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Begriff Definition
Düggelin, Werner

Werner Düggelin, geboren am 7. Dezember 1929 in Siebnen, Kanton Schwyz, ist Schauspiel- und Opernregisseur, von 1968 bis 1975 war er Schauspieldirektor am Theater Basel.

Düggelin studierte an der Universität Zürich Germanistik. Über eine Assistenz beim Regisseur Leopold Lindtberg gelangte er nach Paris, wo er 1952 die Compagnie de Sept im Pariser Vorstadttheater Asnières gründete. 1954 wurde er Regisseur am Staatstheater Darmstadt, 1956 am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Gastinszenierungen führten ihn an die wichtigen deutschsprachigen Bühnen und Festspiele. In Basel, Wien, Stuttgart und Düsseldorf inszenierte er auch Opern. Von 1968 bis 1975 verantwortete er als Schauspieldirektor des Theaters Basel eine legendäre Ära. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur. Ab 1987 leitete er zudem vier Jahre das Schweizer Kulturzentrum in Paris.

Düggelin war einer der ersten deutschsprachigen Regisseure, die Stücke von Samuel Beckett, Eugène Ionesco, Georges Schehadé, Albert Camus, Jean Genet und Paul Claudel in deutscher Sprache inszenierten. 1995 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Basel, daneben wurde er mit dem Hans-Reinhart-Ring, dem Basler Kunstpreis und 2010 mit dem Wiener Theaterpreis Nestroy für die beste Inszenierung ausgezeichnet. Im Juni 2014 kündigte er seinen Rückzug vom Theater an und sagte, dass er wegen der Anstrengungen nicht mehr inszenieren werde.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Werner Düggelin:

Lieblingsmenschen am Theater Basel (5/2008, Nachtkritik zum Gastspiel bei den Mülheimer Theatertagen für das Festival-Portal nachtkritik-stuecke08.de)

Die Gerechten am Schauspielhaus Zürich (3/2009)

Die kahle Sängerin am Theater Basel (9/2009)

Volpone am Schauspielhaus Zürich (3/2010)

Für die Nacht am Theater Basel (4/2011)

Die Unterrichtsstunde am Theater Basel (11/2011)

Das Glas Wasser am Schauspielhaus Zürich (5/2012)

Schönes am Schauspielhaus Zürich (5/2013) 

Der Bürger als Edelmann am Schauspielhaus Zürich (2/2014)

Glückliche Tage am Schauspielhaus Zürich (10/2015)

Dura, Regine

Regine Dura ist Dramaturgin und Filmregisseurin.

Sie studierte Politologie, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik, Kunstpädagogik (M.A.) und Video an der HdK, Berlin. Sie arbeitet als Dokumentarfilmregisseurin, Autorin und Dramaturgin. 2012 entstand ihr Dokumentarfilm "White Blood / Weißes Blut" (ZDF/Arte) über ein rassistisches deutsch-südafrikanisches Adoptionsunternehmen. Mit Hans-Werner Kroesinger arbeitet sie seit dem Jahr 2000 als Dramaturgin. Sie beschäftigen sich mit politisch motivierter Gewalt, u.a. der RAF, mit ihrer Entstehung und mit den Spuren, die sie in der deutschen Gesellschaft hinterlassen hat. Ihre Arbeit "Stolpersteine Staatstheater" am Badischen Staatstheater Karlsruhe wurde 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

 

Nachtkritiken zu Arbeiten von Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger:

FRONTex SECURITY am Hebbel am Ufer Berlin (12/2013)

Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014 am Berliner HAU (6/2014)

Exporting War am Berliner HAU (12/2014)

Musa Dagh: Tage des Widerstands am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2015)

Graecomania 200 years am HAU Berlin (1/2016)

Die Luft hier: scharfgeschliffen an der Staatsoper Berlin (6/2016)

Heimat Reloaded am Berliner HAU (12/2016)

Nowhere Out am Badischen Staatstheater Karlsruhe (6/2017)

#Meinungsmacher am Theater Erlangen (1/2018)

Mythos VOEST am Landestheater Linz (2/2019)

Schwarze Ernte am Berliner HAU (5/2019)

 

 

 

Dushe, Henriette

Henriette Dushe, geboren 1975 in Halle/Saale, ist Dramatikerin.

Dushe studierte nach langjähriger Tätigkeit als Erzieherin und Theaterpädagogin 2001 bis 2006 KulturArbeit in Potsdam (Diplom im Fachbereich Angewandte Ästhetik), von 2011 bis 2013 zudem Szenischen Schreibens an der uniT Graz. Von 2002 bis 2011 arbeitete sie als Dramaturgin und Autorin beim freien Autoren- und Schauspielkollektiv unitedOFFproductions (Braunschweig/Berlin). Henriette Dushe lebt in Berlin und erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter 2013 den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes und den Jakob Michael Reinhold Lenz-Preis, 2014 den Autorenpreis der Stadt Essen und den Grabbe-Preis.

Nachtkritiken zu Stücken von Henriette Dushe:

Lupus in Fabula am Theater Heidelberg (4/2014)

Von der langen Reise auf einer heute überhaupt nicht mehr weiten Strecke am Schauspiel Essen (6/2015)

In einem dichten Birkenwald, Nebel am Landestheater Detmold (1/2016)

In einem dichten Birkenwald, Nebel am Landesbühne Niedersachsen Nord in Wilhelmshaven (4/2018)