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Begriff Definition
Häusermann, Ruedi

Ruedi Häusermann, geboren 1948 in Lenzburg im Kanton Aargau / Schweiz, ist Musiker und Theaterregisseur.

Häusermann studierte Ökonomie und Musik, spielte klassische Querflöte und widmete sich früh dem improvisatorischen Jazz. Mit seinem Soloprogramm "Der Schritt ins Jenseits" wandte er sich 1993 dem Theater zu. Er arbeitete regelmäßig mit dem Regisseur Christoph Marthaler zusammen und wirkte selbst als Regisseur und Musiker in der Freien Szene und an Stadttheatern im ganzen deutschsprachigen Raum. Seine Arbeit "Kapelle Eidg. Moos" in der Tuchlaube Aarau wurde für die Wahl zum nachtkritik-Theatertreffen 2012 nominiert.

Nachtkritik-Meldungen zu Ruedi Häusermann:

Der Zürcher Kunstpreis geht an Ruedi Häusermann (7/2011)

Nachtkritiken zu Arbeiten von Ruedi Häusermann:

Über Tiere am Burgtheater Wien (5/2007)

Die Glocken von Innsbruck läuten den Sonntag ein am Burgtheater Wien (1/2009)

Der Hodler am Schauspielhaus Zürich (4/2010)

Vielzahl leiser Pfiffe. Umwege zum Konzert am Schauspielhaus Zürich (4/2012)

Robert Walser am Schauspielhaus Zürich (3/2014)

Link:

www.ruedihaeusermann.ch

Haußmann, Leander

Leander Haußmann, 1959 in Quedlinburg geboren, ist Schauspieler, Theater- und Filmregisseur.

In eine Theaterfamilie geboren – sein Vater war der Schauspieler Ezard Haußmann – studierte Leander Haußmann im Anschluss an eine Druckerlehre und den Grundwehrdienst bei der NVA ab 1982 Schauspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" (die damals freilich noch nicht so hieß). In den 1980er Jahren trat er in Inszenierungen von Frank Castorf auf, an kleineren Theatern wie in Gera oder Parchim. In Parchim debütierte er auch als Regisseur, in Weimar, wo er seit 1990 arbeitete, erregte er überregionale Aufmerksamkeit, 1993 war er gleich mit zwei Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Haußmann arbeitete auch am Schiller Theater in Berlin, das 1993 geschlossen wurde.

Sein sinnlicher, gelegentllich überbordender und die Stoffe doch konsequent gegen den Strich bürstender Regiestil machte früh Furore. In den Jahren 1995 bis 2000 stand Haußmann als jüngster Intendant Deutschlands dem Schauspielhaus Bochum vor, wo er u.a. fünf Monate nach dessen Tod Heiner Müllers letztes Stück "Germania 3 Gespenster am Toten Mann" (1996) uraufführte.

1999 gelang ihm der Durchbruch als Filmregisseur mit der melancholischen DDR-Satire "Sonnenallee" (nach dem Buch von Thomas Brussig). Mit Filmen wie "NVA" und "Herr Lehmann" (nach dem Buch von Sven Regner) oder "Hotel Lux" blieb er in der Folge dem Sujet der Vorwendekomödie treu.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Leander Haußmann:

Der kleine Bruder am bat-Studiotheater Berlin (12/2009)

Rosmersholm an der Volksbühne Berlin (9/2011)

Hamlet am Berliner Ensemble (11/2013)

Die Möwe am Thalia Theater Hamburg (2/2014)

Woyzeck am Berliner Ensemble (9/2014)

Der gute Mensch von Sezuan am Berliner Ensemble (9/2015)

Drei Schwestern am Berliner Ensemble (12/2015)

Die Räuber am Berliner Ensemble (5/2016)

Cyrano de Bergerac am Thalia Theater Hamburg (3/2017)

Die Danksager am Berliner Ensemble (4/2017)

Ein Sommernachtstraum am Burgtheater Wien (9/2017)

Haußmanns Staatssicherheitstheater an der Volksbühne Berlin (12/2018)

Die Stühle Co-Regie mit Claus Peymann am Burgtheater Wien (3/2019)

Amphitryon am Thalia Theater Hamburg (5/2019)

Weitere Beiträge zu Leander Haußmann:

Blog: Leander Haußmann lästert und hat eine These (11/2007)

Buchkritik: Buh. Mein Weg zu Reichtum, Schönheit und Glück (10/2013)

Hauswirth, Ed.

