Die nachtkritik-Redaktion empfiehlt


  Buch   CD
         
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Wolfgang Behrens
 

Hans Neuenfels: Das Bastardbuch,
C. Bertelsmann, München 2011.

  Johannes Brahms: Händel-Variationen op. 24 (+ op. 79, op. 118 und op. 119), Murray Perahia (Klavier), Sony Music 2010.
         
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Sophie Diesselhorst
 

Felix Hartlaub: Kriegsaufzeichnungen aus Paris, Suhrkamp, Berlin 2011.

  Tom Waits: Bad As Me.
         
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Simone Kaempf
 

Rafael Horzon: Das weisse Buch, Suhrkamp, Berlin 2010. Ein lustiges Berlin-Buch für westdeutsche Verwandte.

 

Miles Davis: "1986-1991. The Warner Years", Kraftwerk: "Computerwelt" und auch Blondies 80er-Revival ist nicht so schlecht.

         

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Georg Kasch

 

Wolfgang Herrndorf: Tschick, Rowohlt, Berlin 2010.

  Antony and the Johnsons: The Crying Light (2009).
         
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Nikolaus Merck
 

Esther Slevogt: Wolfgang Langhoff. Ein deutsches Künstlerleben im 20. Jahrhundert, Köln 2011.

 

Immer wieder, immer wieder: Blonde on Blonde von Bob Dylan,
2 CD, 1966.

         
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Anne Peter
 

André Gorz: Brief an D. Geschichte einer Liebe. Rotpunktverlag, Zürich 2007;
Barbara Honigmann: Bilder von A., Carl Hanser Verlag, 2011

 

Auch nach zehn Jahren noch gut für dunkle Tage:
Nick Cave and the Bad Seeds: No More Shall We Part, 2001.

         
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Dirk Pilz
  Inger Christensen: Das Schmetterlingstal. Ein Requiem. Suhrkamp, Berlin 2011.  
Kleist. Ein Lebensmonolog aus den Briefen. 2 CDs. Ulrich Matthes und Hermann Beil. Noanoa Verlag 2006.
         
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Christian Rakow
 

Kein Buch, sondern ein fantastisch erzähltes Computerspiel: The Moment of Silence, Story von Martin Ganteföhr, House of Tales, 2004.

 

Joan As Police Woman: Nervous (Single).

The Strokes: Angles (Album).

         
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Esther Slevogt
  Sybille Lewitscharoff: Blumenberg, Suhrkamp, Berlin 2011.  

Philipp Glass: Violin Concerto No. 2 "The American Four Seasons", Orange Mountain Music, 2010.

         

  DVD/Film   Für Kinder
         
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Wolfgang Behrens
 

Annekatrin Hendel: Vaterlandsverräter (2011). Ein Film über den Schriftsteller, Dramatiker und Stasi-Spitzel Paul Gratzik.

  Wolf Erlbruch: Kinderzimmer-Kalender 2012 (wobei mich der Verdacht beschleicht, dass sich die Erwachsenen diesen Kalender jedes Jahr selbst schenken).
         
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Sophie Diesselhorst
 

DVD: Wendy and Lucy
Kino: Meek's Cutoff
(beide von Kelly Reichardt).

  Blexbolex: Leute, Jacoby & Stuart 2008 (Buch).
         
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Simone Kaempf
 

Lars von Triers: Melancholia. Ein Lichtblick in trüben Wintertagen.

 

Zauberwürfel

         

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Georg Kasch
  Tom Tykwer: Drei (2010).   Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und ... (alle drei Bände, Carlsen Verlag 2008-2011).
         
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Nikolaus Merck
 

George Harrison: Living in the material world, von Martin Scorsese.

 

Der unvergessene Fritz Wunderlich, 5er CD-Box, Deutsche Grammophon zum 80. Geburtstag Wunderlichs 2010.

         
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Anne Peter
 

Wer dem Sog erliegt, kann's in der Weihnachtspause schaffen:
David Lynch: Twin Peaks – Definitive Gold Box Edition (10 DVDs).

 

Was ist das? – Finde die Tiere im Alltag (Memory-Spiel ab 6 Jahren von Antje Damm, MeterMorphosen); Wizard (Kartenspiel ab 10 Jahren von Franz Vohwinkel, Amigo)

         
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Dirk Pilz
 

Kein Film, eine CD:

J. S. Bach: Ich hatte viel Bekümmernis. BWV 21. La Capelle Royal/Collegium Vocale/Philippe Herreweghe. Harmonia Mundi 2002.

  Monika Speck: Es geht ein Bär im Wald herum. Tiergedichte für Kinder. Urachhaus Verlag 2007.
         
