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Begriff Definition
Fritsch, Werner

Werner Fritsch, 1960 in Waldsassen/Oberpfalz geboren, ist Autor und Regisseur.

Fritsch wuchs auf einem Berghof auf. Bereits als Jugendlicher lernte er den Schriftsteller und Regisseur Herbert Achterbusch kennen, dessen Mischung aus abgründiger Heimatbezogenheit und radikalem Sprachverständnis Werner Fritsch nachhaltig beeinflusst hat. Fritschs literarisches Debüt war 1987 der Roman "Cherubim". Es folgten immer wieder preisgekrönte Arbeiten für Theater, Radio und Film.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Texten von Werner Frisch:

Nico. Sphinx aus Eis an den Berliner Sophiensälen (11/2008)

Bring mir den Kopf von Kurt Cobain bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2009)

Die Sonne auf der Zunge am Kölner A.Tonal.Theater (11/2011)

Link:

www.werner-fritsch-filmproduktion.de

Frljić, Oliver

Oliver Frljić, 1976 in Bosnien-Herzegowina geboren, ist Regisseur, Autor und Theaterleiter.

Frljić studierte Philosophie, Religionswissenschaft und Regie. 1995 gründete er das Le Cheval Theatre, von September 2014 bis Ende Juni 2016 war er Intendant des Kroatischen Nationaltheaters in Rijeka. Mehrfach wurde er mit seinen Inszenierungen zu großen Festivals wie der Wiesbadener Biennale "Neue Stücke aus Europa" und den Wiener Festwochen eingeladen. Frljić inszeniert regelmäßig im deutschsprachigen Raum.

Im Interview mit nachtkritik.de sprach Frljić 2016 über die schwierige Situation für Theatermacher unter der rechtspopulistischen Regierung in Kroatien. Seine umstrittene Warschauer Produktion "Der Fluch/Klątwa" thematisiert der Theaterbrief (15) aus Polen. Seine Idee von Theater erläutert Oliver Frljić im Videointerview in der nachtkritik.de-Reihe "Künstlerpositionen".

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Oliver Frljić:

Where do you go to, my lovely? am Schauspielhaus Graz (4/2013)

Ich hasse die Wahrheit! bei den Wiener Festwochen (5/2013)

Zoran Dindic bei der Wiesbadener Biennale "Neue Stücke aus Europa" (6/2014)

Aleksandra Zec beim Festival "Offene Welt" in Ludwigshafen (2/2015)

Woyzeck am Schauspielhaus Graz (3/2015)

Balkan macht frei am Residenztheater München (5/2015)

Naše nasilje i vaše nasilje. Unsere Gewalt und eure Gewalt bei den Wiener Festwochen (5/2016)

Requiem für Europa am Staatsschauspiel Dresden (11/2016)

Mauser am Residenztheater München (4/2017)

Second Exile bei den Mannheimer Schillertagen (6/2017)

Gorki – Alternative für Deutschland am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2018)

Romeo und Julia am Staatstheater Stuttgart (11/2018)

Ein Bericht für eine Akademie am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2019)

Imaginary Europe am Schauspiel Stuttgart | Nowy Teatr Warszawa | Zagreb Youth Theatre (4/2019)


Weitere Beiträge
zu Oliver Frljić:

Not patriotic enough. The worsening conditions of making political theatre in a Croatia governed by rightwing populists – Interview mit Oliver Frljić vom 26. Mai 2016

Theaterbrief aus Polen (15) – "Klątwa" ("Fluch") von Oliver Frljić in Warschau – Analyse eines hochpolitischen Theaterskandals– "Klątwa" ("Fluch") von Oliver Frljić in Warschau – Analyse eines hochpolitischen Theaterskandals

Künstlerpositionen 2: Oliver Frljić im Video-Interview

FUX

FUX ist eine Performancegruppe, die sich 2011 im Rahmen des Studiums der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen formierte.

Das Trio besteht aus Falk Rößler, Nele Stuhler und Stephan Dorn. Für ihre Arbeiten wurden sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute als Nachwuchskünstler des Jahres 2014 und 2016 nominiert. Im April 2016 wurden sie mit dem Ponto Performance Preis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet.

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von FUX:

FUX gewinnt 3/3 beim Performing Arts Festival Berlin (5/2016)

Frotzler-Fragmente am Schauspielhaus Wien (3/2017)

Die Wiederentdeckung der Granteloper am HAU Berlin (1/2018)

 

Weitere Beiträge zu FUX:

Meldung: Die Gruppe Fux gewinnt den Ponto Performance Preis 2016 (4/2016)

 

Link:

www.gruppefux.de

Siehe auch: Stuhler, Nele

Game Theater

Game Theater nennt man Theaterformen, die sich auf Computerspiele als Inspirationsquelle für ihre Arbeitsweise berufen. Zwei Grundformen lassen sich unterscheiden: zum einen Theaterabende, die in Anlehnung an tradierte Game-Genres selbst live interaktive Spiele für Zuschauer realisieren. Diese Richtung wird maßgeblich vorangetrieben durch die Adventure-Macher machina eX. Zum anderen werden nicht-interaktive Theaterformen als "Game Theater" bezeichnet, sofern ihre Erzähllogik und ihre Darstellungsweisen durch Rückbezüge auf Computerspiele geprägt sind. Die Auseinandersetzung mit der Kultur der Multiplayer-Rollenspiele in Tim Staffels Drama "Next Level Parzival" (2007) fällt in diese Kategorie.

