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Begriff Definition
Holm, Staffan Valdemar

Staffan Valdemar Holm, 1958 im südschwedischen Tomelilla geboren, ist Theater- und Opernregisseur und war von 2011 bis 2012 Generalintendant am Düsseldorfer Schauspielhaus. Ende November 2012 trat Holm überraschend von diesem Posten aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Holm studierte von 1984 bis 1988 an der Theaterakademie in Kopenhagen. 1986 war er im Rahmen dieser Ausbildung mehrere Monate Assistent an der Berliner Schaubühne, u.a. bei Peter Steins O'Neill-Inszenierung "Der haarige Affe (1986). Sieben von Steins einstigen Stammschauspielern hat Holm später als Intendant nach Düsseldorf engagiert, darunter Imogen Kogge, Tina Engel und Udo Samel.

Von 1992 bis 1998 war Holm Intendant des Malmø Dramatiska Teater. 2002 übernahm er in Stockholm das Königliche Dramatische Theater (Dramaten). Von 2007 bis 2008 war er Vize-Präsident der UTE (Union der Theater Europas) und initiierte 2008 das europäische Theaternetzwerk "Mitos 21". 

Anlässlich seines Ausscheidens aus der Intendanz des Düsseldorfer Schauspielhauses kommentierte Andreas Wilink für nachtkritik.de Holms dortige Arbeit.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Staffan Valdemar Holm:

Tartuffe am Schauspiel Frankfurt (4/2010)

Hamlet am Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2011)

Richard III. am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2012)

Peer Gynt am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2013)

Jalta am Düssldorfer Schauspielhaus (9/2013)

 

Hölscher, Julia

Julia Hölscher, 1979 in Stuttgart geboren, ist Regisseurin.

Hölscher studierte Regie an der Hamburger Theaterakademie. 2007 wurde sie im Rahmen des Körber Studios für Junge Regie als beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2009/2010 war sie unter dem Intendanten Wilfried Schulz als Hausregisseurin am Staatsschauspiel Dresden engagiert. Seit Spielzeit 2015/16 wird sie eine von vier Hausregisseur*innen am Theater Basel unter Intendant Andreas Beck.

Nachtkritiken zu Inzenierungen von Julia Hölscher:

Ich bin nur vorübergehend hier im Schauspiel Hannover (10/2007)

Kasimir und Karoline im Theater Magdeburg (5/2008)

Adam und Evelyn am Staatschauspiel Dresden (9/2009)

Woyzeck im Hans Otto Theater Potsdam (3/2010)

Das Käthchen von Heilbronn am Staatsschauspiel Dresden (9/2010)

Amphitryon im Hans Otto Theater Potsadam (3/2011)

Einsame Menschen am Staatsschauspiel Dresden (5/2011)

Liliom am Staatsschauspiel Dresden (6/2012)

Crusoe am Oldenburgischen Staatstheater (1/2013)

Fabian am Staasschauspiel Dresden (3/2013)

Schlafgänger am Theater Basel (10/2015)

Was ihr wollt am Theater Basel (8/2016)

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen am Theater Basel (2/2017)

Das hässliche Universum am Schauspiel Frankfurt (9/2017)

Amphitryon am Theater Basel (1/2018)

Holz, Armin

Armin Holz, geboren 1953 in Krefeld, ist Theaterregisseur.

Von 1983 bis 1985 studierte Holz Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Anschließend lernte er bis 1989 Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München und war ab 1986 Assistent bei Peter Zadek am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit jener Arbeit kreiert Holz  in der Regel seine Bühnenbilder selbst. Eine lange Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Leipziger Maler Matthias Weischer. 2013 debütierte Holz mit Carl Maria von Webers "Freischütz" als Opernregisseur.

