rothenhäuslers Uraufführung von Jan Eichbergs
"The End. Eine Replikantenoper"

31. März 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Am 31. März werfen wir mit dem Theater Bremen einen Blick in eine Zukunft ohne Menschen. Ob ein Krieg oder die Klimakatastrophe den homo sapiens ausgelöscht hat? Oder waren es die Replikanten, die (mindestens optisch von Ridley Scotts "Blade Runner"-Verfilmung inspirierten) vormaligen Arbeitssklaven? In ihrem "Science Fiction-Krippenspiel" stellen sich Autor Jan Eichberg und Hausregisseur Felix Rothenhäusler vor, dass die Replikanten eine Kirche gegründet haben, in der sie einander die Vergangenheit vorspielen, so wie im christlichen Weihnachtsbrauch. Die Replikanten-Religion beschäftigt sich mit einem existenzialistischen Dilemma und mit der Erlösung, erklärt Autor Jan Eichberg: Die Menschen waren die "Schöpfer" der Replikanten, zugleich aber ihre Widersacher, die sie zu überwinden suchten. Hinter der "Replikantenoper" steht damit auch die Frage, wie wir uns unsere Geschichte erzählen, wie wir unsere Herkunft erklären. In der Schauspiel-Oper wird Sprache zu Musik – sie soll, über die Erzählung hinaus, emotional eine Anbindung schaffen an die Angst vor dem Aussterben. "The End. Eine Replikantenoper", wurde im September am Theater Bremen uraufgeführt.

Kay Voges' Inszenierung von Wolfram Lotz' "Einige Nachrichten an das All"

30. März 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Am 30. März zeigten wir an dieser Stelle "Einige Nachrichten an das All" von Wolfram Lotz in der Inszenierung von Kay Voges, das Stück eröffnete im September 2012 die Spielzeit am Schauspiel Dortmund.

20 NAC Stream Nachrichten Anmo

 

Über die Inszenierung im Blog des Schauspiel Dortmund:

"Einige Nachrichten an das All ist so ungewöhnlich, wie es der Titel vermuten lässt. Ein Pärchen nimmt es mit dem Schicksal auf – der kleinwüchsige Purl Schweitzke und sein gehbehinderter Freund Lum wünschen sich ein gemeinsames Kind. Sie sehnen sich nach dieser sinnvollen Aufgabe im Leben – aller biologischen Wahrscheinlichkeit zum Trotz. Bang fragen sie sich: Hat der Autor des Bühnenstücks, in dem sie sich befinden, ein Kind für sie vorgesehen? Unterdessen tritt der „Leiter des Fortgangs“ auf. Er bedient eine Maschine, die gesprochene Worte in Funkwellen verwandelt. Auf Knopfdruck sendet eine Satellitenschüssel die Botschaften ins All – „damit man dort erfährt, was uns Menschen bewegt“. Zu Wort kommen nach dem Willen des Leiters nur „Personen aus Historie und Medien“: Die dicke Frau, die zu Gast war in der Talkshow Britt, der Botaniker Rafinesque aus dem 19. Jahrhundert, der CDU-Politiker Ronald Pofalla und Heinrich von Kleist. Unter den Blicken von Purl und Lum, die mit trotzigem Mut ihr Schicksal erwarten, ringen die Gäste um die richtige Nachricht ans All. Gibt es irgendetwas in diesem Leben, von dem es sich zu berichten lohnte?

Die filmische Inszenierung des Erfolgsstücks von Wolfram Lotz wurde beim NRW-Theatertreffen 2012 als „Bestes Stück“ sowie auf Film-Festivals von Los Angeles bis St. Petersburg mehrfach ausgezeichnet."

 

Mehr über den Autor Wolfram Lotz und den Regisseur Kay Voges im nachtkritik-Lexikon.

Die Nachtkritik zu "Einige Nachrichten an das All" vom 14. September 2012.

 

Einige Nachrichten an das All
von Wolfram Lotz
Regie und Drehbuch: Kay Voges, Director Of Photography: Daniel Hengst, Set-Design / Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch, Kostüme: Mona Ulrich, Originalmusik: Paul Wallfisch, Dramaturgie: Alexander Kerlin, AK Schulz.
Mit: Eva Verena Müller, Frank Genser, Uwe Schmieder, Ekkehard Freye, Sebastian Graf, Julia Schubert, Björn Gabriel.
Dauer: 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

www.theaterdo.de

 

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Axel Preuß' Erfolgsinszenierung von Fritz Wempners "Koi Auskomma mit dem Einkomma"

2. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Nach den schwierigeren, dramatischeren, performativeren und kontroverseren Formaten stellen wir hier eine der erfolgreichsten Inszenierungen der corona-halbierten Saison vor: "Koi Auskomma mit dem Einkomma", die Boulevard-Komödie von Fritz Wempner, ins Schwäbische übertragen von Monika Hirschle, bearbeitet und inszeniert von Axel Preuß, dem Intendanten der Schauspielbühnen in Stuttgart. Ab 18 Uhr also die erste waschechte Comedia Sueviae auf nachtkritik.de.