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Begriff Definition
Gieselmann, David

David Gieselmann, 1972 in Köln geboren, ist Dramatiker.

Er studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin. 1999 war er zur "International Residency of Playwrights" sowie zur "Week of New German Playwrights" am Londoner Royal Court Theatre eingeladen. In London wurde 2000 auch sein Stück "Herr Kolpert" uraufgeführt, das auf zahlreichen deutschen Bühnen sowie im nichtdeutschsprachigen Ausland nachgespielt wurde.

Gieselmann gilt als Experte für abgründige Well-made-Komödien. 2008 gewann er mit "Die Tauben" den Komödienwettbewerb der Berliner Schaubühne.

Nachtkritiken zu Arbeiten von David Gieselmann:

Louis und Louisa am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (12/2007)

Der Held der westlichen Welt (nach John Millington Synge) am Schauspiel Essen (Stückbearbeitung, 9/2008)

Die Kümmerer (Dokumentarprojekt) am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (künstlerische Mitarbeit, 10/2008)

Die Tauben an der Schaubühne Berlin (3/2009)

Blühende Landschaften am Theater Bremen (12/2009)

Falscher Hase am Theater Bielefeld (2/2011)

Herr Kolpert am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2012)

Über Jungs am Grips Theater (5/2012)

Hilfe, die Herdmanns kommen (Romanbearbeitung) am Schauspiel Hannover (12/2012)

Die Phobiker bei den Spieltrieben Osnabrück (9/2013)

Die Oppelts haben ihr Haus verkauft am Theater Bielefeld (9/2014)

Container Paris am Schauspiel Frankfurt (12/2014)

Sissy Murnau am Theater Bielefeld (3/2016)

Ablass am Landestheater Eisenach (3/2017)

Der blaue Würfel am Theater Heidelberg (4/2017)

Link:

http://gieselmann.typepad.com

Giesing, Dieter

Dieter Giesing, geboren 21. Mai 1934 in Memel (heute Klaidpeda / Litauen), ist Regisseur.

Erste Theatererfahrung sammelte Giesing nach dem Studium in Tübingen und München als Regieassistent von Erwin Piscator. 1964 debütierte Giesing an den Münchner Kammerspielen als Regisseur und war dort unter Intendant August Everding von 1968 bis 1971 schließlich Oberspielleiter. Während der Intendanz von Ivan Nagel war Giesing von 1972 bis 1976 Schauspieldirektor des Hamburger Schauspielhauses. Seitdem arbeitet er frei.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Dieter Giesing:

Motortown am Schauspielhaus Bochum (1/2008)

Das weite Land am Schauspielhaus Bochum (3/2009)

Das Fest am Schauspiel Köln (3/2010)

Professor Bernhardi am Wiener Burgtheater (4/2011)

Endstation Sehnsucht am Wiener Burgtheater (1/2012)

Wastwater am Schauspiel Köln (4/2012)

Wassa Schelesnowa am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2014)

Bella Figura am Burgtheater Wien (4/2016)

Gintersdorfer, Monika

Monika Gintersdorfer, als Tochter österreichischer Eltern 1967 in Lima/Peru geboren, ist Regisseurin.

Zunächst Regiestudium, Assistenzen und Inszenierungen u.a. in München und Hamburg. Für ihre Inszenierung von Enda Walshs "Bedbound" an den Münchner Kammerspielen wurde sie 2002 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet.

2004 war sie Mitbegründerin der Hamburger Performancegruppe 'Rekolonisation'. Seit 2005 arbeitet sie mit dem Bildenden Künstler Knut Klaßen und dem ivorischen Tänzer, Sänger und Choreographen Frank Edmond Yao zusammen. Die westafrikanische Szene lernte Gintersdorfer u.a. über ihren, aus der Republik Côte d'Ivoire stammenden Ehemann, den Designer Bob Abdoulaye Kone, kennen.

Ihre Produktionen "Betrügen", Othello c'est qui und "Petit Bisou" waren zum Off-Festival Impulse 2009 eingeladen (letzteres nicht im offiziellen Wettbewerb). Zum Festival-Abschluss am 6. Dezember wurde "Othello c'est qui" mit dem Impulse-Preis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Knut Klaßen erhielt sie eine Auszeichnung beim 2010 erstmals ausgelobten George-Tabori-Preis des "Fonds Darstellende Künste".

