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Begriff Definition
Heyme, Hansgünther

Hansgünther Heyme, geboren am 22. August 1935 in Bad Mergentheim, ist Regisseur und Theaterleiter.

Heyme startete seine Regie-Karriere als Assistent von Erwin Piscator an der Berliner Freien Volksbühne. Zwischen 1957 und 1963 arbeitete er als Schauspieler und Regisseur in Mannheim und Heidelberg. Von 1963 bis 1968 war er Hausregisseur am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. 1968 wurde Heyme Schauspielleiter der Städtischen Bühnen in Köln, 1979 als Nachfolger von Claus Peymann Intendant des Staatstheaters Stuttgart. Von 1985 bis 1992 leitete er das Theater Essen, von 1992 bis 1994 das Theater Bremen.

Von 1990 bis 2003 war Hansgünther Heyme darüber hinaus künstlerischer Leiter der Ruhrfestspiele. Von 2004 bis 2014 leitete er das Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen. Seitdem arbeitet er frei.

Mit Inszenierungen aus Wiesbaden, Köln und Stuttgart wurde er insgesamt fünfmal zum Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Hansgünther Heyme:

Torquato Tasso in Ludwigshafen (9/2009)

Gas I & II bei den Ruhrfestspielen (5/2013)

Maria Stuart am Theater Ingolstadt (12/2016)

Hildesheimer Thesen

Die Hildesheimer Thesen entstanden im Kontext einer Medienpartnerschaft mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim.

Dort hat im Wintersemester 2012/13 die Ringvorlesung "Theater. Entwickeln. Planen. Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste" das Ziel, die Debatte um Krise und Zukunft der Darstellenden Künste zu konkretisieren. Immer Mittwochs veröffentlichte nachtkritik.de zu Vorlesungsbeginn um 12. 15 Uhr die den Vorlesungen der Experten aus Theorie und Praxis zu Grunde liegenden Thesen:

- Reformbedarf auf der Baustelle Theater von Wolfgang Schneider (24. Oktober 2012)

- Wie interkulturelles Audience Developement Relevanz stiften kann von Birgit Mandel (31. Oktober 2012)

Was die unfreiwillige Gemeinsamkeit zwischen Stadttheater und Freier Szene bringen kann von Jens Roselt (7. November 2012)

- Stadt/Land/Theater – Tendenzen regionaler Entwicklung von Alexander Pinto (14. November 2012)

- Jenseits des Freien Theaters von Annemarie Matzke (21. November 2012)

- Die Transformation des deutschen Theatersystems von Thomas Schmidt (28. November 2012)

- Un/doing differences – Theater als gesellschaftliches Instrument der Differenz/Differenzierung von Friedemann Kreuder (5. Dezember 2012)

- Die Zukunft der Theatervermittlung am Beispiel Kinder- und Jugendtheater von Geesche Wartemann (12. Dezember 2012)

- Die Rolle des Theaters in und für Europa von Ingrid Hentschel (19. Dezember 2012)

- Theater als Kulturindustrie: globale Perspektiven in einer reflexiven Moderne von Christopher Balme (9. Januar 2013)

- Die Zukunft liegt im transkulturellen Theater von Günther Heeg (16. Januar 2013)

- Für einen Dialog zwischen Opernhäusern und freier Musiktheaterszene von Matthias Rebstock (23. Januar 2013)

- Für eine produktive Umdeutung des Begriffs Kulturkonsum von Peter W. Marx (6. Februar 2013)

Link:
www.uni-hildesheim.de

Siehe auch: Stadttheaterdebatte, Niedersachsen-Schwerpunkt

Hilling, Anja

Anja Hilling, 1975 im Emsland geboren, ist Dramatikerin.

Hilling studierte von 2002 bis 2006 Szenisches Schreiben an der Berliner UdK. Ihr Stück "Mein junges idiotisches Herz" war 2005 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Andreas Kriegenburg setzte 2009 für die Lange Nacht der Autoren am Hamburger Thalia Theater ihr Stück "Radio Rhapsodie" in Szene.