Sein Engagement in der Leitung des Schauspielhauses Bochum unter Intendant Elmar Goerden ab 2005 endete im Zerwürfnis. Holz gilt nicht erst seit jener Zeit als eigenwilliger, eigensinniger und einzelgängerischer Regiekünstler, dem es immer wieder gelingt, für seine seltener werdenden Arbeiten die ersten Kräfte der Bühnenlandschaft zu gewinnen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Armin Holz:

Der einsame Weg am Schauspielhaus Bochum (5/2007)

Was ihr wollt bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2010)

Fräulein Julie am Schloss Neuhardenberg (8/2010)

Familienfeste (1+2+3) / Gespenster & Mrs Dalloway & Viktoria und ihr Husar am Landestheater Linz (10/2015)

Andere Beiträge zu Armin Holz:

Presseschau: Regisseur Armin Holz schießt in der FAS auf Theaterkollegen (10/2013)

Link:

http://arminholz-theater.de

Hosemann, Eva

Eva Hosemann, 1962 in Augsburg geboren, ist Schauspielerin, Theaterleiterin und Regisseurin.

Hosemann erhielt ihre Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ab 1982 war sie Schauspielerin u.a. am Burgtheater Wien, am Volkstheater Wien, an der Landesbühne Hannover und am Forum Stadtpark Graz. Seit 1995 ist sie auch als Regisseurin tätig. Von 1998 bis 2013 war Eva Hosemann Intendantin des Stuttgarter Theater Rampe ( bis 2003 gemeinsam mit Stephan Bruckmeier). Von 2001 bis 2004 leitete sie das Donaufestival Niederösterreich. Seit 2014 ist Eva Hosemann im künstlerischen Leitungsteam der Burgfestspiele Jagsthausen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Eva Hosemann:

Im Ausnahmezustand am Schauspielhaus Salzburg (4/2010)

Houvardas, Yannis

Yannis Houvardas, geboren 1950, ist ein griechischer Regisseur.

Ausgebildet wurde Houvardas an der Royal Academy of Dramatic Art in London, die er 1975 abschloss. Danach war er als Schauspieler in London und Athen engagiert und arbeitete ab 1977 auch als freischaffender Regisseur, nicht nur in Griechenland, sondern auch in Schweden, Norwegen und Finnland. In Deutschland inszenierte Houvardas am Staatstheater Wiesbaden und an der tri-bühne Stuttgart. Er war Mitbegründer des Theatriki Syntechnia und dort bis 1980 als Intendant und Schauspieler tätig. Später gründet er die Notos Theatre Company, die er von 1991 bis 2007 leitete. Von 2007 bis Mai 2013 war er Künstlerischer Direktor des griechischen Nationaltheaters in Athen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Yannis Houvardas:

Woyzeck am Zürcher Theater Neumarkt (3/2012)

Die Marquise von O. am Wiener Akademietheater (4/2013)

Die Ratten am Münchner Residenztheater (10/2013)

Hove, Ivo van

Ivo van Hove, geboren 1958 in Heist-op-den-Berg / Belgien, ist Regisseur.

Van Hove studierte Jura und absolvierte seine Ausbildung zum Regisseur in Brüssel. 1981 gründete er mit dem Bühnenbildner Jan Versweyveld die Theatergruppe AKT. 1988 inszenierte er bei Het Zuidelijk Toneel in Eindhoven, wo er zwei Jahre später Generalintendant wurde und Furore machte mit Julien Greens "Süden". Seit 2001 ist er Intendant des größten Theaterensembles der Niederlande: der Toneelgroep Amsterdam. Daneben leitete er sechs Jahre das Holland Festival. Er inszeniert klassische und moderne Theaterliteratur ebenso wie Filmstoffe und Opern. Van Hoves Inszenierungen gastierten bei internationalen Festivals in Edinburg und Venedig, in Lissabon, Verona, Rom und bei den Wiener Festwochen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Ivo van Hove:

Römische Tragödien bei den Wiener Festwochen (6/2008)

Rocco und seine Brüder bei der Ruhrtriennale (9/2008)

Teorema bei der Ruhrtriennale (9/2009)

Der Menschenfeind an der Berliner Schaubühne (9/2010)

Ludwig II. an den Münchner Kammerspielen (3/2011)

Opening Night – Aufführung der Toneelgroep von 2006 bei den Wiener Festwochen (5/2011)

Edward II. an der Berliner Schaubühne (12/2011)

Seltsames Intermezzo an den Münchner Kammerspielen (5/2013)

Antigone bei den Ruhrfestspielen (5/2015)

Kings of War bei den Wiener Festwochen (6/2015)

Obsession bei den Wiener Festwochen (5/2017)

Vu du Pont bei Theater der Welt in Hamburg (6/2017)

Ein wenig Leben bei den Ruhrfestspielen (5/2019)


Link:

https://tga.nl

Hübner, Kurt

Kurt Hübner, 1916 in Hamburg geboren und 2007 in München gestorben, war Schauspieler, Theaterregisseur und einer der bedeutendsten westdeutschen Theaterintendaten der Nachkriegszeit.

