Rotkäppchen

5./6. März 2021. Im März streamen wir jeweils freitags und samstags eine Inszenierung aus dem Kinder- und Jugendtheater. Diese Woche: Rotkäppchen nach den Brüdern Grimm als Puppentheater in einer Fassung von Frank Alexander Engel mit Übersetzung in Gebärdensprache, am Theater Junge Generation in Dresden inszeniert. Die Aufführung wird empfohlen für Menschen ab 4 Jahren. Wir zeigen die Arbeit von Freitag 16 Uhr bis Samstag um 16 Uhr. 

Pythonparfum oder Pralinen aus Pirgendwo

26. bis 28. Februar 2021. Bis in den März streamen wir jeweils freitags und samstags eine Inszenierung aus dem Kinder- und Jugendtheater. Dieses Wochenende: Pythonparfum oder Pralinen aus Pirgendwo von Gregory Caers am Berliner Theater an der Parkaue auf die Bühne gebracht. In einer Hotellobby checken skurrile Figuren ein: Ein Tierforscher, der sich von Mücken verfolgt fühlt, eine Tennisspielerin, eine Abenteurerin, die mit ihrem Fallschirm landet, eine gealterte Diva und alle haben Gepäckstücke dabei, die gegenseitig die Neugier wecken. Fast ohne Text, aber sehr körpersprächlich, choregraphisch und mit feinem Witz hat der belgische Regisseur Gregory Caers die Hotel-Geschichte inszeniert, die wegen des Lockdown vorerst nur für den Mitschnittt gespielt wurde. Wir zeigen die Arbeit im nachtkritikstream vom Freitag, 26. Februar, 15 Uhr, bis Sonntag, 28. Februar, 24 Uhr. Am Sonntag um 18 Uhr findet mit Regisseur Gregory Caers ein Publikumsgespräch via Zoom statt, hier der Link.

OK, GOOGLE

3. März 2021. In ihrer Performance "OK, GOOGLE" experimentiert die Costa Compagnie an der Schnittstelle von menschlicher und künstlicher Intelligenz – auf einer "Smart Stage" interagieren menschliche Performer*innen mit der KI des Google-Services "Google Home". Die Produktion zwischen Tanz, Performance und Installation, die 2018 im Hamburger Kunstverein Harburger Bahnhof Premiere hatte, läuft vom 3. März 18 Uhr bis zum 4. März 18 Uhr im Nachtkritikstream. In deutscher und englischer Sprache (keine Untertitel). Am 3. März um 20 Uhr hosten Costa Compagnie unter dem Facebook-Event zur Veranstaltung eine Watchparty mit Treffen auf Zoom.

Edward II. – Die Liebe bin ich

1. März 2021. In Christopher Marlowes "Edward II." löst die Beziehung des englischen Königs zu seinem Geliebten Piers Gaveston eine Kette von Intrigen und schließlich eine Staatskrise aus. Der Dramatiker Ewald Palmetshofer hat das Stück aus dem Jahr 1593 überschrieben, die Regisseurin Pınar Karabulut macht das neue Stück "Edward II. – Die Liebe bin ich" fürs Schauspiel Köln zu einer sechsteiligen Webserie, die seit dem 12. Februar wöchentlich erscheint. Im Nachtkritikstream präsentieren wir am 1. März von 18 bis 24 Uhr Folgen 1-3 der Serie. Ab 19:30 Uhr ist außerdem Regisseurin Pınar Karabulut für einen Livechat zu Gast.

Die Moskauer Prozesse

25. Februar 2021. 2013 stellte Milo Rau im Sacharow-Zentrum Moskau in einer dreitägigen "Gerichtsschau" den Prozess gegen die "Pussy Riot"-Aktivist*innen nach, die nur ein knappes halbes Jahr vorher wegen ihrer Intervention "Punk-Gebet" in der Christ-Erlöser-Kathedrale Moskau nach einem Schauprozess zu Haftstrafen verurteilt worden waren. Die drei Tage wurden danach zu einem Dokumentarfilm zusammengeschnitten, der am 25.2. um 19 Uhr im Rahmen der Milo-Rau-Werkschau "School of Resistance" auf der Webseite der Akademie der Künste Berlin (AdK) läuft – sowie hier im Nachtkritikstream, wo er begleitet wird von einem Livechat mit Milo Rau. Außerdem gibt es im Anschluss noch ein Nachgespräch.

