Ha!

29. Januar 2009. Im aktuellen Heft von Theater Heute (02/09) schreibt Falk Richter die Gegenkritik, gewidmet allen Kritikern seiner Kabale und Liebe-Inszenierung vom Dezember 08 an der Schaubühne zu Berlin. Richter schreibt: "Ein Blick auf den Stapel, der mittlerweile per Kurier hier eingetroffen ist: 45 Kritiken, soll ich die jetzt alle lesen? O Gott! Nein! Dann häng ich wieder nächtelang auf nachtkritik.de rum und schreibe unter 25 verschiedenen Decknamen Lobeshymnen auf mich selbst und Hassattacken gegen alle und jeden, bis ich irgendwann um 6 Uhr morgens erschöpft zusammenbreche ..." Ha! Genosse Falk, wussten wir's doch, Sie waren das also!


(jnm)


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Lilith Stangenberg!

23. Januar 2009. Eigentlich wollte ich es lassen. Es wirkt immer ein bisschen seltsam und, naja, missverständlich, schwärmt man als Mann von einer Schauspielerin. Machen wir uns nichts vor. Aber bitte!, es wird doch wohl noch möglich sein, seiner Verblüffung und Bewunderung Ausdruck zu geben.

Wer zu spät kommt, den bestraft die Perspektive

17. Januar 2009. Die Technikebene 2.0 wäre noch eine Möglichkeit gewesen. Allerdings war die Perspektive unmöglich: Zuschauer, die wie mit dem Lineal gezogen im Quadrat saßen, eine seltsame Ordnung aus Köpfen und Gliedmaßen, in der Mitte etwas wie ein riesiger Pilz, unter dessen Schirm nun der halbe Alexander Gamnitzer hervor ragte, bestehend aus Beinen und etwas Bauch, dazu seine erregte Stimme. Von oben machte das Ganze den Eindruck, als würde ich aus dem vierten Stock eines Hauses in eine Gasse hinunter schauen, in der Theater unter einem Sonnenschirm gespielt wird.

Mein Faust oder dein Faust?

17. Januar 2009. "Urfaust" gestern in Hamburg, Thalia Theater. Pause nach anderthalb Stunden. Die Raucher stehen draußen vor der Tür. Kalt ist's, die Mützen sind tief ins Gesicht gezogen. Die Mütze von Michael Thalheimer geht fast bis an den Rand seiner Brille. Er raucht, und er schimpft. Über den Urfaust von Andreas Kriegenburg. "Ich bin von den Socken!" ist durch die Hamburger Winterluft zu hören. Und soll, schnappen wir noch auf, dieses Psycho-Zeugs etwa an David Lynch erinnern? Thalheimer meint vermutlich, dass sich Mephisto bei Kriegenburg vom weißen Lemming in einen fiesen Grinse-Clown verwandelt.