Unvorstellbare Gefahr

22. August 2021. Schon in den letzten Jahren wurde die Situation für das Theater in Afghanistan immer schwieriger. Wir haben mit einem Theatermacher aus Kabul gesprochen, der seinen Namen nicht nennen will, um seine in Afghanistan zurückgebliebene Familie nicht zu gefährden. Er hat das Land schon vor einigen Jahren verlassen, weil seine Theaterarbeit nur noch unter Lebensgefahr möglich war. Esther Slevogt hat ihn zur Situation befragt.

Was können Medien heute kulturjournalistisch noch leisten?  Oder: Wir müssen reden!

von Petra Kohse

Berlin, 18. August 2021. Wenn das freie Theater anruft und sagt: "Hast du Zeit? Wir müssen reden!", dann ahnt der Kulturjournalismus, was die Stunde geschlagen hat. Beziehungsweise, dass dieselbe der Wahrheit gekommen ist. Denn ja, es stimmt: Das freie Theater kommt im kulturjournalistischen Tagesgeschäft kaum noch vor. Also eigentlich: nicht. Im Sinne einer kontinuierlichen Berichterstattung kommt es nicht mehr vor.

Ein Paternoster der Kritikkritik

von Luna Ali

Berlin, 18. August 2021.

1 In jeder Wiederholung liegt ein Anfang

In seinem Text "Kritik als Berufsstörung" schreibt Kurt Tucholsky unter seinem Pseudonym Peter Panter die folgenden Worte: "Doch sind wir leider so weit gediehen, daß Kritik nur noch als Berufsförderung oder Berufsstörung angesehen wird, und so wird denn auch der Kritiker gewertet. Lobt er, ist er für den Belobten ein großer und bedeutender Kritiker; tadelt er, so ist er für den Getadelten ein Ignorant und taugt nichts."

Alleskönner:innen

10. August 2021. Dramaturg:innen machen am Theater alles: Stücke lesen, Themen für die Spielzeit setzen, Proben begleiten, Publikumsgespräche moderieren. Sie kommunizieren, nach innen wie nach außen, und erinnern immer mal wieder daran, dass Theater für ein Publikum entsteht. Ihr Beruf hat sich verändert. Waren sie früher vor allem Anwält:innen der Literatur, sind sie heute vor allem Manager:innen einer Produktion.