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Monika Gintersdorfer:

Afterdark am Theater Aachen (10/2008)

7% Hamlet in der Box des Deutschen Theaters Berlin (10/2009)

Macbeth – très, très fort am Theater Aachen (11/2009)

Othello c'est qui als Gastspiel beim Festival Impulse (12/2009)

Trucs des blancs/Weißenscheiß im Haus der Kulturen der Welt Berlin (9/2010)

La société du mal/Die Gesellschaft des Bösen im Haus der Kulturen der Welt Berlin (9/2010)

Insistieren auf Kampnagel Hamburg (2/2012)

Der internationale Strafgerichtshof im Theater Bremen (10/2012)

Die Bühne ist mein Wald auf Kampnagel Hamburg (3/2013)

La Nouvelle Pensée Noire beim Spielart Festival in München (11/2013)

Not Punk, Pololo am Theater Bremen (3/2014)

Les Robots Ne Conaissent Pas Le Blues Oder Die Entführung aus dem Serail am Theater Bremen (7/2015)

Der Botschafter am HAU Berlin (1/2016)

Dantons Tod am Theater Bremen (9/2016)

Der Allmächtige Baumeister aller Welten am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (2/2017)

Die selbsternannte Aristokratie bei den Wiener Festwochen (6/2017)

Andere Beiträge zu Monika Gintersdorfer:

Caroline-Neuber-Preis für Monika Gintersdorfer – Meldung (2/2016)

Link:

www.gintersdorferklassen.org

Glause, Jessica

Jessica Glause, 1980 in Niedersachsen gebore, ist Regisseurin.

Glause studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Seit 2010 arbeitet sie als Regisseurin. Ihre Schwerpunkte liegen in dokumentarischen Stückentwicklungen sowie der Inszenierung von Texten zeitgenössischer Autor*innen. 2015 gewann sie den Publikumspreis des Festivals Radikal Jung.

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jessica Glause:

Festivalbericht Radikal Jung 2014 am Münchner Volkstheater (4/2014)

Das Handbuch für den Neustart der Welt am Münchner Volkstheater (11/2015)

Miunikh-Damaskus an den Münchner Kammerspielen (5/2018)

Eine Frau flieht vor einer Nachricht am Schauspiel Frankfurt (1/2019)

 

Weitere Beiträge zu Jessica Glause:

Meldung: Die Auswahl für Politik im freien Theater 2014 (10/2014)

Meldung: Radikal-jung-Publikumspreis 2015 an Jessica Glause (4/2015)

 

Website:

www.jessica.glause.berta.me/

Gloger, Jan Philipp

Jan Philipp Gloger, geboren 1981 in Hagen/Westfalen, ist Schauspiel- und Opernregisseur.

Gloger studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Regie in Zürich. Studienprojekte waren auf der Ruhrtriennale, am Schauspiel Frankfurt und beim Körber-Studio Junge Regie in Hamburg zu sehen. Er hospitierte bei Johan Simons, assistierte bei Rimini Protokoll und war auch als Bühnenmusiker tätig, u.a. am Stadttheater Bern.

Seit 2007 arbeitet er als freier Regisseur am Bayerischen Staatsschauspiel München, Deutschen Theater Berlin, Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Schauühne Berlin, Staatsschauspiel Dresden, Staatstheater Wiesbaden, bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen und am Theater Augsburg, wo er mit "Le Nozze di Figaro" 2010 auch seine erste Oper inszenierte2012 eröffnete seine Neuinszenierung Der fliegende Holländer von Richard Wagner die Bayreuther Festspiele. Von 2011 bis 2013 war Jan Philipp Gloger Leitender Regisseur am Staatstheater Mainz. Ab der Spielzeit 2018/19 wird Gloger Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jan Philipp Gloger:

Gegen den Fortschritt im Marstall des Bayerischen Staatsschauspiels München (5/09)

Traumnovelle am Staatstheater Mainz (9/09)

Viel Lärm um nichts im Residenztheater des Bayerischen Staatsschauspiels München (1/10)

Das Missverständnis im Cuvilliéstheater des Bayerischen Staatschauspiels München (2/2011)

Das Ding bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2011)

Winterreise am Staatstheater Mainz (12/2011)

Der fliegende Holländer bei den Bayreuther Festspielen (7/2012)