Nachtkritiken zu Inszenierungen ihrer Stücke:

Schwarzes Tier Traurigkeit (UA) im Schauspiel Hannover (10/2007)

Mein junges idiotisches Herz (SEA) im Zürcher Schauspielhaus (1/2008)

Nostalgie 2175 (UA) im Thalia Theater Hamburg (4/2008)

Schwarzes Tier Traurigkeit (ÖEA) im Wiener Schauspielhaus (10/2008)

Bulbus in den Münchner Kammerspielen (1/2009)

Sinn am Schauspiel Essen (3/2010)

Schwarzes Tier Traurigkeit am Deutschen Theater Berlin (6/2010)

der Garten am Schauspielhaus Wien (12/2011)

Der seidene Schuh – Teil III am Schauspielhaus Wien (Bearbeitung nach Paul Claudel, 11/2012)

Protection bei der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater Berlin (6/2014)

Sinfonie des sonnigen Tages am Schauspielhaus Wien (10/2014)

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen (nach Paul Claudel) am Theater Basel (2/2017)

Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben? am Nationaltheater Mannheim (9/2017)

Hillje, Jens

Jens Hillje, 1968 geboren, ist Dramaturg und Co-Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters.

Nach einem Studium der angewandten Kulturwissenschaften in Perugia, Hildesheim und Berlin arbeitete er seit 1990 in der freien Theaterszene als Schauspieler, Autor und Regisseur. 1996 gründete er mit Thomas Ostermeier die Baracke am Deutschen Theater Berlin, die zwei Jahre später in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" zum "Theater des Jahres" gewählt wurde. Von 1999 bis 2009 war er Mitglied der Künstlerischen Leitung und Chefdramaturg der Schaubühne am Lehniner Platz.

Gemeinsam mit Nurkan Erpulat erarbeitete Hillje 2010 am Ballhaus Naunynstraße das Stück "Verrücktes Blut", das 2011 "Stück des Jahres" wurde.

Seit der Spielzeit 2013/14 hat er zusammen mit Shermin Langhoff die künstlerische Leitung des Maxim Gorki Theaters Berlin inne. Die Stiftung Preußische Seehandlung verlieh ihnen 2016 den Theaterpreis Berlin.

Nachtkritiken zu Stücken von Jens Hillje:

Verrücktes Blut bei der Ruhrtriennale (9/2010)

Verrücktes Blut in Braunschweig (11/2011)

Verrücktes Blut in der Garage X in Wien (1/2012)

Verrücktes Blut am Deutschen Theater Göttingen (11/2014)

Andere Beiträge zu Jens Hillje:

Meldung: Shermin Langhoff und Jens Hillje bewerben sich um Leitung des Berliner HAU (2/2011)

Bericht: Pressekonferenz der neuen Intendanz am Berliner Maxim Gorki Theater (9/2013)

Meldung: Offener Brief: Theatermacher fordern veränderte Asylpolitik (7/2014)

Bericht: Rassismus im Kulturbetrieb – Eine Podiumsdiskussion im Ballhaus Naunynstraße in Berlin (9/2014)

Presseschau: taz-Interview mit dem Co-Leiter Jens Hillje vom Gorki Theater Berlin (1/2014)

Meldung: Gorki ist Theater des Jahres (8/2014)

Meldung: Shermin Langhoff und Jens Hillje erhalten Theaterpreis Berlin 2016 (2/2016)

Meldung: Gorki und Volksbühne sind Theater des Jahres (8/2016)

Hinrichs, Fabian

Fabian Hinrichs, geboren 1974 in Hamburg, ist Theater- und Filmschauspieler.

Nach seiner Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum war Fabian Hinrichs von 2000 bis 2005 Ensemblemitglied der Berliner Volksbühne und arbeitete dort mit Regisseuren wie Leander HaußmannFrank CastorfChristoph SchlingensiefRené Pollesch, seit 2005 verstärkt mit Laurent Chétouane und Schorsch Kamerun zusammen.

Als Filmschauspieler wurde er vor allem durch seine Rolle als Hans Scholl in Marc Rothemunds Kinofilm "Sophie Scholl – Die letzten Tage" bekannt. Im Januar 2010 wurde er auf dem 31. Filmfestival im Wettbewerb um den Max Ophüls Preis in Saarbrücken für seine Rolle in Maximilian Erlenweins Film "Schwerkraft" mit dem Sonderpreis Schauspiel ausgezeichnet, der nur ausnahmsweise vergeben wird. 2014 erhielt er den Ulrich-Wildgruber-Preis zugesprochen.

