Geld auch für Freie

Berlin, 20. Januar 2021. Um die wirtschaftliche Notlage in der Corona-Pandemie auszugleichen, hat das deutsche Bundesfinanzministerium die Überbrückungshilfe III aufgesetzt, die auch für den Kulturbereich Neuerungen beinhaltet.

"Wir beide" gewinnt

20. Januar 2021. Barbara Sukowa gewinnt als erste deutsche Schauspielerin den französischen Filmpreis Prix Lumière. Wie der WDR meldet, erhielt sie die Auszeichnung für ihre Rolle in Filippo Meneghettis Streifen "Wir beide", gemeinsam mit ihrer französischen Filmpartnerin Martine Chevallier. In dem Drama geht es um die geheime Liebesbeziehung von zwei älteren Frauen. Der Film ist Meneghettis Debütwerk und brachte ihm als Regisseur ebenfalls den Prix Lumière ein.

Überbrückungshilfen in der Pandemie

20. Januar 2021. Die österreichische Regierung stockt die Überbrückungsfinanzierung in der Corona-Pandemie für freischaffende Künstlerinnen und Künstler auf, meldet der Standard. Die Überbrückungsfinanzierung bei der Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) wird von 110 auf 120 Millionen Euro erhöht, der Covid-19-Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF) von 20 auf 40 Millionen Euro verdoppelt.

Der Lappen bleibt unten

20. Januar 2021. Die deutsche Bundesregierung hat sich mit den Ländern auf eine Verlängerung des bestehenden Lockdowns bis zum 14. Februar verständigt. Damit bleiben auch alle Theater mindestens bis zu diesem Datum geschlossen.

So weit wie möglich zurückfordern

St. Pölten / Wien, 19. Januar 2021. Der österreichische Bundesrechnungshof kritisiert die finanzielle Förderung der Festspiele Reichenau durch das Land Niederösterreich. Wie der Kurier berichtet,  legt ein Rohbericht des Bundesrechnungshofes dem Land Niederösterreich nahe, gezahlte Förderungen von 462.000 Euro "so weit rückwirkend wie möglich zurückzufordern", weil das Vergaberecht nicht eingehalten worden sei. Außerdem solle das Land die Festspiele anschließend nicht mehr fördern.

Autor Olivier Choinière, die Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel und Franziska Baur sind die Preisträger*innen

Saarbrücken, 15. Januar 2021. Die Preise des 14. Festival Primeurs für französischsprachige Dramatik sind vergeben. Der kanadische Schriftsteller Olivier Choinière erhält den mit 3.000 Euro dotierten Autor*innenpreis für "Manifest der Jungen Frau" (Manifeste de la Jeune-Fille). "Das Stück (…) vermittelt eine Vorstellung von der Ratlosigkeit der gegenwärtigen Welt – ohne in die Unverbindlichkeit des Surrealen abzugleiten", so die Jury. Den mit 1.000 Euro dotierten Übersetzer*innenpreis teilen sich Heinrich Schmidt-Henkel (für die Übersetzung von "Manifest der Jungen Frau") und Franziska Baur (für ihre Übertragung von Tiphaine Raffiers "Phantomschmerz" / "France Fantôme").

Zur Stärkung kultureller Teilhabe

15. Januar 2021. Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt 2021 bundesweit sechs neue Modellprojekte im Rahmen des Förderprogramms "Kulturelle Vermittlung und Integration", teilt die Pressestelle der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit. Ziel der Förderung sei die Entwicklung nachhaltiger Vorhaben im Bereich der kulturellen Vermittlung, Integration, Inklusion und Diversitätsentwicklung weiter voranzutreiben.

Beratung, Qualifizierung und Vernetzung

15. Januar 2021. Birte Werner wird Leiterin des neuen Kompetenzzentrums Kulturelle Bildung und Vermittlung Baden-Württemberg. Das gibt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart bekannt. Mit dem neuen Kompetenzzentrum will Baden-Württemberg ein Zeichen setzen für kulturelle Teilhabe, heißt es in der Pressemitteilung.

Nicht vor Frühjahr

14. Januar 2021. Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen mit dem Corona-Virus beschließen immer mehr Bundesländer die Verlängerung der Theaterschließungen bis in die Osterzeit 2021. Die Schweiz hat den Lockdown für Kultureinrichtungen bis Ende Februar 2021 verlängert.

Planungssicherheit

Berlin, 14. Januar 2021. Die Theater- und Opernhäuser in Berlin bleiben noch bis Ostern 2021 geschlossen, also bis zum ersten April-Wochenende. Wie der RBB meldet, habe man sich bei einer internen Besprechung mit Kultursenator Lederer und den Intendant*innen der staatlichen und privaten Bühnen verständigt.