Überblickstexte auf nachtkritik.de zum Game Theater und zu Theater in Computerspielen:

Computerspiele und Theater – Wie die neue Medienkunst die Bühnenwirklichkeit verändert von Christian Rakow (11/2012)

Ein Vortrag über das neue Game-Theater und seine politische Relevanz bei der Konferenz rePLAYCE the:City in Zürich von Christian Rakow (11/2013)

Theater in Games – Wie Computerspiele die alte Bühnenkunst neu inszenieren von Jan Fischer (12/2013)

Siehe auch: Lexikoneintrag Theater und Internet

García, Rodrigo

Rodrigo García, 1964 in Argentinien geboren, ist Autor, Regisseur und Performer.

Vornehmlich in Spanien und Frankreich hat García mit der von ihm gegründeten Gruppe La Carnicería Teatro (zu Deutsch: Theater-Metzgerei) eine radikales, körperbetontes Theater mit stark konsumkritischem Akzent entwickelt. Seit 2001 gastierte er regelmäßig beim F.I.N.D.-Festival an der Berliner Schaubühne, für die er 2011 mit "Soll mir lieber Goya…" erstmals eine Originalproduktion schuf (ein Solo mit Lars Eidinger). Seit Januar 2014 leitet García das "Theatre des 13 vents" in Montepellier, das er in "Humain Trop Humain" ("Menschlich allzu menschlich") umbenannte.

Im Juni 2014 wurde ein Gastspiel der Inszenierung "Golgóta Picnic" auf dem Malta-Festival im polnischen Poznan nach massiven Protestdrohungen christlicher Gruppierungen wegen angeblich blasphemischer Inhalte abgesagt.

Nachtkritiken zu Arbeiten von und nach Rodrigo García:

Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch an der Berliner Schaubühne (3/2011)

Gólgota Picnic beim Steirischen Herbst in Graz (9/2011)

Versus beim 8. Festival Politik im Freien Theater in Dresden (10/2011)

Notizen aus der Küche an der Berliner Schaubühne (3/2013)

Daisy beim F.I.N.D.-Festival an der Berliner Schaubühne (4/2014)

Picknick auf Golgatha am Konzert Theater Bern (Regie: Claudia Bossard) (4/2015)

Die Entführung aus dem Serail an der Deutschen Oper Berlin (6/2016)

Link:
http://rodrigogarcia.es

Gehler, Jan

Jan Gehler, 1983 in Gera geboren, ist Regisseur.

Gehler studierte "Szenische Künste" an der Universität Hildesheim. 2009 kam er als Regieassistent ans Staatsschauspiel Dresden, wo er 2011 auch zu inszenieren begann. Mit seiner Dresdner Bühnenadaption des Jugendromans "Tschick" von Wolfgang Herrdorf wurde er 2012 zum Münchner Nachwuchsfestival "Radikal Jung" eingeladen. Von 2013 bis 2016 war er Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden. Seit der Spielzeit 2016/17 arbeitet er als freier Regisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jan Gehler:

Separatisten beim Körber Studio Junge Regie (4/2007)

Tschick am Staatsschauspiel Dresden (11/2011), eingeladen zum Festival "Radikal Jung" 2012

Aus dem Leben eines Taugenichts am Staatsschauspiel Dresden (12/2012)

Jonas Jagow am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2013)

Supergute Tage ... am Staatsschauspiel Dresden (9/2013)

Ein Exempel am Staatsschauspiel Dresden (6/2014)

Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute am Schauspiel Stuttgart (11/2014)

Wie es euch gefällt am Staatsschauspiel Dresden (1/2015)

Bilder deiner großen Liebe am Staatsschauspiel Dresden (3/2015)

Manchmal hat die Liebe regiert und manchmal einfach niemand am Schauspiel Bochum (9/2016)

Puntila und sein Knecht Matti am Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2016)

kein Land. August am Staatsschauspiel Dresden (1/2017)

Ellbogen am Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2017)

Früher war alles am Staatsschauspiel Dresden (3/2019)

 

Gehre, Klaus

Klaus Gehre, geboren 1969 in Riesa, ist Regisseur.

