Ein Coup

Berlin, 23. Mai 2019. Für Juni erwartet die Berliner Presse eine Entscheidung der Kulturpolitik über die Neubesetzung der Volksbühnen-Intendanz am Rosa-Luxemburg-Platz. Und also läuft sie sich warm beim Vorbringen (vermutlich) aussichtsreicher Kandidat*innen.

Versuchsstation des Weltuntergangs

16. Mai 2019. Seine Dankesrede zur Verleihung des Anton-Wildgans-Literaturpreises der Österreichischen Industrie hat der Schrifsteller Daniel Kehlmann für einen politischen Appell genutzt, wie der Standard meldete.

Theater voll auf Tinder

16. Mai 2019. "Es gibt gute Gründe, das Theater als Unterbrechung der Reflexe des digitalen Verbundenseins zu schätzen. Doch gerade diese Festivalausgabe zeigt, dass das Theater Zustände hervorbringen will, die wir auch von den Plattformen kennen", resümiert Tobi Müller in der Schweizer Wochenzeitung (16.5.2019) die erste Hälfte des Berliner Theatertreffens.

Den Leib finden, der nicht schon da ist

14. Mai 2019. Fabian Hinrichs konstatiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (13.5.2019) eine "durch die immer körperloser gestaltete Arbeits- und Lebenswelt" mächtiger wirkende Verschiebung: "zugunsten eines Zugangs zur Welt durch Begriffe und Erfahrung zulasten eines Zugangs zur Welt durch die Sinne und Wahrnehmung". Er zeigt sich verwundert darüber, dass ein "Theater und damit ein Schauspiel, das in den Interpretationsversuchen von Regie und Dramaturgie seinen Mittelpunkt sucht", als "das Normale", als das "Theater an sich" wahrgenommen werde. Es handele sich um ein Theater, das hinsichtlich "seiner Herstellungsart, seines Schauspielverständnisses und seiner Aufführungswirkung" weitgehend ein "begegnungsloses" und schlimmer noch ein "unkünstlerisches" Theater sei.

Unfreiwillig gegangen?

8. Mai 2019. Das Frank­fur­ter Schau­spiel freut sich zur Spielplan-Präsentation über ein vol­les Haus – aber hin­ter den Ku­lis­sen gibt es Är­ger, schreibt Simon Strauss in der FAZ, weil Inszenierungen von Ulrich Rasche und Luk Perceval abgespielt werden. Und weil Marion Tiedtke geht.

"Die Orestie" in Mossul

13. April 2019. Milo Rau schreibt in einem umfänglichen Text in der taz (13.4.2019) über die "Orestie", die er in Mossul mit belgischen und irakischen Schauspielern inszeniert hat. Wir geben knappe Auszüge.

"Ich würde mitunter auch Menschen vor Wasserwerfern Schutz bieten"

13. April 2019. Der Standard aus Wien veröffentlicht unter der Überschrift "Martin Kušej will Burgtheater zu 'Hort der Opposition' machen" ein langes Gespräch von Margarete Affenzeller und Stephan Hilpold mit dem künftigen Burgtheaterdirektor Martin Kušej (online 12.4.2019, 12. April 2019, 13:00). Es gibt dazu ein kleines Video und unten drunter massenhaft pestige Mails gegen Kušej. Wir geben einige Kernaussagen in Auszügen.