Ed. Hauswirth  (geboren 1965 in Mooskirchen / Steiermark), ist ein Regisseur und Theaterleiter.

Hauswirth ist Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter des Theater im Bahnhof, einer freien Gruppe in Graz. 1990 bis 2005 war er Landesspielberater für außerberufliches Theater in der Steiermark. Außerdem war er Mitgründer des Vorstadttheater Graz. Als Regisseur arbeitet er für das Theater im Bahnhof, die Rabtaldirndln, das Vorstadttheater Graz, das TAG Wien, das Theater Phönix Graz sowie für das Theater Dortmund. Daneben ist er auch als Schauspieler, Moderator und Workshopleiter tätig. 2014 wurde er mit dem Nestroy-Preis für die beste Off-Produktion für seine Inszenierung von "Der diskrete Charme der smarten Menschen" am TAG ausgezeichnet.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Ed. Hauswirth:

Graz Alexanderplatz am Theater im Bahnhof Graz (4/2012)

Schwarze Wolle am brut Wien (2/2013)

Wahr und gut und schön am Theater im Bahnhof Graz (12/2015)

Triumph der Freiheit am Theater Dortmund (9/2016)

Böse Frauen am brut Wien (12/2018)

Hawemann, Sascha

Sascha Hawemann, geboren 1967 in Berlin, ist Regisseur.

Hawemann studierte von 1988 bis 1991 Schauspielregie in Belgrad, von 1991 bis 1993 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Am Hans Otto Theater Potsdam war er von 1995 bis 1995 Hausregisseur, ab 1997 leitender Regisseur. Seit der Spielzeit 20000/01 arbeitet Hawemann als freier Regisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Sascha Hawemann:

Birds im Rahmen der Langen Nacht der Autoren am Thalia Theater Hamburg (6/2008)

Die Aeneis am Hans Otto Theater Potsdam (11/2009)

Taking Care of Baby am Deutschen Theater Berlin (1/2010)

Die Nacht, die Lichter am Centraltheater Leipzig (3/2010)

We are blood am Centraltheater Leipzig (11/2010)

Sirk the East – Der Traum von Hollywood am Centraltheater Leipzig (5/2011)

Totentanz am Theater Magdeburg (2/2012)

Ein Pulverfass am Centraltheater Leipzig (10/2012)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Hannover (2/2013)

Gewalten am Centraltheater Leipzig (4/2013)

Endstation Sehnsucht am Theater Magdeburg (3/2014)

Einsam lehnen am Bekannten am Theater Konstanz (6/2015)

Wolf unter Wölfen am Schauspiel Hannover (1/2016)

Die Ratten am Staatstheater Nürnberg (2/2017)

Geächtet am Staatstheater Hannover (12/2017)

Link:

Sascha Hawemann auf YouTube

Heckmanns, Martin

Martin Heckmanns, 1971 in Mönchengladbach geboren, ist Dramatiker.

Heckmanns studierte Philosophie, Geschichte und Komparatistik, bevor er Theatertexte zu schreiben begann, deren Figuren immer stark von der Sprache her gedacht sind. Und der Frage, wie das Sprechen oder Subjektkonstruktionen mit dem verdinglichten Material des Sprach- und Ideologiemülls der Gegenwart (und seiner Jargons) überhaupt noch möglich sein können. Heckmanns' Durchbruch als Dramatiker war 2003 das Stück "Schieß doch, Kaufhaus", das mit Ernst-Jandelschem Aberwitz die Hilf- und Sinnlosigkeit gegenwärtiger Revolten und Subjektbildungsversuche untersuchte und den Publikumspreis der Mülheimer Theatertage gewann. Auch "Kränk", das darauffolgende Stück, erhielt 2004 den Publikumspreis der Mülheimer Theatertage. Von 2009 bis 2012 war Martin Heckmanns Hausautor und Dramaturg am Staatsschauspiel Dresden.