Texte von Fabian Hinrichs auf nachtkritik.de:

Rede über die Schauspielkunst (5/2018)

Einar Schleef zum 75. Geburtstag – Rede bei der im Berliner Hebbel am Ufer (1/2019)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Fabian Hinrichs:

Hinrichs, Prinz von Dänemark, Produktion der Münchner Kammerspiele beim Gastspiel in den Berliner Sophiensaelen (3/2007)

Biologie der Angst am Zürcher Schauspielhaus (11/2007)

Empedokles//Fatzer am Schauspiel Köln (2/2008)

Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang! an der Berliner Volksbühne (1/2010, dazu schrieb auch Christoph Schlingensief in seinem Blog)

Der perfekte Tag in Mülheim an der Ruhr (6/2010)

Rust – Ein deutscher Messias am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2010)

XY Beat an den Münchner Kammerspielen (11/2010)

Kill your Darlings! Streets of Berladelphia an der Berliner Volksbühne (1/2012)

Die Ausgedehnten beim Internationalen Sommerfestival 2012 auf Kampnagel (8/2012)

Die Zeit schlägt dich tot beim Festival Foreign Affairs in Berlin (10/2012)

Keiner findet sich schön an der Berliner Volksbühne (6/2015)

Ich habe um Hilfe gerufen. Es kamen Tierschreie zurück beim Festival "Marx' Gespenster" am HAU Berlin (11/2015)

Keiner findet sich schön in der Berliner Volksbühne (6/2015)

Andere Beiträge zu Fabian Hinrichs:

Meldung: Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs werden neue "Tatort"-Kommissare (11/2013)

Meldung: Fabian Hinrichs erhält Ulrich-Wildgruber-Preis (1/2014)

Meldung: Fabian Hinrichs ist Juror des Alfred-Kerr-Darstellerpreises 2018 (3/2018)

Meldung: René Pollesch inszeniert im Berliner Revuetheater Friedrichstadt-Palast (7/2019)


Siehe auch: Pollesch, René

Hirche, Albrecht

Albrecht Hirche, geboren 1959 in Heckelberg/Brandenburg und aufgewachsen in Norddeutschland, ist Theaterregisseur, Ausstatter und Autor.

Hirche studierte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim, wo er von 1986 bis 1989 Dozent für Theatertheorie und -praxis war. Seit 1981 arbeitet er freiberuflich als Regisseur an staatlichen und freien Theatern im gesamten deutschsprachigen Raum und in Athen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Albrecht Hirche:

Hermanns Schlacht am Neuen Theater Halle (10/2007)

Der Fremde am Oldenburgischen Staatstheater (6/2008)

Die Verwirrungen des Zöglings Törleß am Theater an der Ruhr Mülheim (1/2009)

Volpone beim Gomaringer Theatersommer (6/2009)

King Arthur am Theater Aachen (4/2012)

Scham am Theater an der Ruhr Mülheim (2/2013)

Link:

https://albrechthirche.wordpress.com

Hochhuth, Rolf

Rolf Hochhuth, am 1. April 1931 in Eschwege geboren, ist Dramatiker.

Hochhuth, der seine Karriere als Lektor im Bertelsmann-Verlag begann, gilt als ein maßgeblicher Anreger des Dokumentartheaters. Internationalen Erfolg erzielte er mit dem "christlichen Trauerspiel" "Der Stellvertreter" von 1961, das nachtkritik.de in einer Gratulation zum 80. Geburtstag würdigte. Über seine Ilse-Holzapfel-Stiftung ist er zudem Eigentümer des Berliner Theater am Schiffbauerdamm, das er an die Berliner Kulturverwaltung vermietet hat, deren Untermieter das Berliner Ensemble ist. Wegen verschiedener Vertragsklauseln kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Hochhuth, der Stadt Berlin und dem Berliner Ensemble-Intendanten der Jahre 1999-2017 Claus Peymann.