Nullen und Einsen (UA) von Philipp Löhle am Staatstheater Mainz (1/2013)

Kasimir und Karoline an der Berliner Schaubühne (11/2014)

Kollaps (UA) von Philipp Löhle am Staatstheater Wiesbaden (4/2015)

Die Troerinnen am Staatstheater Karlsruhe (4/2016)

Du (Norma) (UA) von Philipp Löhle am Nationaltheater Mannheim (11/2016)

Das Licht im Kasten (Straße? Stadt? Nicht mit mir!) (UA) am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2017)

Junk (DEA) am Schauspielhaus Hamburg (4/2018)

Ein Stein fing Feuer am Staatstheater Nürnberg (9/2018)

Am Rand (ein Protokoll) am Staatstheater Nürnberg (3/2019)

 

Andere Beiträge zu Jan Philipp Gloger:

Jan Philipp Gloger wird Schauspieldirektor in Nürnberg – Meldung (11/2016)

 

Siehe auch: Löhle, Philipp

Gob Squad

Gob Squad ist ein deutsch-britisches Performance-Kollektiv, das sich 1994 an der Nottingham-Trent-Universität zusammenfand. Zu den ständigen Mitgliedern gehören Johanna Freiburg, Sean Patten, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost und Simon Will. (Freiburg und Stumpf gehören auch zum Stamm von She She Pop).

Der Name der Gruppe ist, wie deren eigene Legende besagt, zufällig entstanden: Auf einer herumliegenden Mixkassette haben sie in ihrer Gründungszeit eines Tages die Aufschrift "Gob" gelesen, was man mit "Mund", "Maul" oder "Schnauze" übersetzen kann. Squad hat dieselbe Ethymologie wie "Schwadron" und bedeutet im zivilen Sprachgebrauch "Mannschaft".

Bekannt machte Gob Squad 1997 ein Aufritt auf der X. documenta in Kassel, wo sie eine gemeinsam mit Stefan Pucher erarbeitete Performance zeigten, die für Pucher ebenfalls ein Durchbruch war: In "15 minutes to comply" jagte in einem Video-Loop ein Hund in einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle über eine Wand, während die Performer live auf dem Bahnsteig einen seltsamen Warte-Tanz aufführten, bis die Straßenbahn kam, in der sie verschwanden.

2009 wurden sie für ihre Performance "Saving the World" auf dem NRW-Festival des Freien Theaters Impulse mit dem Preis des Goethe-Instituts ausgezeichnet.

Nachtkritiken
zu Arbeiten von Gob Squad:

Saving The World am HAU Berlin (10/2008)

Revolution Now! in der Berliner Volksbühne (2/2010)

Before Your Very Eyes am HAU Berlin (4/2011)

Before Your Very Eyes beim Berliner Theatertreffen (5/2012)

Unendlicher Spaß, Station im Rahmen der 24-Stunden-Stadttour am HAU Berlin (6/2012)

Dancing About in der Berliner Volksbühne (11/2012)

Western Society am HAU Berlin (10/2013)

My square Lady an der Komischen Oper Berlin (6/2015)

War and Peace an den Münchener Kammerspielen (3/2016)

Creation (Pictures for Dorian) am HAU Berlin (5/2018)

I love you, Goodbye (The Brexit Edition) am Hebbel am Ufer Berlin (3/2019)


Link:

www.gobsquad.com

Gockel, Jan-Christoph

Jan-Christoph Gockel, 1982 in Gießen geboren, ist Regisseur.

Gockel studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt sowie Regie an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Schon während des Studiums entstanden erste Regiearbeiten beim Festival de Liège und an der Berliner Schaubühne am Lehninerplatz. Seit 2014 ist er Hausregisseur am Staatstheater Mainz und Mitglied der Künstlerischen Leitung.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jan-Christoph Gockel:

Deutschlandsaga 1 an der Schaubühne Berlin (11/2007)

Deutschlandsaga 2 an der Schaubühne Berlin (1/2008)

Deutschlandsaga 3 an der Schaubühne Berlin (1/2008)

h ha hamlet am bat Berlin (2/2008)

Deutschlandsaga 4 an der Schaubühne Berlin (2/2008)

Deutschlandsaga 5 an der Schaubühne Berlin (3/2008)

Deutschlandsaga 6 an der Schaubühne Berlin (4/2008)

Die Wissenden an der Schaubühne Berlin (2/2009)

