Reinhardt, Max

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Begriff Definition
Reinhardt, Max

Max Reinhardt, 1873 in Baden bei Wien geboren und 1943 im New Yorker Exil gestorben, war Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter und -erfinder.

1894 engagierte Otto Brahm Max Reinhardt ans Deutsche Theater in Berlin, wo er bis 1902 Schauspieler war und das er 1905 erwarb. 1901 war Reinhardt darüber hinaus unter den Mitbegründern der Berliner Kleinkunstbühne Schall und Rauch. 1905 gründete er die Berliner Schauspielschule (Heute HfS Ernst Busch). Von 1905 bis 1930 leitete Reinhardt das Berliner Deutsche Theater, in dessen Nebengebäude er 1906 die Kammerspiele gründete. Von 1915-1918 leitete Reinhardt auch die Berliner Volksbühne. Am Kurfürstendamm gründete er 1924 die Komödie am Kurfürstendamm und erwarb wenig später auch das danebenliegende Theater am Kurfürstendamm. 1920 begründete Reinhardt die Salzburger Festspiele. 1933 musste Reinhardt emigrieren, erst nach Österreich, 1938 in die USA, wo er 1943 verarmt gestorben ist. Das Deutsche Theater und weitere Theaterimmobilien, darunter das ehemalige Große Schauspielhaus zwischen Schiffbauerdamm und der heutigen Reinhardtstraße in Berlin, wurden von den Nationalsozialisten enteignet und Reinhardts Erben dafür nach 1989 entschädigt.

Nachtkritik-Texte zu Max Reinhardt:

Essay: Max Reinhardt und das Deutsche Theater (2005)

Buchkritik: Peter W. Marx Vom bürgerlichen Theater zur metropolitanen Kultur (1/2007)

Nachtkritik: Sommernachtstraum - Die Salzburger Festspiele feiern ihren Erfinder (7/2010)

Filmkritik: Da geht ein Mensch - Alexander Granach (12/2012

Siehe auch: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Salzburger Festspiele