Where future curation is headed

by Percy Zvomuya

July 1, 2021. On 21 June 1976, only days after apartheid police killed defenseless school children engaged in demonstrations, the Market Theatre opened its doors. The protest, whose epicenter was Soweto, the black ghetto near Johannesburg, was triggered by the racist Nationalist government’s imposition of the Afrikaans language on their school curriculum. The official death toll is 176 pupils, although some estimates suggest that up to 700 students could have been murdered.

Der Spielplan der Zukunft

von Percy Zvomuya

1. Juli 2021. Eröffnet wurde das Market Theatre in Johannesburg am 21. Juni 1976, nur wenige Tage nachdem die Apartheids-Polizei demonstrierende Schulkinder ermordet hatte. In Soweto, dem schwarzen Ghetto in der Nähe von Johannesburg, hatten die Schüler:innen gegen die Einführung von Afrikaans statt Englisch als Unterrichtssprache protestiert. Durch die Sprache der weißen Machtelite sahen sie ihre Chancen in einem rassistischen Bildungssystem gemindert. Auf ihren friedlichen Protest reagierte die nationalistische Regierung mit Gewalt. Offizielle Zahlen nennen 176 toten Schüler:innen, manche schätzen jedoch, dass bis zu 700 Schüler:innen getötet wurden.

Vertrackte Theatralitäten

von Leonardo Flamia

15. Juni 2021. Besonders betroffen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, waren die Reaktionen des Theaters in Uruguay auf die Einschränkung vielfältig. Einerseits forderten verschiedene Gruppen und Vereinigungen vom Staat eine materielle Entschädigung dafür, nicht arbeiten zu dürfen, was in einer Reihe von Initiativen im öffentlichen Raum resultierte. Andererseits experimentierten viele Theatermacher:innen damit, ihre künstlerische Arbeit an die technischen Möglichkeiten anzupassen. Ein besonders gutes Beispiel war hier die Sala Verdi, ein städtischer Kulturort in Montevideo, der verschiedene Arten künstlerischer Antworten auf die Pandemie förderte und produzierte.

Kunst ist die Mission

von Natasha Tripney

29. Mai 2021. Nach fünf Monaten Live-Streams und digitalem Theater durfte ich letzte Woche endlich wieder einmal Teil eines klassischen Publikums sein – im Bush Theatre in London. Obwohl die Zuschauerzahl stark reduziert war und alle Masken trugen, tat das der Begeisterung der Leute keinen Abbruch, ihrer offensichtlichen Freude, wieder zusammenkommen zu können. Als vor Beginn der Vorstellung die Telefon-bitte-ausschalten-Ansage abgespielt wurde, jubelten die Zuschauer*innen.

Art Is The Mission

by Natasha Tripney

May 29, 2021. Last week, after five months of live streams and digital theatre I got to be part of an audience once more at the Bush Theatre in west London. Though the numbers were greately reduced and everyone was masked, it didn’t dilute people’s excitement, their evident pleasure to be able to gather again. When the recorded pre-show announcement was played, people cheered.

Empowerment aus der Spielkonsole

von Sarah Fartuun Heinze

New York, 7. Mai 2021. "EVERYONE should be a feminist, not just women and girls!" So sagt es Audre Lorde einmal in dieser Inszenierung. Ja, DIE Audre Lorde: black, lesbian, feminist, mother, warrior. Dichterin, Theoretikerin und Aktivistin. Wir begegnen im "Black Feminist Video Game" der New Yorker Theatermacher*innen "The Civilians" einer 8-Bit-Version von ihr.

Furcht verwandeln

von Nora Amin

29. April 2021. In der globalen Geschichte der Performance wird das Jahr 2020 in Erinnerung bleiben als das Jahr der Erkenntnis, dass wir nur überleben, wenn wir uns verändern. Obwohl die Geschichte der Menschheit seit jeher von Veränderung bestimmt ist, war es doch eine neue Einsicht für uns, Transformation im täglichen Leben praktizieren zu müssen. Theatermacher*innen und Tänzer*innen weltweit mussten vermitteln, dass Kunst und Kultur zum menschlichen Immunsystem beitragen und dass es innovative Wege geben muss, an ihnen festzuhalten, um so an der Essenz der Menschlichkeit und Lebhaftigkeit festhalten zu können.

Reversing Fear

by Nora Amin

April 29, 2021. In the global memory of performance, the year 2020 will be remembered as the year when we discovered that to survive, we must transform. Although a clear fact throughout the history of humanity, transformation re-emerged as a new realisation and a new practise that has to be developed on a daily basis. For theatre and dance artists around the world, it was necessary to convey the message that arts and culture contribute to the humane immunity system, that there must be innovative ways of holding on to them so as to hold on to the essence of our humanness and livelihood.

Neues Publikum

von Javier Ibacache

29. März 2021. Als der Ausbruch des Coronavirus Mitte März 2020 zu einer Pandemie erklärt wurde, waren Theater in Chile – wie in den meisten anderen Lateinamerikanischen Ländern auch – dazu gezwungen, zu schließen. Premieren wurden aufgeschoben, Projekte abgesagt und Vorstellungen verlegt – all das mit der Erwartung, in nicht allzu langer Zeit die Arbeit wieder aufnehmen zu können.

A Season On The Screen

By Javier Ibacache 

March 29, 2021. Companies and theaters in Chile have turned to the screen during the Covid-19 pandemic to show online a wide array of artistic works and experiments. The transition was not free of discussion about how to name the new pieces and whether or not they warranted 'theatrical status.' This concern does not seem to bother the audience as it has been exposed to an overwhelming digital flood of performances, talks, forums, debates and workshops.