Mit antikapitalistischem Hintergrund

22. September 2017. Nachdem bereits seit mehr als einer Woche ein Aufruf in den sozialen Medien kursiert, in dem eine Gruppe namens "Staub zu Glitzer" eine kunst-aktivistische Besetzung der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ankündigt, hat der Tagesspiegel nachrecherchiert und Folgendes gefunden: "Im Protokoll einer außerordentlichen AStA-Sitzung der Berliner Beuth Hochschule für Technik vom 19. Juni dieses Jahres wird unter dem Tagesordnungspunkt 3 eine Anfrage der 'Aktion Staub zu Glitzer' aufgeführt. Zwei Aktivisten stellten damals im Namen eines Kollektivs aus Künstlern, Autoren und Studierenden den Plan vor, die Volksbühne und den Rosa-Luxemburg-Platz zu besetzen." Im Zuge der Besetzung sollten laut Protokoll "sechs bis sieben Bühnen in den Gängen aufgebaut und bespielt werden". Der Anwesenheitsliste zufolge hätten Hendrik Sodenkamp und Alexa Brunner die Pläne als Sprecher*innen von "Staub zu Glitzer" vorgestellt.

Volksbühne als Abspielstätte?

18. September 2017. Der Spiegel wertet in seiner aktuellen Ausgabe (Ausgabe 38/2017) die seit September öffentlich zugänglichen Haushaltsunterlagen über Stellenbesetzung und Finanzplan der Berliner Volksbühne aus und resümiert zuspitzend: "Chris Dercon, der neue Intendant der Berliner Volksbühne, treibt den Umbau des traditionsreichen Theaters in eine Abspielstätte von Fremdproduktionen konsequent voran."

Wer ist das Volk?

1. September 2017. "Berlin und Gegenwind, das bedeutet eigentlich dasselbe, nicht?" sagt Volksbühnen-Intendant Chris Dercon im siebenminütigen Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin (31.8.2017) – in dem es zunächst und vor allem um den Kulturstreit geht, den seine Ernennung als Ablöser von Frank Castorf über Berlin hinaus ausgelöst hat.

"Was wird da für ein Bild wiederholt?"

31. August 2017. Für Deutschlandfunk Kultur hat Sigrid Brinkmann die Autorin Darja Stocker interviewt, die sich unlängst in einem Beitrag für den Blog des Magazins Merkur über strukturellen Sexismus an Schreibschulen Gedanken machte – am konkreten Beispiel der UdK, wo sie selbst szenisches Schreiben studierte.

Wer beweist, dass jemand seine Machtposition ausübt?

28. August 2017 . Im Zuge der Diskussion über den Sexismus an deutschen Schreibschulen hat Darja Stocker auf dem Blog der Zeitschrift Merkur eine Replik an ihre Kritiker*innen veröffentlicht Sexismus, was ist das? Eine Replik. Wir geben hier einige Auszüge des umfangreichen Textes:

Klischees mit wahrem Kern

26. August 2017. Für Deutschlandfunk Kultur analysiert Tobi Müller die Debatte über Sexismus im Studiengang Szenisches Schreiben der Universität der Künste Berlin, die durch einen Artikel von Darja Stocker im Blog des Merkur (hier unsere Zusammenfassung) ausgelöst wurde und mit Erwiderungen von Anne Rabe und Oliver Bukowski auf nachtkritik.de weiterging.

Der neue öffentliche Raum

"Vielleicht wird man einmal sagen, dass das Aufeinandertreffen von Theater und Virtual Reality (VR) einen ähnlich starken Einschnitt bedeutete wie die blasphemische Idee, Möbel auf die Bühne zu stellen", schreibt Philipp Bovermann in der Süddeutschen Zeitung. "Als Mitte des 19. Jahrhunderts Stühle, Tische und nach und nach die ganze Alltagswirklichkeit ins Theater einzogen, anstelle von bemalten Kulissen, da wussten die Schauspieler zunächst kaum, wie ihnen geschah. Nun stellen sich junge Theatermacher eine ähnlich verrückte Frage: Kann man eigentlich auch digitale Räume bespielen?"