Verfassungsbruch?

Lübeck, 18. Juni 2019. Christian Schwandt, geschäftsführender Direktor am Theater Lübeck, hat seinen Vertrag zum Ende der nächsten Spielzeit gekündigt. Wie die Lübecker Nachrichten berichten,  begründete er den Schritt mit der mangelnden finanziellen Unterstützung durch die Landesregierung von Schleswig-Holstein. Er werfe ihr sogar Verfassungsbruch vor – sie drücke sich vor ihrer grundgesetzlichen Zuständigkeit für die Kultur, spare das Theater kaputt.

Albert Camus und Christian Klar

17. Juni 2019. Alicia Geugelin hat den 12. Start Off Wettbewerb für Nachwuchs-Regisseur*innen gewonnen – mit ihrem Konzept zur Inszenierung "Die Gerechten", die am 27. Februar 2020 am Hamburger Lichthof Theater Premiere feiern wird. Der Start Off Wettbewerb ist mit 20.000 Euro dotiert, die in die Realisierung des Gewinn-Konzepts fließen.

Peer-Gynt-Prinzip des Sei-du-selbst!

Hamburg, 17. Juni 2019. Der Preis des 16. Festival Körber Studio Junge Regie geht an Felix Krakau für seine Inszenierung "Peer Gynt" nach Henrik Ibsen von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Den undotierten Publikumspreis erhält Milena Mönch für "Drei Schwestern" von der Universität Mozarteum, Salzburg. 

Große Anlage

Graz, 16. Juni 2019. Thomas Perle gewinnt den Retzhofer Dramapreis 2019. Wie das Drama Forum uniT in Graz mitteilt, wurde er für sein Stück "karpatenflecken" ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und verbunden mit einer Uraufführung am Wiener Burgtheater im Mai 2020.

Die Tänzerin und der Kommunikator

Nürnberg, 15. Juni 2019. Der Otto Kasten-Preis geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Noriko Nishidate, Tänzerin am Theater Bielefeld, sowie an Behzad Borhani, Leiter für Kommunikation und Vernetzung des Stadttheaters Gießen. Das teilt der Deutsche Bühnenverein mit. Den Otto Kasten-Preis verleiht die Dr.-Otto-Kasten-Stiftung im Zusammenarbeit mit der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins seit 1985 im Zweijahresrhythmus an junge Theaterschaffende aus allen künstlerischen Bereichen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

"Kulturwandel gestalten" - Wenig Konkretes

Nürnberg, 15. Juni 2019. Bei der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins in Nürnberg am 14. und 15. Juni 2019 tagten im Staatstheater Nürnberg fast 300 Intendant*innen, Kulturpolitiker*innen und Verwaltungsdirektor*innen. Im Mittelpunkt standen die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Frauen in Führungspositionen, der Umgang mit sexueller Belästigung und Machtmissbrauch sowie die Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Strömungen.

Viel Geld, viel Ehr

Tokio, 14. Juni 2019. Die französische Regisseurin Ariane Mnouchkine wird mit dem hoch dotierten japanischen Kyoto-Preis ausgezeichnet. Das lässt sich der englischsprachigen Website des Preises entnehmen. Der Preis ist mit 360.000 Euro dotiert, gehört neben dem Nobelpreis zu den wichtigsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft und zeichnet das Lebenswerk aus.

Auszeichnen und ermutigen

Zürich, 13. Juni 2019. Die Armin Ziegler-Aufmunterungspreise 2019 gehen an Yves Dudziak, Theater Lüneburg; Flavius Hölzemann, Mecklenburgisches Staatstheater; Mirjam Rast, Theater Bremen und Tatjana Sebben, Theater Orchester Biel Solothurn. Das teilt die Armin Ziegler-Stiftung in Zürich mit.

Mehr Teilhabe ermöglichen

13. Juni 2019. Für eine Berücksichtigung der Perspektiven und Bedürfnisse von Künstler*innen und Teilnehmer*innen mit Behinderung bei der Organisation öffentlich geförderter Veranstaltungen setzt sich ein von bislang etwa einhundert Darstellenden Künstler*innen unterzeichneter Offener Brief ein. Initiiert wurde er beim Tanzkongress, der unter der Überschrift "A Long Lasting Affair" vom 5. bis 10. Juni im Europäischen Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau stattfand.

Einzigartiges Zusammenspiel

12. Juni 2019. Bei der Prager Quadriennale, der Weltausstellung für Szenografisches Schaffen, ist der deutsche Beitrag "Service / No Service" mit dem Jurypreis ausgezeichnet worden, eine Ausstellung mit Arbeiten des Bühnenbildners Bert Neumann (1960-2015).