Entwicklung im Schneeballsystem

16. Mai 2018. "Wir haben viel geschafft in den zehn Jahren", die Freie Szene in Basel habe sich gut entwickelt: diese Bilanz zieht im Interview mit der Basler Zeitung Carena Schlewitt, Künstlerische Leiterin der Kaserne Basel und ab nächster Spielzeit Intendantin des "Europäischen Zentrums der Künste Hellerau" in Dresden.

Zuwenig Welttheater

5. Mai 2018. "Wie steht es heute um Profile, Ziele und Aufgaben der Berliner Theater?" fragt Eberhard Spreng im Tagesspiegel und bemängelt zuwenig Engagement der Berliner Festspiele fürs Theater der Hauptstadt: Das Haus der Festspiele, derzeit während des Theatertreffens Herz des deutschsprachigen Theaterbetriebs, stehe nach der Abschaffung der internationalen Festivals Foreign Affairs und Spielzeit Europa übers Jahr zu oft leer.

Wie frei ist das Theater noch?

4. Mai 2018. "Fundamentalismus erlebt gerade seine Wiederauferstehung in aufgeklärten Gesellschaften, und ist dabei, als Moralismus bis in kleinste Verästelungen vorzudringen", holt Bernd Stegemann in der FAZ weit aus. Im Theater wiederum seien derzeit gerade die Darstellungen auf dem Feld der Identitär moralisch verdächtig. Und anhand beiden erklärt Bernd Stegemann in dem Text, warum damit eine freie Theaterarbeit unmöglich wird. Wir fassen zusammen.

Knarren im Berner Gebälk

2. Mai 2018. Der Berner Bund denkt darüber nach, was eigentlich am Konzert Theater Bern passiert ist, dass der gerade erst als Schauspieldirektor inaugurierte Cihan Inan eine Vertragsverlängerung über den Sommer 2019 hinaus abgelehnt hat.

Ist Theaterkritik ein öffenliches Gut?

29. April 2018. Kritiker*innen sind eine vom Aussterben bedrohte Art. Nicht nur in Europa, auch in den USA. David Cote, Librettist, Dramatiker und bevor er entlassen wurde 17 Jahre lang Kritiker von Time Out New York, veröffentlichte im November des vergangenen Jahres einen großen Artikel über Theater- und Kunstkritik in USA, A Second Act for Theatre Criticism?, für das Magazin American Theatre. Wir geben hier einige Auszüge wieder.

Tanz als Trumpf

Berlin, 25. April 2018. "Berlin ist derzeit ein Mekka zeitgenössischen Tanzes. Der ist jedoch, auch aufgrund fehlender Präsentationsorte, heterogen und dezentral organisiert. Die Potenziale der Szene zu filtern und eine Einbindung zu suchen wäre so spannend wie anspruchsvoll." Mit diesen Worten bricht Astrid Kaminski in der taz (20.4.2018) eine Lanze für den Versuch, die Berliner Tanzszene institutionell aufzuwerten. Sie wendet sich damit vor allem gegen die Ansicht, Tanz sei "Synonym für den Niedergang der Volksbühne unter Chris Dercon". Die Dercon-Volksbühne hatte die Einbindung des Tanzes in das Theater programmatisch betrieben.

Die Kehrseite des Erfolgs?

Zürich, 25. April 2018. Ev Manz berichtet im Zürcher Tages Anzeiger (online 24.4.2018, 11:37 Uhr) über das Ende der zweijährigen professionellen Schauspielausbildung mit anschließendem Praxisjahr, die seit zehn Jahren vom inklusiven Theater Hora in Zürich angeboten worden war.

Im Meer der Feindseligkeit

23. April 2018. Im aktuellen Spiegel (Nr. 17/2018) stellt sich Ex-Volksbühnen-Intendant Frank Castorf zum Interview mit dem Theaterkritiker Wolfgang Höbel und also zum Rückblick auf den Volksbühnen-Streit um seine Person und die seines gescheiterten Nachfolgers Chris Dercon.

Zu groß für einen Intendanten?

16. April 2018. "Man kann am Theater mit einer schwierigen finanziellen Situation umgehen, wenn man konkrete Lösungsansätze, mögliche Perspektiven hat. Die hatten Herr Dercon und seine Programmverantwortlichen nicht", sagt Klaus Dörr, Geschäftsführer und seit vergangenem Wochenende nach Chris Dercons Rücktritt Interims-Intendant der Berliner Volksbühne, im Interview mit Peter Laudenbach von der Süddeutschen Zeitung. Schon bald nach seiner Berufung im März sei ihm klar geworden: "Es wird nicht nachhaltig produziert. Die Produktionen sind zu teuer und laufen zu selten."