Das Twitter-Quartett

17. April 2017. Jetzt auf vielfachen Wunsch endlich im nachtkritik.de – Fanshop: Das Twitterquartett zum Sammeln und Zocken. Die ersten sechs Karten gibt es als Ostergeschenk kostenlos hier zum Download. Einfach ausdrucken, ausschneiden und losspielen!

Der Informierte Künstler

von Thomas Schmidt

Diese Ersetzung der Macht des Einzelnen durch die der Gemeinschaft ist der entscheidende kulturelle Schritt.
(Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930)

 

Themen: Zukunftsfonds statt Fusionen | Zentrale Rolle des Ensembles | Der Informierte Künstler | Das Drei-Stufenmodell der Mitbestimmung | Überspielhonorare | Einheitstarifvertrag | Nicht-Verlängerungs-Sperre bei Intendantenwechsel | Drei-Gliedriges Gagensystem

 

3. April 2017. Im ersten Beitrag der von nachtkritik.de maßgeblich gestalteten Stadttheaterdebatte hat Matthias von Hartz die Frage aufgeworfen, ob dem Stadttheater noch zu helfen sei? (11/2011) Seitdem ist viel passiert. Das ensemble-netzwerk hat sich gegründet und zwingt die großen Player (Bühnenverein, Gewerkschaft) zu ernsthaften Gesprächen; Art but Fair arbeitet an einer neuen Arbeitsethik, und die Dramaturgische Gesellschaft überrascht gemeinsam mit dem ensemble-netzwerk mit gelungenen Lobby-Initiativen (40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten). Zuletzt haben Harald Wolff, Stephanie Gräve/Jonas Zipf, Christian Rakow und Marcel Klett in ihren Debattenbeiträgen das Theater, das Ensemble und neue Leitungsformen auf deren Zukunftsfähigkeit geprüft.

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Im Zeichen der Hyäne

von Theresa Luise Gindlstrasser

Wien, 30. März 2017. Etwa 30 Frauen sind es. Stehen vor der Rampe der Universität Wien. Tragen rote Kopfbedeckungen und Jacken mit Hyänen-Sujet. Es ist der 5. Oktober 2016 und die Burschenschaft Hysteria tritt beim "Coleurbummel" der schlagenden Studentenverbindungen auf. Präsenz zeigen, Raum für sich reklamieren, das ist es, was die Burschenschaften mit ihren Verbindungsfarben-Schärpen beim wöchentlichen "Spaziergang" vor der Wiener Uni tun. Dass sich eine Gruppe von Frauen "Burschenschaft" nennt, beim Herbstbummel denselben Raum für sich reklamiert, dabei aber eine ganz andere Art von Präsenz zeigt, ist erstens neu und zweitens zähnefletschend. Oder wie es die Hysteria selbst formuliert: "Die Burschenschaft weist dem Vertreter einer neumodischen Herren-Burschenschaft den rechten Weg – und dieser kann nur zurück an den Herd führen!"