Am Theater Bremen widmete in der Spielzeit 2012/13 Gernot Grünewald der legendären Ära Hübner, die von Regisseuren wie Peter Stein, Peter Zadek und Rainer Werner Fassbinder geprägt wurde, das Rechercheprojekt War da was? Die Hübner Jahre (5/2013).

Nachtkritik-Texte zu Kurt Hübner:

Nachruf von Hartmut Krug (8/2007)

War da was? Die Hübner Jahre am Theater Bremen (5/2013)

Hübner, Lutz

Lutz Hübner, geboren 1964 in Heilbronn, ist Dramatiker.

Hübner absolvierte zunächste eine Schauspielausbildung in Saarbrücken (wo er auch ein erstes Engagement einging), bevor er in Münster Germanistik, Philosophie und Soziologie studierte. Als Regisseur und Schauspieler war er in Karlsruhe, Neuss und Magdeburg tätig. In Neuss lernte er Sarah Nemitz kennen, damals ebenfalls Schauspielerin in Ensemble.

Seit 1996 lebt er als freier Schriftsteller und Regisseur in Berlin. In der Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins erscheint er regelmäßig als einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker auf deutschen Bühnen. Hübner greift mit seinen meist klassisch dialogisch gearbeiteten Dramen schnell und pointiert aktuelle Zeit(geist)themen auf. Bekannt wurde er für seine an ein jugendliches Publikum gerichteten Stücke wie "Das Herz eines Boxers", für das er 1998 den Deutschen Jugendtheaterpreis erhielt. Seit 2001 entstanden zahlreiche Stücke in Kollaboration mit Sarah Nemitz, mit der er seit 1994 verheiratet ist.

Nachtkritiken zu Stücken von Lutz Hübner:

Geisterfahrer (UA) am Schauspiel Hannover (9/2008)

Nachtgeschichte (UA) am Schauspiel Essen (9/2009)

Frau Müller muss weg (UA) am Staatsschauspiel Dresden (1/2010)

Blütenträume am Renaissance Theater Berlin (11/2010)

Die Firma dankt (UA) am Staatsschauspiel Dresden (1/2011)

Frau Müller muss weg am Grips-Theater Berlin (2/2012)

Was tun (UA) am Staatsschauspiel Dresden (10/2012)

Europa (DSEA) am Staatsschauspiel Dresden (5/2013)

Bochum (UA) am Schauspielhaus Bochum (10/2013)

Der Gast ist Gott am Grips Theater Berlin (3/2014)

Ein Exempel am Staatsschauspiel Dresden (6/2014)

Wir Glücksritter Beitrag zum Blogprojekt für das Theater Rampe Stuttgart (7/2014)

Einfach nur Hallo im Kurzdramenprojekt "Vom Ende der Kindheit" am Theater Chemnitz (6/2015)

Phantom (Ein Spiel) am Nationaltheater Mannheim (9/2015)

Wunschkinder am Schauspielhaus Bochum (5/2016)

Willkommen am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2017)

Abend über Potsdam am Hans Otto Theater Potsdam (4/2017)

Willkommen am Essener Grillo-Theater (12/2017)

Phantom (Ein Spiel) am Grips Theater Berlin (6/2018)

Abiball (UA) am Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2018)

Furor (UA) am Schauspiel Frankfurt (10/2018)

Andere Beiträge zu Lutz Hübner:

Bericht: Gegenwärtig irgendwie unverzichtbar – Der Dramatiker Lutz Hübner, der das Privatfernsehen im Theaterformat neu erfunden hat (6/2006)

