Wie es ist

von Elmar Goerden

Bochum, 30. Mai 2008. Die Entscheidung war schwer. Die Gründe sind einfach, wiegen darum aber nicht weniger schwer. Die Personalie Goerden wirft einen zunehmend großen Schatten auf das Bochumer Schauspielhaus. Weder der Intendant noch der Regisseur werden seinem künstlerischen Ruf gerecht. Im Gegenteil, meine Arbeit schadet augenscheinlich der Reputation der Theaterstadt Bochum. Ich muss Sie von diesem Befund nicht erst überzeugen, stammt er doch größtenteils von Ihnen. Ich bin lang genug am Theater, um zu wissen, dass Kritik und Objektivität zweierlei sind.

Stockhausens Schrei

von Joachim Lux

7. Mai 2008. Theater ohne Autoren: Ist die Zukunft dramatisch? – Die Frage klingt schon wieder nach Krise, Untergang und Waldsterben. Keine Angst und auch keine Hoffnung: ich mache hier nicht die Kassandra für den angeblich oder wirklich vom Untergang bedrohten Autor. Im Gegenteil: ich möchte aufräumen und die Fenster aufreißen. Denn die Debatte um das Theater und seine angeblich immerwährenden Krisen ist weitaus verblödeter als das Theater in seinen Hervorbringungen. Sie klebt immer noch an Vorgestern. Die Klischees, mit denen Theaterleute und ihre sich antilobbyistisch gerierende kritische Lobby gern hantieren, ermüden seit langem.

Lebensvollzug als Kunstvollzug

von Wolfgang Behrens

Halle, 26. April 2008. Man kennt diese Bilder. Sie stammen von Musikern, Sängern, Schauspielern oder Regisseuren, die plötzlich entdecken, dass ihre Kreativität noch gar nicht ausgelastet ist. Und dann dilettieren sie in Aquarellfarben und lassen beglückt ihre Mitwelt an den meist gar nicht so beglückenden Ergebnissen teilhaben. Bei Einar Schleef, dem in erster Linie als "Regietitan" zu Ruhm Gekommenen, liegt der Fall entschieden anders.

Nische oder Netiquette!

von Andreas Horbelt

2. April 2008. Ein berühmter Cartoon aus dem Magazin The New Yorker, schon 1993 erschienen, zeigt zwei Hunde vor einem Computer. Der eine sagt zum anderen: "On the internet, nobody knows you're a dog."