Wie toll wir doch sind

von Dirk Pilz

November 2007. Theater sind auch Unternehmen. Und Unternehmen sind erstens an guten Umsatzzahlen und zweitens an einem positiven Image interessiert, weil das positive Image dem Umsatz hilft. So weit, so unverfänglich. Nun sind aber bekanntermaßen die Produkte eines Theaters künstlerischer Natur. Will sagen: Ob und wie eine Inszenierung beim Publikum und damit an der Kasse läuft, lässt sich nach wie vor nicht planen.

Ohne Provinz und Politik

von Hans Christoph Zimmermann

Oktober 2007. "Werft eure Hoffnung über neue Grenzen" lautet der Titel von Brigitte Bruns Buch zum Theater im Schweizer Exil, das als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung Ende April dieses Jahres im Münchner Theatermuseum erschienen ist, aber auch als eigenständige Publikation daherkommt. Die Autorin schildert darin zunächst die regen Verflechtungen des deutschen und Schweizer Theaterlebens vor 1933.

Die Unergründlichkeit des Menschen

von Lutz Stirl

Berlin, Oktober 2007. Heinrich von Kleist war ein schwieriger Mensch. Und er wird es für seine Biografen bleiben. Gerhard Schulz, Emeritus für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Melbourne, ist dabei der richtige Partner für alle, die in makellosem Stil in die Kleist-Forschung eingeführt werden wollen – seine "Enigma-Variationen" zur bis heute rätselhaften Würzburger Reise Kleists bilden den Höhepunkt seiner Monografie.

Pop und Pantoffeltier

von Regula Fuchs

Bern, September 2007. Ausgerechnet das Jahr 1991 war ein Schlüsselmoment für das Theater der Deutschschweiz – jenes Jahr, in dem die Eidgenossenschaft ihren 700. Geburtstag feierte, der jedoch von vielen Kulturschaffenden boykottiert wurde.

Man kann ja nicht alles wissen

von Dirk Pilz

Berlin, September 2007. Das vom Rowohlt Taschenbuch Verlag herausgegebene Theaterlexikon ist jetzt in der fünften, vollständig überarbeiteten Neuausgabe erschienen. Das ist schön. Noch schöner, dass sich zum 1986 erstmals publizierten Band nun ein zweiter gesellt hat.

Eine Art Grammatik

von Dirk Pilz

Berlin, August 2007. In den Entwürfen zum zweiten Band des Romans "Der Mann ohne Eigenschaften" ist auch ein Kapitel zur "Unsicherheit des Gefühls" enthalten. Robert Musil schreibt hier, zwischen Verhalten und Gefühlen bestehe ein "Verhältnis der gegenseitigen Verstärkung und Resonanz", ein "schwellendes Ineinanderfassen".

Spiel ist "lachender Gehorsam"

von Dirk Pilz

Berlin, März 2007. Diese Frage steht immer im Raum, auch und gerade in Theaterkreisen: Gibt es so etwas wie Fortschritt in der Kunst? Aber natürlich, tönen die einen und verweisen auf neue theatralische Formen (Pollesch! Marthaler!) und deren Weiterentwicklung.

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