Vom Ende der Lieblingssongs

15. Januar 2020. Es ist gute Gepflogenheit geworden: Viele Theaterinszenierungen unserer Tage setzen auf Live-Musik. Eine sichere Bank für Musiker – aber künstlerisch wirklich immer sinnvoll und nötig? Im Gespräch mit dem Volksbühnen-Musiker Sir Henry fragen Susanne Burkhardt und Elena Philipp, was Musik für die Bühne sein kann und sein sollte.

Wählen Sie die Inszenierungen des Jahres!

15. Januar 2020. Dies ist die Vorschlagsliste mit 45 Inszenierungen, die von den nachtkritik.de-Korrespondent*innen und -Redakteur*innen als die wichtigsten der letzten zwölf Monate nominiert wurden.

Bis zum 21. Januar 2020 um 24 Uhr können Sie ihre Stimme(n) für 1 bis 10 Inszenierungen dieser Liste abgeben. Die zehn am häufigsten gewählten Produktionen werden gelobt und gepriesen und bilden die Auswahl des virtuellen nachtkritik-Theatertreffens 2020. Das Ergebnis veröffentlichen wir am 23. Januar 2020.

Eine schwarze Null und Basta?

von Alexander Jürgs

7. Januar 2020. In der Theaterlandschaft im Rhein-Main-Gebiet knirscht es gerade gewaltig. Das Staatstheater Darmstadt steckt in einer Führungskrise und in wirtschaftlicher Schieflage, musste sich nach einem Streit zwischen Intendanten und Geschäftsführer eine Haushaltssperre verordnen. Das Schauspiel Frankfurt befindet sich in einer Qualitätskrise, die ein hitziger Hahnenkampf zwischen dem Intendanten und dem Regisseur Ulrich Rasche öffentlich gemacht hatte. Und auch am Staatstheater in Wiesbaden hing im Herbst der Haussegen schief. Von einer erhöhten Arbeitsbelastung, Überstunden und schlechter Stimmung war die Rede. Die regionale Tageszeitung "Wiesbadener Kurier" schrieb im November über den Konflikt. Doch die, die sich gegenüber dem Blatt über den Intendanten Uwe Eric Laufenberg beklagten, wollten anonym bleiben.

Stürme der Entrüstung

30. Dezember 2019. Designierte und amtierende Theaterleiter werden gestürzt. Das Ringen um Machtverhältnisse, Diversität und Geschlechtergerechtigkeit auf und hinter den Bühnen dauert an. Leuchtturm-Intendanzen in Wien und Zürich starten, andere prominente Direktionen werden besetzt. Die Klimakrise lässt sich nicht mehr weggleugnen. Und es gilt, Abschied von großen Theatermachern zu nehmen: Bruno Ganz und Johan Kresnik. Das war das Theaterjahr 2019.