Strategische Neuorientierung

31. März 2021. Die diesjährige Auswahl des Schweizer Theatertreffens hat nicht wie bisher ein Kuratorium, sondern die Co-Leitung des Festivals bestimmt, bestehend aus Thierry Loup und Julie Paucker, wie aus einer Pressemitteilung des Theatertreffens hervorgeht. 

Hilfe in der Not

31. März 2021. Das Berliner Ensemble hat zur Unterstützung von Dramatiker:innen in Zeiten der Pandemie mit Unterstützung der Heinz und Heide Dürr-Stiftung einen Dramatiker:innen-Fonds in Höhe von 100.000 Euro eingerichtet. "Von der seit einem Jahr andauernden Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen sind freie Theaterautor:innen hart getroffen. Durch Projektausfälle, die andauernde Schließung der Theater und den damit einhergehenden Wegfall von Einnahmen, befinden sich viele Dramatiker:innen in existenziellen finanziellen Nöten", heißt es in der Pressemitteilung des Theaters.

Kontinuität und Strukturiertheit

31. März 2021. In einem Offenen Brief richten sich 22 Schwarze Theatermacher:innen und Theatermacher:innen of Colour an die Kulturministerin von Nordrhein-Westfalen (NRW) Isabel Pfeiffer-Poensgen, den Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf Stephan Keller und den Intendanten des Düsseldorfer Schauspielhauses Wilfried Schulz. Die Zeichner:innen des Briefs gehören den Ensembles des Stücks "Afrokultur" und der Veranstaltung "M(a)y Sister" an, die für Mai als Koproduktionen mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen auf dem Spielplan des Düsseldorfer Schauspielhauses stehen. Unter den Zeichner:innen ist auch die Kommunikationssoziologin Natasha A. Kelly, die den Offenen Brief auf Twitter postete.

Zu gleichen Teilen

30. März 2021. Das Theater Rudolstadt erhält einen neuen Finanzierungsvertrag, der 2023 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt zahlen der Freistaat und der kommunale Zweckverband aus Landkreis, Stadt Rudolstadt und Stadt Saalfeld Zuschüsse in gleicher Höhe.

Die traumatische Quintessenz eines Wutbürgers

30. April 2021. Für seine darstellerische Leistung in Stefan Bachmanns Inszenierung Graf Öderland erhält der Schauspieler Thiemo Strutzenberger den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis. In der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Koproduktion von Theater Basel und Residenztheater München spielt Thiemo Strutzenberger den Staatsanwalt Martin, der einen blutigen Feldzug gegen den gesellschaftspolitischen Status quo führt.

Interimsleitung und Aufarbeitung

29. März 2021. Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat für die Berliner Volksbühne ein Interims-Direktorium bis zum Spielzeitende eingesetzt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung hervor. So könne der Spielplan und damit die künstlerische Arbeit gesichert werden. Mit Beginn der Spielzeit 2021/21 übernimmt René Pollesch die Intendanz.

Modellhaft

29. März 2021. In Hessen wollen mehrere Städte Modellregionen für Öffnungsmöglichkeiten in Einzelhandel, Gastronomie oder Veranstaltungen werden – das berichten die Fuldaer Zeitung und RTL.de. Dabei soll erprobt werden, wie sich Teil-Öffnungen unter "Testregime" auf die Inzidenzzahlen auswirken.

Ertüchtigung

Berlin, 4. Februar 2021. Im Koalitionsausschuss der deutschen Bundesregierung wurde gestern Abend unter anderem beschlossen, die Unterstützung der Kulturschaffenden in der Corona-Krise auszuweiten. Wie etwa tagesschau.de meldet, wird ein Anschlussprogramm für das Rettungs- und Zukunftsprogramm "Neustart Kultur" in Höhe von einer weiteren Milliarde Euro aufgelegt.

Osterpause

23. März 2021. Im Anschluss an die gestrigen Beratungen der Ministerpräsident*innen der Länder mit der Bundeskanzlerin zur Corona-Pandemielage und dem Entscheid für eine bundesweite "Ruhephase" über die Ostertage setzt das Land Berlin sein Pilotprojekt mit Live-Kulturveranstaltungen mit Testpublikum vom 1. April bis zum 5. April aus. Das teilt die Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit.

Alle negativ

27. März 2021. Die Berliner Philharmonie hat die Zwischenergebnisse des Berliner Pilotprojekts vorgestellt, basierend auf dem Konzert der Philharmoniker am 20. März mit 1000 Zuschauer*innen, dessen Besuch mit einem Schnelltest verbunden war. Für 500 Besucher*innen waren vor Ort vier Teststationen aufgebaut, die anderen 500 Gäste mussten dezentrale Teststellen aufsuchen. Die Auswertung hat nun ergeben, dass 73 Prozent der Besucher*innen eine zentrale Möglichkeit vor Ort präferieren. "Die damit verbundene höhere Wartezeit und das notwendige frühere Eintreffen werden zwei getrennten Besuchen (Test dezentral tagsüber und Veranstaltung am Abend) vorgezogen", heißt es im Bericht, der auch online als pdf abrufbar ist.