Urfaschismus

1. März 2018. In der ZEIT gibt die Schriftstellerin Ivana Sajko einen Erfahrungsbericht über den Rechtsruck in Kroatien und die Auswirkungen auf die Kulturszene. Im Rückgriff auf den politischen Essayisten Marko Kostanić schreibt sie, "dass in Kroatien heute eine dezentralisierte Zensur wirkt, die durch die Vereinigungen der Kriegsveteranen und der katholischen Kirche im Namen der Regierung umgesetzt wird".

"Hybrid-Tänzer" für ein 50/50-Programm

26. Februar 2018. Im Interview mit Wiebke Hüster von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kündigt der designierte Co-Direktor des Berliner Staatsballetts Johannes Öhman "ei­ne eher dem klas­si­schen Tanz ver­pflich­te­te ers­te Sai­son" an. "Da­nach stre­ben wir das 50/50-Ver­hält­nis an und möch­ten fünf klas­si­sche Aben­de und fünf zeit­ge­nös­si­sche zei­gen."

Radikal sozial

21. Februar 2018. Mit Ulrich Khuon, dem Intendanten des Deutschen Theaters in Berlin und Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins, spricht Dirk Peitz für Zeit Online (20.2.2018, online 16:20 Uhr) über Machtmissbrauch am Theater.

Islamkritik in der Tradition von Shakespeare

21. Februar 2018. Für die Frankfurter Allgemeinen Zeitung (21.2.2018) hat Simon Strauß mit dem Dramatiker Ayad Akhtar über "das Theater, Religion und das neue Opium fürs Volk" gesprochen. Wir geben im Folgenden einige Auszüge aus dem langen Gespräch, die sich um das umstrittene Stück "Geächtet" drehen.

Das Leid der Volksbühnen-Gewerke

19. Februar 2018. Petra Ahne hat sich für die Berliner Zeitung (18.2.2018) hinter den Kulissen der Berliner Volksbühne des Neu-Intendanten Chris Dercon umgeschaut. Es ist ein Szenario der Unterbeschäftigung und Ratlosigkeit, das sie zeichnet. Um die zweihundert Mitarbeiter der Gewerke bangen um ihren Job, weil ihre Arbeitskraft für das Programm der Dercon-Volksbühne, für das viele Produktionen von außerhalb eingekauft wurden, nicht benötigt wird.

Keine Carte Blanche im Namen der Kunst

16. Februar 2018. Der Thea­ter­be­trieb diskutiert über pa­tri­ar­cha­le Macht­struk­tu­ren, neue Mit­be­stim­mungs­mo­del­le und se­xu­el­len Miss­brauch. Wie sich das verhindern lassen könnte, darüber spricht Simon Strauß in der FAZ mit Andreas Beck, dem Baseler und designierten Münchner Intendanten.

Außersprachliche Wirkung

15. Februar 2018. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt der Regisseur Alexander Eisenach, dass in Romanadaptionen eine emanzipatorische Kraft fürs Theater läge.

Bunter wird es werden

13. Februar 2018. "Wo stoßen Frauen am Theater auf Benachteiligung?", fragt Dorothee Krings vom General-Anzeiger (9.2.2018) die Bonner Schauspieldirektorin Nicola Bramkamp. Leider immer noch in vielen Bereichen, so Bramkamp: bei der Bezahlung, bei Führungspositionen, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Besetzung von Jurys oder Regieposten. Über diese strukturellen Probleme "müssen wir dringend sprechen".

Beißt der Katze in den Schwanz

9. Februar 2018. Unterfinanzierung, Bürokratie, enge Förderzeiträume: Die vom derzeitigen Fördersystem verursachten Erschwernisse für die Arbeit freier Theatermacher*innen benennt Charlotte Wilde vom Leipziger Figurentheater-Duo Wilde & Vogel in der Berliner Zeitung.