Wenn die Einnahmen versickern

13. März 2020. Von der Bundes- und den Landesregierungen in Deutschland fordert eine Petition, sich bei den derzeit angedachten Finanzhilfen und Unterstützungen nicht nur auf Unternehmen und deren Angestellte zu konzentrieren, sondern auch die prekäre Lage freiberuflicher Kunstschaffender zu berücksichtigen.

Keine Planungssicherheit

München, 13. März 2020. Die für den 25. April bis 2. Mai geplante 16. Ausgabe des renommierten Regie-Nachwuchs-Festivals Radikal jung am Münchner Volkstheater ist abgesagt. Angesichts der Corona-Epidemie sei die Planungssicherheit nicht gegeben, "die ein solches Festival und eine verlässliche Partnerschaft mit den eingeladenen Theatern und Gastproduktionen" erfordere, teilte das Volkstheater heute in einer Presseerklärung mit.

"Existenzielle Auswirkungen"

11. März 2020. Zahlreiche Kulturveranstaltungen werden dieser Tage wegen der Ausbreitung des Corona-Virus abgesagt. In einer Presseaussendung fordert der Deutsche Kulturrat, dass die Einnahmeausfälle von Kommunen, Länder und dem Bund kompensiert werden sollen.

"Große Breitenwirkung"

Oldenburg, 11. März 2020. Der Vertrag von Generalintendant Christian Firmbach am Oldenburgischen Staatstheater wird vorzeitig um drei weitere Jahre bis Ende der Spielzeit 2026/2027 verlängert. Wie das Theater meldet, habe der Niedersächsische Kulturminister Björn Thümler die Verlängerung entschieden. Zuvor hatte der Verwaltungsausschuss des Oldenburgischen Staatstheaters einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. "Auf dieser Grundlage kann nun der Vertrag verhandelt werden", so die Mitteilung.

Abgesagt

10. März 2020. Als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Virus COVID-19 hat die österreichische Regierung Regeln für öffentliche Veranstaltungen erlassen. Freiluft-Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 100 Gästen sind bis Anfang April untersagt. Das meldet u.a. der Standard.

Kollektiver Erfahrungsraum

Kassel, 10. März 2020. Patricia Nickel-Dönicke wird zur Spielzeit 2021/22 neue Schauspieldirektorin und Chefdramaturgin am Staatstheater Kassel. Wie das Theater mitteilt, tritt sie ihre Position zeitgleich mit dem designierten Intendanten Florian Lutz an.

Spielen, Plätze reduzieren oder doch absagen?

9. März 2020. Gesundheitsminister Jens Spahn rät dazu, alle Großveranstaltungen ab tausend Besuchern abzusagen. Auf seinem Twitter-Account heißt es wortwörtlich: "Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen." Betroffen von dieser Empfehlung wären auch Theater- und Opernhäuser mit mehr als 1000 Sitzen. Häuser mit diesem Fassungsvermögen müssten ihre Vorstellungen absagen beziehungsweise die Zuschauerzahlen reduzieren, wenn sie Spahns Empfehlung folgen wollen – wobei die Entscheidungshoheit darüber im Moment noch bei den lokalen Gesundheitsämtern liegt, zumindest solange der Bund dazu kein Notstandsgesetz erlassen hat.

Aktive und präventive Maßnahmen

9. März 2020. Das Bündnis internationaler Produktionshäuser hat eine Selbstverpflichtung zur Antidiskriminierung erarbeitet, teilen sie in einer Presseaussendung mit. Man will mit der Erklärung allen Formen von Diskriminierung entschieden entgegen treten und sich zu aktiven und präventiven Maßnahmen verpflichten.

Geschichtsvergessen

9. März 2020. Gegen den Abriss der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main wendet sich eine Petition, die Theaterwissenschaftler*innen, Historiker*innen und Architekt*innen auf Initiative des Publizisten und Architekten Philipp Oswalt unterschrieben haben. Der jüngst beschlossene Komplettabriss zeuge von Geschichtsvergessenheit, heißt es darin.

Ganz große Partie

9. März 2020. Der Schauspieler Max von Sydow ist gestern im Alter von 90 Jahren gestorben. Das meldet unter anderem Spiegel online. Von Sydow wurde im schwedischen Lund geboren, absolvierte von 1948 bis 1951 seine Schauspielausbildung am Dramaten Theater in Stockholm und arbeitete ab 1955 mit Ingmar Bergman zusammen, erst am Theater in Malmö, dann in den Filmen, was von Sydow international bekannt machte.