"Symbol palästinensischer Identität"

24. August 2018. Die britische Tageszeitung The Guardian bringt eine ausführliche Reportage über das am 10. August durch einen Luftangriff der israelischen Armee zerstörte Said al-Mishal Kulturzentrum in Gaza Stadt, das auch ein Theater beherbergt. Bei dem Angriff wurde das Gebäude vollständig zerstört, 18 Menschen wurden verletzt.

Was auf dem Spiel steht

22. September 2018. Der Kölner Professor für Theaterwissenschaft Peter W. Marx beschäftigt sich in der taz (22.8.2018) mit der Absage der beiden Produktionen "SLĀV" und "Kanata" des kanadischen Regisseurs Robert Lepage. Die Produktionen waren kritisiert worden, weil sie zwar von Sklaverei bzw. der Unterdrückung indigener Bevölkerung handelten, aber nur oder fast nur von Weißen gespielt würden, wodurch die Produktion die Marginalisierung der indigenen Künstler*innen fortsetze.

Abschaffen!

18. August 2018. Die Debatte um Stefanie Carps Ruhrtriennale reißt nicht ab. Nun fordert Manuel Brug in der Welt (17.8.2018) sogar die Abschaffung des Festivals. Allerdings nicht wegen Carp. Die Ruhrtriennale selbst sei "längst überflüssig".

"Ich würde es nicht Angst nennen"

9. August 2018. Im Interview mit der Süddeutsche Zeitung äußert sich Stefanie Carp zur Debatte um ihr Krisenmanagement in der Debatte um die Einladung der Band "Young Fathers" – Unterstützer der israelkritischen Kampagne BDS. (Wir berichteten.) Carp weist Kritik an der Einladung der Gruppe zurück.

Andere Mehrheiten

7. August 2018. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht hat unter der Überschrift "Aufstehen" eine Sammlungsbewegung für die aus ihrer Sicht zersplitterte Linke ins Leben gerufen. Vorsitzender des in Gründung begriffenen Trägervereins ist der Dramaturg Bernd Stegemann, Professor für Theatergeschichte an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Innerhalb von zwei Tagen hat die Bewegung Informationen von Zeit-Online zufolge bereits 36.000 Untrerstützer*innen gewinnen können. U.a. in der in Oldenburg erscheinenden Nord-West-Zeitung haben Wagenknecht und Stegemann nun ein kleines Manifest veröffentlicht.

"Eine katastrophale Doktrin"

5. August 2018. Zwei Inszenierungen des kanadischen Regisseurs Robert Lepage wurden kurzfristig abgesetzt. Es handelt sich um die Arbeiten "Kanata" und "SLAV". In ersterer geht es um den Umgang Kanadas mit seinen Ureinwohnern. "SLAV" beschreibt die FAZ (3.8.2018) als musikalische Erinnerung an die Zeit afroamerikanischer Sklavenarbeit. Die Inszenierung stand schon vor einem Monat in der Kritik. Wir berichteten.

Fehlt das Engagement?

1. August 2018. Kulturstaatsministerin Monika Grütters habe sich in den letzten Jahren "stark der Frage der Frauen in Kultur und Medien angenommen" und viel Lob dafür geerntet, schreibt Petra Kohse in der Berliner Zeitung. Jetzt aber sei die Frage, wie ernst sie es mit diesem Engagement eigentlich in Wirklichkeit meine.