Leiden am Verlust des Vaters

Berlin, 17. Februar 2019. Die Filmemacherin Angela Schanelec erhält den Silbernen Bären der diesjährigen Berlinale für ihren Film "Ich war zuhause, aber".

Der Größte seiner Generation

16. Februar 2019. Der Schauspieler Bruno Ganz ist vergangene Nacht im Alter von 77 Jahren in seinem Wohnhaus in Zürich verstorben. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Bruno Ganz gehörte in Film und Theater zu den herausragenden Künstlern unserer Zeit. Seit 1996 war er Träger des Iffland-Rings, der vom jeweiligen Träger testamentarisch an den seiner Meinung nach "bedeutendsten und würdigsten Bühnenkünstler des deutschsprachigen Theaters" auf Lebenszeit verliehen wird.

Totgesagte leben länger

15. Januar 2019. Seit zwei Tagen ist ZDF.kultur wiederbelebt: nicht mehr als Fernsehsender, sondern als neues Onlineangebot in der ZDF Mediathek. Ursprünglich war ZDF.kultur ein aus dem Theaterkanal entstandener, von 2011 bis 2016 existierender Fernsehkanal und Teil des digitalen Fernsehprogramm-Angebots, wurde aber 2016 eingestellt.

Kante zeigen

15. Februar 2019. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) hat eine neue Broschüre veröffentlicht, die Tipps  für den "Umgang mit dem Kulturkampf von rechts" gibt. Präsentiert wurde diese gestern im Deutschen Theater Berlin (DT) von Projektleiterin Bianca Klose gemeinsam mit dem Berliner Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer und Ulrich Khuon, Intendant des DT und Präsident des Deutschen Bühnenvereins. "Alles nur Theater?", so der Titel der Broschüre, versammelt auf 38 Seiten konkrete Tipps zum Umgang beispielsweise mit rechten Veranstaltungsstörungen, öffentlichen Provokationen, Drohungen oder parlamentarischen Anfragen.

Die Kunstfreiheit werde infrage gestellt: "Rechstpopulist_innen sprechen von der 'Entsiffung des Kulturbetriebes', fordern die Streichung der Gelder für politisch missliebige staatlich finanzierte Kultureinrichtungen und pochen stattdessen auf eine 'deutsche Leitkultur'. Der Kulturkampf von rechts findet nicht in ferner Zukunft statt – er ist bereits in vollem Gange", heißt es in der Handreichung. Die sehr lesensewrte Schrift ordnet die aktuellen Geschehnisse historisch ein und lotet die Hintergründe und Motive dieses "Kulturkampfes" aus. Es handele sich hier weniger um eine Revolution als um eine "konformistische Revolte". "Er [der Kulturkampf] bricht gerade nicht radikal mit bestimmten Vorstellungen und Vorurteilen und ihrer Tradition oder sucht nach neuen sozialen oder kulturellen Formen. Es werden im Gegenteil Ansichten und Ressentiments aus der so genannten Mitte der Gesellschaft radikalisiert und bedient." Die Techniken des 'Kulturkampfes von rechts' werden analysiert, Herausforderungen für den – mitunter unter Druck geratenden – demokratischen Kulturbetrieb genannt und Handlungsempfehlungen ausgesprochen, darunter selbstbewusste Kommunikation und Wachsamkeit. Eine Handreichungen für Museen und Gedenkstätten soll folgen.

(MBR/eb)

Bedeutender Beitrag

14. Februar 2019. Der mit 15.000 Euro dotierte Gustaf-Gründgens-Preis 2019 geht an den Schauspieler und Buchautor Joachim Meyerhoff.

Die Top 8 der Neuen Dramatik

Mülheim, 14. Februar 2019. Die Nominierungen für den Mülheimer Dramatikerpreis und den Kinderstückepreis 2019 sind bekanntgegeben. Folgende Autor*innen konkurrieren um den mit 15 000 Euro dotierten Dramatikerpreis:

Geschäftsführer gefeuert

Kiel, 14. Februar 2019. Wie die Kieler Nachrichten berichten, hat sich das Theater Kiel mit sofortiger Wirkung von seinem kaufmännischen Direktor Thomas Heskia getrennt. Heskia ist schon seit Dezember freigestellt gewesen. Nun bestätigte der Hauptausschuss der Ratsversammlung seine Abberufung.

Die Besten aus rund 220 Produktionen

14. Februar 2019. Die Einladungen für das 6. Schweizer Theatertreffen, das vom 22. bis 26. Mai 2019 im Wallis stattfinden wird, stehen fest. Eingeladen sind:

Die Experten kommen

Augsburg, 14. Februar 2019. Die Regisseure Tom Kühnel und Jürgen Kuttner übernehmen 2020 die Leitung des Augsburger Brechtfestivals. Das meldet die Augsburger Allgemeine.

Nahezu verdoppelt

Hamburg, 13. Februar 2019. Senat und Bürgerschaft der Hansestadt Hamburg haben im Rahmen der Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2019 und 2020 die Förderung für die Freie Tanz- und Theaterszene um insgesamt 1.152.000 Euro erhöht und damit auf jetzt 2.054.000 Euro nahezu verdoppelt. Das teilt die Behörde für Kultur und Medien in einer Presseaussendung mit. Insgesamt werden durch die zusätzlichen Mittel für die Spielzeit 2019/2020 47 Projekte bewilligt, 16 mehr als im Vorjahr.