Stockmann, Nis-Momme

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Begriff Definition
Stockmann, Nis-Momme

Nis Momme-Stockmann, geboren 1981 in Wyk auf der nordfriesischen Insel Föhr, ist Theaterautor.

Seine Vita führt neben einem Studium der Sprache und Kultur Tibets sowie der Medienwissenschaften in Hamburg und Odense eine Lehre als Koch auf. Zum Dramatiker bildete er sich an der Berliner Universität der Künste im Studiengang "Szenisches Schreiben" aus.

Für "Der Mann der die Welt aß" erhielt Stockmann den Werkauftrag des Stückemarktes des Berliner Theatertreffens 2009 und den Preis des Heidelberger Stückemarktes 2009. Die Heidelberger Uraufführung des Werkes aus demselben Jahr wurde für das nachtkritik-Theatertreffen 2010 nominiert und von den nachtkritik-Lesern auf den 5. Platz hochkatapultiert. Als Diskutant trat er 2009 beim Berliner Symposium Schleudergang Neue Dramatik auf. Von 2009 bis 2012 war Stockmann Hausautor am Schauspiel Frankfurt, auf dessen Website er auch einen eigenen Blog führte.

Mit dem Stuttgarter Auftragswerk "Kein Schiff wird kommen" wurde Stockmann bereits in seiner Debütsaison zu den Mülheimer Tagen 2010 eingeladen, in deren Vorfeld er auf nachtkritik-stuecke2010.de einen Text gegen die Bewertungsmacht der Kritik und für eine Dramaturgie der Zukunft veröffentlichte. Im Mai 2010 war Stockmann außerdem Mitglied der Jury des Heidelberger Stückemarktes, die mit ihrer Entscheidung, die zu vergebende Preissumme zwischen allen Autoren zu teilen, für Aufsehen sorgte. Im Rahmen der Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa 2010 hielt Nis-Momme Stockmann die Rede Vom Verschwinden des Autors und dem anschwellenden Theater, die im Juni 2010 auf nachtkritik.de veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2014 erhielt er den mit 10.000 Euro dotierten Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. 2016 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Der Fuchs" (hier die Buchkritik), mit dem er für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Im Vorfeld gab er dem Blog intellectures.de ein Interview, in dem er auch über die "Idioten" von der theaterkritischen Zunft schimpfte.

In Bild und Ton ist Stockmann Videoporträt auf nachtkritik-stuecke2010.de zu erleben.

Nachtkritiken zu Stücken und Inszenierungen von Nis-Momme Stockmann:

Der Mann der die Welt aß auf dem Stückemarkt des Theatertreffens (5/2009)

Und dann biege ich in eine Straße ein im Rahmen des Theaterspekakels "Heimat-Los!" am Landestheater Altenburg/Gera (10/2009)

Der Mann der die Welt aß am Theater Heidelberg (12/2009)

Das blaue blaue Meer am Schauspiel Frankfurt (1/2010)

Kein Schiff wird kommen am Staatstheater Stuttgart (2/2010)

Das blaue blaue Meer am Theater Bremen (5/2010)

Inga und Lutz oder: Die potentielle Holistik eines Schnellkochtopfs im Kosmos des modernen Seins am Staatstheater Braunschweig (10/2010)

Kein Schiff wird kommen in der Box des Deutschen Theaters Berlin (10/2010)

Die Ängstlichen und die Brutalen am Schauspiel Frankfurt (11/2010)

Herkules Manhattans holistisches Kompendium des modernen Seins, Kapitel 2: Time Tunnel in der Box des Schauspiels Frankfurt (1/2011)

Expedition und Psychiatrie am Theater Heidelberg (auch Regie) (3/2011)

Die Ängstlichen und die Brutalen am Deutschen Theater Berlin (4/2011)

Der Freund krank am Schauspiel Frankfurt (4/2012)

Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir am Schauspiel Hannover (9/2012)

Der Freund krank am Deutschen Theater Berlin (2/2014)

Die kosmische Oktave an den Sophiensaelen Berlin (3/2014)

Phosphoros bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2014)

In Transit im Kurzdramenprojekt "Vom Ende der Kindheit" am Theater Chemnitz (6/2015)

Amerikanisches Detektivinstitut Lasso am Schauspiel Hannover (2/2016)

Kernsanierung der Postmoderne beim Offshore Festival am Stadttheater Bremerhaven (6/2016)

Das Imperium des Schönen am Schauspiel Stuttgart (1/2019)