Nachtkritiken zu Stücken von Martin Heckmanns:

Kommt ein Mann zur Welt am Schauspiel Köln (4/2007)

Ein Teil der Gans am Deutsche Theater Berlin (10/2007)

Ein Teil der Gans am Theater Heidelberg (4/2008)

Das wundervolle Zwischending am Zürcher Schauspielhaus (6/2008)

Zukunft für immer am Staatsschauspiel Dresden (9/2009)

Hier kommen wir nicht lebendig raus am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2010)

Ins Offene am Staatstheater Nürnberg (10/2010)

Vater Mutter Geisterbahn am Staatsschauspiel Dresden (5/2011)

Wir sind viele und reiten ohne Pferd am Staatstheater Stuttgart (5/2012)

Einer und eine am Nationaltheater Mannheim (11/2012)

Hier kommen wir nicht lebendig raus am Schauspiel Hannover (12/2012)

Es wird einmal am Schauspielhaus Bochum (12/2013)

Einer und eine am Theater Der Keller Köln (2/2014)

Ein Teils der Gans im Haus der Lüge am Zürcher Theater Neumarkt (9/2014)

Die Zuschauer am Staatsschauspiel Dresden (9/2015)

Mein Herz ist rein am Staatsschauspiel Dresden (9/2016)

Der Schwindel und sein Gegenteil (UA) am Neumarkt Theater Zürich (6/2018)

Texte von Martin Heckmanns auf nachtkritik.de:

Das Theater als Raum einer anderen Gemeinschaft (6/2014)

Heicks, Michael

Michael Heicks, geboren 1956 in Kranenburg, ist Regisseur und Theaterintendant.

Heicks studierte von 1979 bis 1984 Schauspiel und Regie an der Akademie der darstellenden Kunst, Otto-Falckenberg-Schule, München. Er arbeitete zunächst als freier Regisseur in Schauspiel und Oper. 2000 wurde er Schauspieldirektor am Theater Bielefeld und wechselte 2005 in die Intendanz des Hauses. Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 übernahm er zudem die Intendanz der Rudolf-Oetker-Halle (Konzerthaus Bielefeld). Sein Vertrag als Intendant des Theaters Bielefeld läuft bis 2023.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Michael Heicks:

Elende Väter am Theater Bielefeld (11/2007)

Shoppen am Theater Bielefeld (11/2008)

Paare. Liebe ist eine schwere Geisteskrankheit am Theater Bielefeld (Bühnenbild, 6/2017)

Kaleidoscope_to the Dark Side of the Moon am Theater Bielefeld (11/2018)

Heidelberger Autorenpreis

Heidelberger Autorenpreis. Beim Heidelberger Stückemarkt wird seit 1984 der Heidelberger Autorenpreis verliehen für das beste deutschsprachige Stück der zum Wettbewerb eingeladenen Autoren. Bedingung ist, dass der Text bisher noch nicht uraufgeführt wurde. Der Preis gilt als wichtige Auszeichnung für Gegenwartsdramatik.

Preisträger der letzten Jahre:

2019: Teresa Dopler (für "Das weiße Dorf")

2018: Ulrike Syha (für "Drift")

2017: Maryam Zaree (für "Kluge Gefühle")

2016: Maria Milisavljevic (für "Beben")

2015: Lukas Linder Linder (für "Der Mann aus Oklahoma")

2014: Ulf Schmidt (für "Der Marienthaler Dachs")

2013: Henriette Dushe (für "Lupus in fabula")

2012: Thomas Arzt (für "Alpenvorland")

Heidelberger Stückemarkt

Das Festival Heidelberger Stückemarkt findet seit 1984 jährlich im Mai am Heidelberger Theater statt und gehört zu den wichtigsten Festivals für deutschsprachige Dramatik.