Nachtkritiken zu Stücken von Rolf Hochhuth:

Sommer 14 in der Berliner Urania (8/2009)

Inselkomödie im Theater am Schiffbauerdamm (7/2010)

Gasherd und Klistiere am Jüdischen Theater Bimah (3/2011)

Der Stellvertreter am Münchner Volkstheater (1/2012)

Neun Nonnen fliehen im Goethe-Theater Bad Lauchstädt (9/2013)

Sommer 14 am Theater am Schiffbauerdamm (8/2014)

Hoffmann, Frank

Frank Hoffmann, geboren am 23. Februar 1954 in Luxemburg, ist Regisseur und Intendant der Ruhrfestspiele Recklinghausen und des Théâtre National du Luxembourg.

Hoffmann studierte in Luxemburg und Heidelberg Germanistik, Romanistik und Philosophie. 1983 promovierte er mit der Dissertation "Jean Genets Theater im Licht der Philosophie Michel Foucaults". Von 1979 bis 1983 arbeitete Hoffmann als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Heidelberg. 1981/1982 war er als Regieassistent von David Mouchtar-Samorai am Stadttheater Heidelberg und ab 1983 als freier Regisseur in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz tätig.

1997 gründete Hoffmann das Théâtre National du Luxembourg, das er seitdem auch leitet. 2004 wurde Hoffmann als Nachfolger von Frank Castorf Intendant der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Aufgrund steigender Umsätze und Besucherzahlen wurde sein Vertrag 2014 bereits zum zweiten Mal verlängert - bis 2018.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Frank Hoffmann:

Robert Guiskard bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2010)

Aufstand bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2011)

Der Revisor bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2012)

Flucht nach Ägypten am Théâtre National du Luxembourg (2/2015)

Der Besuch der alten Dame bei den Ruhrfestspielen (5/2018)

Hoffmann, Jutta

Jutta Hoffmann, geboren am 3. März 1941 in Halle an der Saale, ist Schauspielerin.

Sie studierte an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Ihre erste Filmrolle erhielt sie 1960, ihr erstes Bühnen-Engagement am Berliner Maxim Gorki Theater 1962.

Jutta Hoffmann war einer der großen Filmstars der DDR, sie spielte in Filmen von Frank Beyer, Egon Günther und Hermann Zschoche. 1972 wurde sie auf dem Filmfest in Venedig für ihre Rolle in "Die Dritte" von Egon Günther als beste Darstellerin ausgezeichnet und erhielt in der DDR den Nationalpreis. Als Unterzeichnerin der Petition gegen die Ausweisung von Wolf Biermann zunehmend an den Rand gedrängt, siedelte Hoffmann 1982 in die Bundesrepublik über, spielte bei Peter Zadek, Luc Bondy, Dieter Dorn und Einar Schleef in München, Hamburg, Salzburg und Berlin. Sie trat in der Fernsehserie "Motzki" auf und spielte von 1998 bis 2002 eine Kommissarin im "Polizeiruf 110".

Als Professorin für Darstellende Kunst in Hamburg (bis 2006) unterrichtete sie unter anderen Marie Bäumer, Bibiana Beglau und Marc Hosemann. Wolfgang Behrens besprach für nachtkritik.de die Arbeitsbiographie Jutta Hoffmann – Schauspielerin (2/2012).

Höll, Wolfram

Wolfram Höll, 1986 in Leipzig geboren, ist Autor.

Nach dem Bachelor in Literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel studiert Höll Scenic Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern. Mit seinem Stück "Und dann" gewann er 2012 den Nachwuchspreis des Heidelberger Stückemarkts und, nach der Leipziger Uraufführung des Werks durch Claudia Bauer, 2014 den Mülheimer Dramatikerpreis. Im Mai 2015 gewann Höll den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. 2015 erhielt er den Förderpreis des Freistaats Sachsen, der im Rahmen des Lessingpreises vergeben wird. 2016 siegte Höll mit "Drei sind wir" abermals beim Mülheimer Dramatikerpreis.

Nachtkritiken zu Stücken von Wolfram Höll:

Und dann als szenische Lesung beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens (5/2012)

Und dann am Schauspiel Leipzig (UA) (10/2013)

Vom Verschwinden vom Vater am Theater Basel (5/2015)

Drei sind wir am Schauspiel Leipzig (UA) (2/2016)

Drei sind wir im Vestibül des Burgtheaters Wien (2/2017)

Disko am Schauspiel Leipzig (UA) (2/2019)

Link

www.wolframhoell.com