Die letzten Tage der Ceaucescus

24. Februar 2021. 2009/10 begründete Milo Rau mit der Inszenierung "Die letzten Tage der Ceaucescus" seine ästhetische Praxis des Reenactments historischer Schlüssel-Ereignisse im Theater. Nach akribischer Recherche stellten Rau und sein International Institute of Political Murder (IIPM) mit einem Team von 16 Schauspieler*innen die Aburteilung und Hinrichtung des Ehepaars Ceausescu am ersten Weihnachtstag 1989 nach. Das Projekt hatte einen Prozess des letzten lebenden Sohnes des Diktatorenpaars gegen das IIPM zur Folge. Wegen dieses Prozesses wurde der Film, der aus der Inszenierung entstand, bisher erst selten gezeigt. Im Rahmen der Milo-Rau-Werkschau "School of Resistance" läuft er nun am 24. Februar um 19 Uhr auf der Webseite der Akademie der Künste Berlin (AdK) und hier im Nachtkritikstream – im Anschluss gibt es noch ein Diskussionspanel.

give me up – wie einen fisch auf dem trockenen

20./21. Februar 2021. Im Musik-Theater-Film "give me up – wie einen fisch auf dem trockenen" präsentiert sich der aktuelle Abschlussjahrgang Schauspiel der HfS "Ernst Busch" Berlin – der Film ist im Sommer 2020 als spontane Gemeinschaftsproduktion der Studierenden und des Regisseurs Marius Schötz entstanden, nachdem der Liederabend, auf dem er basiert, nicht zum Schauspielschultreffen reisen konnte, weil das Schauspielschultreffen natürlich wegen der Pandemie abgesagt worden war. "give me up – wie einen fisch auf dem trockenen" erzählt von einer ganz normalen Studierenden-WG in unnormalen Zeiten – in sommerlich eingefärbten Bildern, Szenen und (größtenteils) selbstgeschriebenen Songs. Der Nachtkritikstream machte den Film zum ersten Mal einer hochschulexternen Öffentlichkeit zugänglich.

Die Konferenz der Tiere

19./20. Februar 2021. Im Februar streamen wir jeweils freitags und samstags eine Inszenierung aus dem Kinder- und Jugendtheater. Diese Woche: Die Konferenz der Tiere von Katharina Birch nach Erich Kästner am Theater Osnabrück inszeniert. Wenn die Menschen schon nicht die Erde retten, dann wollen die Tiere zumindest die Menschen retten, genauer: die Kinder, und trommeln sich gegenseitig zu einem großen Treffen zusammen, angeführt vom Elefanten Oskar, so schon in Kästners Kinderbuch. Bei Regisseurin Katharina Birch ist die Rolle nicht nur genderbewusst als Frau besetzt, die Tiere schalten sich auch im schönster Artenvielt via Zoom zusammen und wissen um die Probleme der Gegenwart. Ein Highlight sind auch die Kostüme und die Bühne der beiden Ausstatterinnen Georg&Paul. Wir zeigen die Arbeit bis Samstag, 20.2., 15 Uhr. 

Odysseus - ein Roadtrip

12. Februar 2021. Im Februar streamen wir jeweils freitags und samstags eine Inszenierung aus dem Kinder- und Jugendtheater. Nach dem Auftakt mit "Hieronymus" von pulk fiktion, folgt der Theaterfilm Odysseus - ein Roadtrip von Sina Baajour an der Jungen Ulmer Bühne in Szene gesetzt. Odysseus begibt sich darin auf eine verkappte Auto-Irrfahrt mit Hindernissen und Abenteuern, die nur sehr langsam vorangeht. Der Theaterfilm entstand im vergangenen Herbst. Die Premiere ist an diesem Freitag. Wir zeigen den Film im Stream am 12.2., ab 19 Uhr, bis Samstag, 13.2., 19 Uhr. Die Junge Ulmer Bühne ist Mitinitiator von theater-stream.de, einer Streaming-Plattform für Jugendtheater in Baden-Württemberg.