Die Befürchtungen wurden übertroffen

19. Mai 2017. Im Anschluss an die Programm-Pressekonferenz der künftigen Volksbühne Berlin unter Neu-Intendant Chris Dercon (hier der Nachtkritik-Bericht) hat die Berliner Morgenpost in Person von Peter Zander ausführlich mit Dramaturg Carl Hegemann gesprochen, einem der Vordenker der Volksbühne von Noch-Intendant Frank Castorf.

Die innere Bühne der Fantasie

17. Mai 2017. Gestern gab das neue Leitungsteam der Berliner Volksbühne um Chris Dercon und Marietta Piekenbrock seine Programm-Pressekonferenz. Zuvor und danach erläuterte und verteidigte die neue Intendanz ihr Programm gegenüber Zeitung und Radio.

Tourneesystem gehört die Zukunft

11. Mai 2017. Milo Rau wird 2018 die Leitung des NT Gent übernehmen, was bedeutet, dass er seine Bewerbung fürs Schauspielhaus Zürich in der Endrunde zurückgezogen hat. "Ein anspruchsvolles Repertoire zu schaffen und damit bis zu 300 mal international zu touren," hält Rau für das wahre Stadttheater der Zukunft.

Blinde, wilde Zerstörungswut

10. Mai 2017. Ein überaus besorgten Artikel über die Kultur-, insbesondere die Theaterpolitik in Polen schreibt Tomasz Kurianowicz in der Zeit 19/2017 (3.5.2017).

Die Zukunft ist zehn geworden

7. Mai 2017. In der Berliner Zeitung erinnert Ulrich Seidler sich an den Moment, als sein Kollege Dirk Pilz ihm zum ersten Mal von der Idee, nachtkritik.de zu gründen, erzählte. Und daran, dass er in diesem Moment geahnt habe, "dass nun die Zukunft der Theaterkritik begonnen hatte". "Ich wurde schlagartig müde und fühlte mich sehr alt", schreibt Seidler. "Und ich ertappte mich bei dem hoffnungsvollen Gedanke, dass den Nachtkritikern sicher bald die Puste ausgehen würde."

Romanvernichter durch Adaption?

6. Mai 2017. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beklagt Simon Strauß anlässlich des Theatertreffens die schwindende Bedeutung des Dramaturgen als einer Art "intellektuellen Aufseher über das kreative Geschehen". Sein Beispiel dafür ist der langjährige Schaubühnen-Dramaturg Dieter Sturm: "Was ihn am gegenwärtigen Theater am tiefsten schmerzt, ist dessen Hang zur 'Literaturabschaffung'. Für ihn, dem die Rückbindung an die Literatur als Kernkompetenz des Theaters gilt, ist die momentane 'Antikonjunktur für Theaterstücke' unverständlich. Der Dramaturg sei heute im besten Falle noch ein 'Romanvernichter durch Adaption'."

Warum keine Unterwerfung?

5. Mai 2017. In seiner heutigen Ausgabe widmet sich der Berliner Tagesspiegel mit zwei Texten dem morgen beginnenden Theatertreffen und übt schon einmal Kritik.

Das depressive Staatstheater

4. Mai 2017. In der Mai-Ausgabe des Merkur (Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken) holt der derzeitige Geschäftsführer der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle Stefan Rosinski unter der Überschrift "Das depressive Staatstheater" zu einer Art Rundumschlag gegen kulturpolitische Tendenzen im Bereich des deutschen Stadt- und Staatstheaters aus. Rosinski sieht die Kulturpolitik in einer Legitimationskrise: "Anstatt Kunst in ihrer spezifischen Kommunikationsleistung zu reflektieren – als Hergestelltsein ohne externen Zweck und irritierende Beobachtung über Beobachtung –, fokussiert die Förderpolitik in ihrer Not das Bedürfnis der Kulturinstitutionen, vor allem sich selbst als Organisationen reproduzieren zu wollen."

In der Bastion

2. Mai 2017. "Verlängert er, oder nicht? Warum ist ihm Anerkennung so wichtig? Hat er ein Problem mit öffentlicher Kritik?" Das sind Fragen, die Der Bund dem Berner Intendanten Stephan Märki gestellt hat und ihn in einem langen Text porträtiert.