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Christian Rakow
  Miranda July: The Future   Radau!, nach dem Hörspiel von Walter Benjamin, Regie: Thomas Fiedler, Theater an der Parkaue.
         
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Esther Slevogt
  Alexander Sokurov: Faust (2011).  

Die Carrerabahn Digital 132.

         

  Für Konservative
  Für Fortschrittliche
         
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Wolfgang Behrens
 

Ein Wahlabonnement im Berliner Ensemble.

  Béla Tarr: A Torinói ló (The Turin Horse; Film, 2011). Vielleicht auch etwas für Konservative, jedenfalls 2011 einer der stärksten Kunsteindrücke überhaupt.
         
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Sophie Diesselhorst
 

Martin Gayford: Man With a Blue Scarf: On Sitting for a Portrait by Lucian Freud, Thames & Hudson 2010 (dt. Piet Meyer Verlag 2011). Da geht es auch ums Konservieren.

 

Wie wär's mit einem schönen Spazierstock?

         
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Simone Kaempf
  Federmäppchen  

Ein ideologischer Befreiungsschlag fürs Leben nördlich der Alpen: Erwin Seitz: Die Verfeinerung der Deutschen. Eine andere Kulturgeschichte, Insel Verlag 2011.

         

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Georg Kasch
  Nordmanntanne mit echten Kerzen.   Die lustige Schrotttanne am Berliner Breitscheidplatz, über die sich alle aufregen.
         
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Nikolaus Merck
 

Ich bin kein Papagei. Gert Voss – Eine Theaterreise, aufgezeichnet von Ursula Voss, Styria Verlag 2011.

 

         
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Anne Peter
 

Die Strick-Seiten von DaWanda

 

Eine Nacht mit Vegard Vinge, Ida Müller und John Gabriel Borkman im Volksbühnen-Prater

         
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Dirk Pilz
  Homer: Ilias. Übersetzt von Johann Heinrich Voß. Artemis & Winkler, 2001   Homer: Ilias. Übertragen von Raoul Schrott. Hanser 2008
         
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Christian Rakow
  Wilhelm Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse. Berlin 1857.   Detlev von Liliencron: Der Mäcen. Leipzig 1889.
         
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Esther Slevogt
  Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Hamburg, 1867.  

Alien (Eau de Parfum von Thierry Mugler).

Was aber ist mit all dem Ungesagten?

von Maja Weber

Osnabrück, 6. Dezember 2008. Theater im Dunkeln – nur hören? Die Idee des experimentellen Theaterensembles Limited Blindness fand am 3. September dieses Jahres in Kiel viel Beachtung: der Kieler Matrosenaufstand von 1918 war mit originalen Tagebucheinträgen, Zeitzeugenberichten und Archivmaterial inszeniert und in völliger Dunkelheit im Kieler Flandernbunker aufgeführt worden.

Wir Jury, Du Künstler

Zürich, 23. November 2008


Liebe Damen und Herren vom Festival "Politik im Freien Theater",
Liebe Jury,
Liebe Bundeszentrale für politische Bildung,

Wir gingen immer davon aus, dass dem Festival oder der Behörde diese unscharfe Formulierung mit "der besten" Produktion unabsichtlich geschehen ist und wie gesagt wollen wir mit unserem Rückzug das Profil des tollen Festivals schärfen helfen und wollten auch niemanden persönlich angreifen oder kränken. Die Polemik war in diesem Falle wirklich nicht unser Anliegen. Die Polemik kommt nun aber von Seiten der Jury, die wir ja gar nicht wirklich eingeschlossen haben in die Kritik und deren fachliche Kompetenz und Unabhängigkeit wir auch nie bestritten haben. Wir haben höchstens ihre Funktion in Frage gestellt, aber nie ihre intellektuelle Potenz.

Flughilfe fürs hässliche Entlein

von Christian Rakow

21. November 2008. "Theater muss wie Fußball sein", hieß es einmal vor Jahren anlässlich eines Kritiker-Turniers an der Schaubühne Berlin. Was das bedeuten kann, macht gerade der Bochumer Kulturdezernent Michael Townsend deutlich. Da beobachtet man in Bochum recht gelassen drei Spielzeiten lang den forschen Auftritt eines Aufsteigers aus der Nachbarstadt: des Grillo-Theaters Essen. Und als das eigene Flagschiff, das auf Champions League abonnierte Bochumer Schauspielhaus, droht, aus den oberen Tabellenrängen abzurutschen, schlägt man zu und kauft sich den Spielmacher des Underdogs ein: den Essener Schauspielintendanten Anselm Weber. Der FC-Bayern-Effekt hat das Bochumer Schauspielhaus erfasst.