Mitarbeiter angeklagt

26. August 2020. Einem Bericht der Stuttgarter Zeitung zufolge hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe vor dem Amtsgericht Anklage gegen einen Mitarbeiter des Badischen Staatstheaters wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung erhoben. Das Blatt bezieht sich auf Sprecher der Behörde. Der Beschuldigte entstamme nicht der Führungsebene des Hauses, heißt es auch.

Strukturelle Schieflage

26. August 2020. In einer gemeinsamen Presseerklärung fordern der Deutsche Bühnenverein, der Bundesverband der Theater und Orchester, die Deutsche Orchestervereinigung, der Verband und Gewerkschaft der Orchestermitglieder, die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA) sowie die Deutsche Konzerthauskonferenz und die GMD-Konferenz von Bund und Ländern mehr Augenmaß bei der Zulassung von Publikum in geschlossenen Räumen unter COVID-19-Bedingungen. Sorgfältig erarbeitete Hygienekonzepte in den Häusern würden häufig mehr Publikum zulassen, als es die starren Sitzplatzbeschränkungen vielerorts vorschreiben.

Trotz alledem 

27. August 2020. Die Münchner Kammerspiele gehen aus der Kritiker*innenumfrage des Magazins "Theater heute" als Theater des Jahres 2020 hervor. Wie im heute erschienenen Jahrbuch von "Theater heute" nachzulesen ist, konnten die Kammerspiele in der letzten Spielzeit der Intendanz Matthias Lilienthal zum zweiten Mal Platz eins  belegen. Bereits im vergangenen Jahr war das Haus in der Maximilianstrasse Theater des Jahres.

Ergebnis "kann man begrüßen"

Berlin, 26. August 2020. Laut einer am gestrigen Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Soziologie an der Freien Universität Berlin, über die heute unter anderem das Portal MiGAZIN berichtet, werden Männer mit Migrationshintergrund sowie Personen mit nicht-binärer Geschlechteridentität an Theatern häufiger zu Bewerbungsgesprächen eingeladen als andere Bewerber*innen. 

Neue deutschsprachige Texte

24. August 2020. Heute wurde die Jury bekanntgegeben, die 2021 den Stückewettbewerb der Berliner Autorentheatertage begleiten wird: Schauspielerin Fritzi Haberlandt, Musiker und Theatermacher Schorsch Kamerun sowie Dramatiker und Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss. Bärfuss wird auch den Juryvorsitz übernehmen. Die Autorentheatertage werden jährlich vom Deutschen Theater in Berlin ausgerichtet

Anfangsverdacht

25. August 2020. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) zufolge strafrechtliche Ermittlungen gegen einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter des Badischen Staatstheaters aufgenommen. Auf Anfrage der BNN habe die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass der Mann pornografische Schriften verbreitet hat. 

Weitere Wendung

24. August 2020. In der Debatte um die Frage von Sanierung oder Neubau der Städtischen Bühnen Frankfurt gibt es einen neuen Diskussionsstand: Die Stadt Frankfurt hat, auf wiederholte Nachfrage des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Stadtparlament, Sebastian Popp, das Validierungsgutachten zur Sanierung der Städtischen Bühnen veröffentlicht. Das gab die Initiative Zukunft Städtische Bühnen Frankfurt heute in einer Presseaussendung und auf ihrer Webseite bekannt.

Von Vergeblichkeiten und Glücksmomenten

23. August 2020. Im Alter von 97 Jahren ist der Theaterautor Karl Otto Mühl verstorben. Das meldet u.a. die Süddeutsche Zeitung. In den 70er und 80er Jahren gehörte Mühl mit zu den erfolgreichsten Theaterautoren, so die SZ.

Branchen in Not

22. August 2020. Die Gewerkschaft ver.di fordert von der deutschen Bundesregierung, "die mögliche Bezugsdauer für das Kurzarbeitsgeld auf 24 Monate zu verlängern“. Das durch die Corona-Krise notwendig gewordene Kurzarbeits-Programm solle bis Ende 2021 fortgeführt werden. "Die Aufstockung und deren Befreiung von der Steuer darf nicht zur Disposition gestellt werden, sonst werden ab Anfang kommenden Jahres Geringverdienende nicht mehr über die Runden kommen!", heißt es im Forderungskatalog der eigens aufgesetzten Online-Petition, die bisher knapp 30.000 Unterstützer*innen gefunden hat (Stand: 22.8.2020, 11:20 Uhr).

Zukunftssorgen bleiben

20. August 2020. Künstler*innen der Freien Szenen in Sachsen sehen sich durch die Covid-19-Pandemie existenziell gefährdet. Das ergibt eine Umfrage der Servicestelle Freie Szene des Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. Die Umfrage, die bis Ende Juli stattfand, ergab, dass sich 70 Prozent der Befragten gefährdet fühlen. Die Hälfte der Befragten verzeichnet durch geringere Honorare und weniger Aufträge hohe finanzielle Einbußen. 42 Prozent erhält derzeit gar keine Honorare oder Aufträge.