Gehre studierte Literatur und Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin. Bei den ersten drei Bänden der Heiner-Müller-Werkausgabe des Suhrkamp-Verlags war er redaktionell beteiligt und arbeitete kurzzeitig als Redakteur bei der Fachzeitschrift Theater der Zeit. 2002 gründete er das Theaterlabel CURRENT CIRCUIT, erste Inszenierungen entstanden in Berliner Off-Theatern (Brotfabrik, Brechthaus). Von 2005 bis 2008 war er am Schauspiel Leipzig Regieassistent, u. a. bei Karin Henkel und Wolfgang Engel. Seit 2009 arbeitet Gehre als freier Regisseur, u.a. in Frankfurt am Main und Freiburg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Klaus Gehre:

Fluch der Karibik (Ltd.) im Lofft Leipzig (4/2009)

Komm süßer Tod am Schauspiel Frankfurt (11/2009)

Wenn Du merkst, dass dein Pferd tot ist, dann steig ab am Schauspiel Frankfurt (1/2012)

Wolokolamsker Chaussee +/- Terminator am Theater Freiburg (5/2012)

Regiodrom am Theater Freiburg (7/2013)

Surrogates – Mein zweites Ich am Theater Vorpommern (9/2013)

Minority Report oder Mörder der Zukunft am Theater Dortmund (9/2014)

Der Blade Runner am Staatstheater Saarbrücken (3/2015)

Rambo plusminus Zement am Theater Dortmund (2/2016)

Don Pasquale am Theater Vorpommern (4/2016)

La Révolution #1 - Wir schaffen das schon am Staatstheater Saarbrücken (5/2017) (Gemeinschaftsarbeit)

Link:

www.klaus-gehre.de

Gerloff, Robert

Robert Gerloff, geboren 1982 in Duisburg, ist Regisseur. Gerloff studierte Theaterwissenschaft in Bochum und arbeitete als Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Theater Neumarkt in Zürich und am Residenztheater München. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Robert Gerloff freier Regisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Robert Gerloff:

Die lächerliche Finsternis am Theater Essen (12/2014)

Prinz Friedrich von Homburg am Theater Bamberg (3/2016)

Auerhaus am Schauspiel Düsseldorf (1/2017)

Gersch, Tilman

Tilman Gersch, geboren 1964 in Ostberlin, ist Schauspielregisseur.

Nach dem Abitur arbeitete Gersch zunächst als Bühnentechniker am Deutschen Theater Berlin sowie als Buchverkäufer, bevor er von 1985 bis 1989 an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Schauspielregie studierte. Es folgten Engagements als Regisseur am Kinder- und Jugendtheater Berlin und am Theater Greifswald.

Als freier Regisseur arbeitete Tilman Gersch unter anderem am Schauspiel Leipzig, am Staatsschauspiel Dresden, am  Staatstheater Hannover, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Köln, am Staatstheater Schwerin sowie am Deutschen Theater in Göttingen. Von 2007 bis 2014 war Tilman Gersch Mitglied der Schauspielleitung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Seit 2015 ist Gersch als Nachfolger von Hansgünther Heyme Intendant des Ludwigshafener Theaters im Pfalzbau.

Der Vater von vier Kindern hat zwei Kinderbücher geschrieben: "Christopher, das Pulveräffchen" und "Leonhard und der Lakomatritzenmeister".

Nachtkritiken zu Inzenierungen von Tilmann Gersch:

Figaro! Der tolle Tag am Staatstheater Wiesbaden (6/2009)

Der Turm am Staatstheater Wiesbaden (11/2010)

Das Bergwerk am Schauspiel Essen (5/2011)

Hamlet am Theater Altenburg/Gera (3/2012)

foreign angst am Staatstheater Wiesbaden (12/2012)

Eine Blume als Gegenwehr am Schauspiel Essen (4/2014)

Sophia, der Tod und ich am Schauspiel Essen (3/2017)

Andere Beiträge zu Tilman Gersch:

Tilman Gersch wird Intendant in Ludwigshafen – Meldung (4/2014)

Giesche, Alexander

Alexander Giesche,1982 in München geboren, studierte am Institut für angewandte Theaterwissenschaft in Gießen sowie bei DasArts in Amsterdam. Für "Record of Time", einer Kollaboration mit Lea Letzel, wurde er 2011 beim Körber Studio Junge Regie in Hamburg mit dem Preis der Kritik ausgezeichnet. 2012 bis 2014 war Alexander Giesche als Artist in Residence am Theater Bremen engagiert. Bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater Heute wurde Giesche 2014 als Nachwuchsregisseur des Jahres genannt. 2015 war er mit "Der perfekte Mensch" vom Theater Bremen zum Festival Radikal jung in München eingeladen. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Kollektivs GIESCHEand.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Alexander Giesche:

Record of time (bei Körber Studio Junge Regie, 3/2011)

World of Reason am Theater Bremen (3/2015)

Torture the Artist am Theater Bremen (6/2016)

8 ½ Millionen an den Münchner Kammerspielen (11/2016)

White out am Theater Luzern (3/2017)