Harry Lime lebt! am Schauspielhaus Wien (1/2010)

Baal am Staatstheater Oldenburg (9/2010)

Die Pappenheimer oder Das O der Anna O. am Wiener Schauspielhaus (11/2010)

Amok am Theater Osnabrück (4/2011)

Der talentierte Mr. Ripley an der Schaubühne Berlin (9/2011)

Hamlet am Staatstheater Oldenburg (2/2012)

Trilogie der Träumer (Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev... / Die Kaperer / Genannt Gospodin) Konzert Theater Bern (9/2012)

Vaudeville. Open Air! am Theater Basel (5/2013)

Öl! am Theater Heidelberg (6/2013)

Metropolis am Theater Bonn (11/2013)

Kongo Müller am Theater Rampe Stuttgart (1/2014)

Ich bereue nichts am Badischen Staatstheater Karlsruhe (10/2014)

Herz der Finsternis am Theater Bonn (4/2015)

Merlin oder Das wüste Land am Schauspielhaus Graz (9/2015)

Macbeth am Staatstheater Mainz (5/2016)

Die Verwandlung am Schauspiel Bochum (10/2016)

Der Auftrag: Dantons Tod am Schauspielhaus Graz (3/2017)

Der siebte Kontinent am Theater im Bauturm (4/2017)

Meister und Margarita am Staatstheater Mainz (6/2017)

Moby Dick am Staatstheater Stuttgart (1/2018)

Die Nibelungen am Staatstheater Mainz (4/2018)

Die Revolution frisst ihre Kinder! am Schauspielhaus Graz (11/2018)

sklaven leben am Schauspiel Frankfurt (1/2019)


Beiträge  von Jan-Christoph Gockel auf nachtkritik.de:

revolution burkina faso – Jan-Christoph Gockel ist in Burkina Faso, als dort der Präsident gestürzt wird  (10/ 2014)

Goebbels, Heiner

Heiner Goebbels, geboren 1952, ist Komponist, Musiktheater-Entwickler und Professor am Institut für angewandte Theaterwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit 2003 auch dessen Leiter.

Goebbels begann Mitte der 1980er Jahre nach zahlreichen Kompositionen für Theater und Film "Hörstücke" zu komponieren, meist nach Texten von Heiner Müller. "Szenische Konzerte" und Orchesterkompositionen folgten. Seit Mitte der 1990er Jahre liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit auf eigenen Musiktheater-Stücken, die er selbst inszeniert und die weltweit zu Theater- und Musik-Festivals eingeladen werden. Neben nationalen und internationalen Preisen erhielt Goebbels zwei Grammy-Nominierungen (für "Surrogate Cities" und "Eislermaterial"), den "Europäischen Theaterpreis - Neue Realitäten", den Preis des ITI zum Welttheatertag und den Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Seit Herbst 2006 ist Goebbels Präsident der Hessischen Theaterakademie. Von 2012 bis 2015 leitete er die Ruhrtriennale.

Nachtkritiken zu Projekten Heiner Goebbels:

Max Black am Theatre Vidy Lausanne (4/1998, besprochen als Teil des Interferences-Festivals Cluj)

Stifters Dinge bei den Berliner Festspielen (10/2007)

Industry and Idleness am Zürcher Schauspielhaus (5/2010)

Europeras 1 & 2 bei der Ruhrtriennale in Bochum (8/2012)

Nachtkritik-Texte von Heiner Goebbels:

Stuttgarter Rede zur Zukunft der Kultur (5/2013)

Andere Beiträge zu Heiner Goebbels:

Meldung: Heiner Goebbels ist Franco-Quadri-Preisträger 2015 (12/2015)


Link:

www.heinergoebbels.com

Goerden, Elmar

Elmar Goerden, 1963 in Viersen/Nordrhein-Westfalen geboren, ist Regisseur.