Meldung: Lutz Hübners Stück "Ehrensache": BGH erlaubt Aufführung (9/2008)

Meldung: Die Nominierungen für den Mülheimer Dramatikerpreis 2009 (3/2009)

Meldung: Stück-Auswahl für den Mülheimer Dramatikerpreis 2011 steht fest (3/2011)

Presseschau: In der "Welt" porträtiert Stefan Keim den Dramatiker Lutz Hübner (12/2012)

Meldung: INTHEGA-Preise u.a. für Lutz Hübner und Theater Strahl (10/2014)

Meldung: Lutz Hübner erhält Preis der Autoren (5/2016)

Siehe auch: Sarah Nemitz, nachtkritik-stuecke09.de

Hüller, Sandra

Sandra Hüller, geboren 1978 in Suhl, ist Schauspielerin.

Sandra Hüller studierte von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin, war danach von 1999 bis 2001 am Theaterhaus Jena, anschließend bis 2006 am Theater Basel engagiert.

Bekannt wurde Hüller durch ihre Rolle als Michaela Klingler in Hans-Christian Schmids Film "Requiem" (2006). Für ihre Darstellung der an Epilepsie erkrankten jungen Frau erhielt sie bei der Berlinale 2006 den Silbernen Bären als beste Darstellerin. Hüller spielte außerdem 2008 in Max Färberböcks Verfilmung von "Anonyma – Eine Frau in Berlin" und in "Der Architekt" (2009) neben Matthias Schweighöfer, Sophie Rois und Josef Bierbichler.

2003 wurde Hüller in der Umfrage von "Theater heute" zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt. Mit Sebastian Nüblings Basler Inszenierung von Dido und Äneas, in der sie die Hauptrolle spielte, erhielt sie 2007 eine Einladung zum Theatertreffen in Berlin, wo sie seither immer wieder mit wechselnden Inszenierungen gastierte. Auf dem Theatertreffen 2013 erhielt Hüller den 3sat-Preis für ihren Auftritt in Elfriede Jelineks Die Straße. Die Stadt. Der Überfall, inszeniert von Johan Simons an den Münchner Kammerspielen.

Sandra Hüller gehörte auch zu jenen Schauspieler_innen, die in einer von Ulrich Matthes an der Akademie der Künste kuratierten und auf DVD aufgezeichneten Gesprächsreihe, Rede und Antwort zu ihrer Spielweise standen.

Nachtkritiken von Inszenierungen mit Sandra Hüller:

Dido und Aeneas, Gastspiel des Theater Basel beim Berliner Theatertreffen (5/2007)

Mamma Medea an den Münchner Kammerspielen (12/2007)

Drei Farben: Blau Weiß Rot an den Münchner Kammerspielen (3/2009)

Virgin Queen im Prater der Berliner Volksbühne (6/2009)

Parzival am Schauspiel Hannover (1/2010)

Gesäubert / Gier / 4.48 Psychose an den Münchner Kammerspielen (1/2012)

Gesäubert / Gier / 4.48 Psychose im Shorty zum Gastspiel beim Berliner Theatertreffen (5/2012)

Die Straße. Die Stadt. Der Überfall an den Münchner Kammerspielen (10/2012)

Die Straße. Die Stadt. Der Überfall als Gastspiel beim Berliner Theatertreffen (5/2013)

Seltsames Intermezzo an den Münchner Kammerspielen (5/2013)

Gasoline Bill an den Münchner Kammerspielen (11/2013)

März an den Münchner Kammerspielen (2/2014)

À corps perdu an den Münchner Kammerspielen (11/2014)

Bilder einer großen Liebe am Zürcher Theater Neumarkt (4/2016)

Penthesilea bei den Salzburger Festspielen (8/2018)

Hamlet am Schauspielhaus Bochum (6/2019)

Andere Beiträge zu Sandra Hüller:

Kolumne Zeug & Stücke: Teresa Präauer über "Toni Erdmann" (9/2016)

Meldung: Sandra Hüller und Peter Simonischek erhalten Europäische Filmpreise (12/2016)