Seit 1996 wurde das Herzstück, der Heidelberger Autorenpreis, kontinuierlich verändert und erweitert. Im Uraufführungsprogramm werden Gastspiele aus dem gesamten deutschsprachigen Raum gezeigt. Seit 2001 wird das Festival um die Vorstellung von Autoren und Theaterproduktionen eines Gastlandes ergänzt. Seit 2012 werden neben Uraufführungen auch Zweit- und Drittinszenierungen von neuen Stücken gezeigt und wurde das Programm um Jugendtheater erweitert.

nachtkritik.de hat zuletzt 2016 den Stückemarkt mit einer eigenen Festivalwebsite begleitet, die Kooperation fand bisher 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 statt.

Hein, Christoph

Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf (heute: Jasienica), Schlesien, ist Dramatiker, Schriftsteller, Übersetzer und Essayist.

Hein wuchs in der Kleinstadt Bad Düben bei Leipzig auf. Da er als Sohn eines Pfarrers nicht auf die Erweiterte Oberschule gehen durfte, arbeitete er als Montagearbeiter, Buchhändler, Kellner, Journalist, Schauspieler und Regieassistent. 1964 legte er sein Abitur an der Abendschule ab. In Berlin und Leipzig studierte er zwischen 1967 und 1971 Philosophie und Logik. Danach wurde er Dramaturg und Autor an der Volksbühne in Ost-Berlin. Seit 1979 arbeitet er als freier Schriftsteller. Seinen Durchbruch hatte Hein mit der Novelle "Der fremde Freund". Sein erfolgreichstes Stück "Die Wahre Geschichte des Ah Q" wurde 1983 publiziert. Als Übersetzer bearbeitete er Werke von Jean Racine und Molière. Von 1998 bis 2000 war Christoph Hein erster Präsident des gesamtdeutschen PEN-Clubs. 2004 galt Hein für wenige Monate als designierter Intendant des Deutschen Theaters in Berlin. 2008 erhielt er den Walter-Hasenclever-Preis.

Nachtkritiken zu Texten von Christoph Hein:

Horns Ende am Schauspiel Leipzig (3/2006)

In seiner frühen Kindheit ein Garten am Theater Heilbronn (6/2009)

Die wahre Geschichte des Ah Q am Landestheater Neustrelitz (11/2009)

Tilla an den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin (10/2012)

Weiskerns Nachlass am Nationaltheater Weimar (9/2013)

Andere Beiträge zu Christoph Hein:

Meldung: Walter-Hasenclever-Preis für Christoph Hein (2/2008)

Glückwunsch: Wir gratulieren Christoph Hein zum 70. Geburtstag (4/2014)

Hein, Jan

Jan Hein, geboren 1967, ist Dramaturg und Regisseur. Seit Beginn 2013 ist er Chefdramaturg am Schauspiel Stuttgart.

Hein studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Köln und arbeitete danach als Regieassistent bei Peter Palitzsch und Dimiter Gotscheff, als Dramaturg in Bielefeld, Hamburg, Frankfurt und von 2007 bis 2013 unter Intendantin Karin Beier am Schauspiel Köln.

Von 1996 bis 2012 arbeitete er mit dem 1969 geborenen Regisseur Thorsten Lensing zusammen. Für die Arbeit dieses Regie-Duos, lässt er sich jeweils von der Arbeit am Theater freistellen. Lensing/Hein starten ihre akribisch und sehr langfristig vorbereiteten Projekte nicht, bevor die ideale Besetzung gefunden ist: bisher unter anderem Schauspieler wie Miriam Goldschmidt, Katharina Schüttler, Viviane de Muynck, Matthias Habich, Theater-Heute-Gründer Henning Rischbieter, Josef Ostendorf, Clemens Schick, Charly Hübner oder Ursina Lardi.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Thorsten Lensing und Jan Hein:

Onkel Wanja in den Berliner Sophiensaelen (3/2008)

Der Lauf zum Meer bei der spielzeit europa Berlin (1/2009)

Die Kleider der Frauen im Pumpenhaus Münster (2/2011)

Der Kirschgarten in den Berliner Sophiensaelen (12/2011)

Siehe auch: Thorsten Lensing