Nach einem Studium der Anglistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Köln gründete Goerden 1986 zunächst gemeinsam mit Karin Beier die international zusammengesetzte freie Gruppe "Countercheck Quarrelsome" (CCQ), die orginalsprachige Shakespeare-Aufführungen herausbrachte. Seine Stadttheaterlaufbahn begann er als Regieassistent an der Berliner Schaubühne, wo er u.a. mit Luc Bondy, Peter Stein und Robert Wilson zusammenarbeitete. An der Schaubühne entstand mit Sam Shepards "Liebestoll" 1994 auch Goerdens erste Regiearbeit. Von 2001 bis 2005 war Goerden Dieter Dorns Oberspielleiter am Bayerischschen Staatsschauspiel in München. 2005 wurde er Intendant des Bochumer Schauspielhauses. Im Mai 2008 kündigte Goerden seinen Rücktritt von der Intendanz in Bochum an: hier seine Erklärung im O-Ton samt Nachtkritik-Kommentar. Im November 2008 traf Christian Rakow Goerden in Bochum zum Gespräch. Seit 2010 arbeitet Goerden als freier Regisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Elmar Goerden:

Besuch bei dem Vater am Schauspielhaus Bochum (4/2007)

Der Alptraum vom Glück bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2007)

Wie es euch gefällt am Schauspielhaus Bochum (10/2007)

Maria Stuart am Schauspielhaus Bochum (1/2008)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Schauspielhaus Bochum (5/2008)

Der Kaufmann von Venedig am Schauspielhaus Bochum (10/2008)

Work, Sex and Politics am Schauspielhaus Bochum (4/2009)

König Lear am Schauspielhaus Bochum (10/2009)

Sieben Türen am Schauspielhaus Bochum (1/2010)

Nora am Schauspielhaus Bochum (5/2010)

Judith am Grazer Schauspielhaus (1/2011)

Wozzeck am Theater Basel (9/2011)

John Gabriel Borkman am Theater in der Josefstadt Wien (3/2012)

Die Wildente am Nationaltheater Mannheim (3/2014)

Die Verdammten am Theater in der Josefstadt Wien (11/2016)

Die Abweichungen am Schauspiel Stuttgart (11/2018)

Andere Beiträge zu Elmar Goerden:

Interview mit dem Bochumer Intendanten Elmar Goerden – Interview (11/2008).

Goetz, Rainald

Rainald Goetz, geboren 1954 in München, ist Schriftsteller.

Der sowohl in Geschichte wie in Medizin promovierte Autor schrieb in den späten 1970er Jahren als Journalist für die Süddeutsche Zeitung, für Spex, das Kursbuch und den Merkur. Kultstatus erlangte er mit seinem Auftritt 1983 beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, als er sich bei seiner Lesung mit einer Rasierklinge eine Wunde in die Stirn ritzte und seinen Vortrag schwer blutend zu Ende brachte. Seither avancierte Goetz zu einem für Feuilleton und Fachgermanistik gleichermaßen zentralen Gegenwartsautoren. 1998 hielt er die renommierten Frankfurter Poetik-Vorlesungen.

Wegen seines 1998 im Internet geführten Tagebuches "Abfall für alle", das später als "Roman eines Jahres" auch in Buchform veröffentlicht wurde, wird Rainald Goetz
häufig als erster deutscher Blogger bezeichnet. Goetz' breites, bei Suhrkamp verlegtes Werk umfasst Theatertexte, Essays, Blogs und journalistische Arbeiten sowie Romane und Erzählungen, die Themen der Psychiatrie, populäre Gegenwartskulturphänomene (Rave, Techno) und neue Theorien (etwa die Soziologie Niklas Luhmanns) in stark diskursgesättigten Texturen verarbeiten.

Mit seinen Theaterstücken "Krieg", "Katarakt" und "Jeff Koons" gewann Goetz den Mülheimer Dramatikerpreis 1988, 1993 und 2000. 1991 erhielt er den Heinrich-Böll-Preis, 1999 den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis, 2000 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, 2012 den Berliner Literaturpreis. Regelmäßig werden Goetz' Texte auch von anderen pop- und theorieaffinen Theatermachern in Stücke hinein gesampelt, etwa bei Angela Richter in Vive la crise! und Berghain Boogie Woogie, oder bei Wanda Golonka in RRUNGS!

Nachtkritiken zu Stücken von Rainald Goetz:

Jeff Koons am Theaterlabor Bremen (6/2008)

Festung am HAU Berlin (12/2008)

Jeff Koons an den Münchner Kammerspielen (1/2011)

Mjunik Disco an den Münchner Kammerspielen (4/2011, Textbeiträge)

Krieg am Theater Rottstraße 5 Bochum (12/2014)

Andere Beiträge zu Rainald Goetz:

Johann Holtrop – Buchkritik (9/2012)