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Begriff Definition
Köck, Thomas

Thomas Köck, 1986 in Steyr (Oberösterreich) geboren ist Dramatiker. Köck hat Philosophie, Literaturwissenschaften und Szenisches Schreiben in Wien und Berlin studiert. Mit seinem Stück "jenseits von fukuyama" gewann er den Osnabrücker Dramatikerpreis 2014. Im Februar 2015 erhielt Köck für sein Stück "Isabelle H. (geopfert wird immer)" den Förderpreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises. Das Stück "paradies fluten (verirrte sinfonie)" wurde zum Heidelberger Stückemarkt 2015 eingeladen und mit dem Kleist-Förderpreis 2016 ausgezeichnet.  2018 gewann er den Mülheimer Dramatikerpreis.

Beiträge von Thomas Köck auf nachtkritik.de:

RealFiktionen – Ein Fragenkatalog zur Rolle des Textes im Zeitgenössischen Theater (u.a. mit Carolin Beutel) 4/2015)

Ghost Matters – Die Hamburger Poetikvorlesung des Dramatikers Thomas Köck (10/2019)

Videointerview: Thomas Köck diskutiert mit Moritz Rinke (5/2022)


Nachtkritiken zu Stücken von Thomas Köck:

Jenseits von Fukuyama am Theater Osnabrück (5/2014)

paradies fluten (verirrte sinfonie) beim Neue-Dramatik-Festival am Theater Osnabrück (9/2015)

Isabelle H. (geopfert wird immer)  am Pfalz-Theater Kaiserslautern (1/2016)

Strotter am Schauspielhaus Wien (4/2016)

Offshore am Stadttheater Bremerhaven (6/2016)

paradies fluten (verirrte sinfonie) bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2016)

Kudlich am Schauspielhaus Wien (11/2016)

paradies fluten (verirrte sinfonie) am Akademietheater Wien (9/2017)

Die Zukunft reicht uns nicht (Klagt, Kinder, klagt!) am Schauspielhaus Wien (11/2017)

paradies spielen (abendland. ein abgesang) am Nationaltheater Mannheim (12/2017)

Abfall der Welt am Staatstheater Karlsruhe (2/2018)

ghostdance bei ImPulsTanz Wien (7/2018)

dritte republik - eine vermessung (UA) am Hamburger Thalia Theater (11/2018)

Atlas am Schauspiel Leipzig (1/2019)

Kudlich in Amerika am Schauspielhaus Wien (1/2020)

Ghostdance – The art of living on a damaged planet beim Kunstfest Weimar (8/2020)

paradies fluten/hungern/spielen am Thalia Theater Hamburg (9/2020)

dritte republik (eine vermessung) am Schauspielhaus Graz (9/2020)

antigone. ein requiem im Akademietheater Wien (9/2020)

wagner – der ring des nibelungen (a piece like fresh chopped eschenwood) am Berliner Ensemble (6/2021)

Und alle Tiere rufen: dieser Titel rettet die Welt auch nicht mehr beim Kunstfest Weimar (8/2021)

Klimatrilogie am Staatsschauspiel Hannover (10/2021)

Algo Pasó (La Última obra) am Schauspiel Stuttgart (10/2021)

Eure Paläste sind leer (all we ever wanted) an den Münchner Kammerspielen (11/2021)

Andere Beiträge zu Thomas Köck auf nachtkritik.de:

Meldung: 1. Osnabrücker Dramatikerpreis an Thomas Köck verliehen (12/2013)

Meldung: Peter Handke erhält Else-Lasker-Schüler Dramatikerpreis (und Thomas Köck einen dazugehörigen Förderpreis) (10/2014)

Meldung: Thomas Köck wird Hausautor in Mannheim (4/2015)

Meldung: Thomas Köck erhält Kleist-Förderpreis (1/2016)

Meldung: Preis der österreichischen Theaterallianz an Thomas Köck (2/2016)

Meldung: Thomas Köck erhält BDI-Literaturpreis (5/2018)

Meldung: Mülheimer Dramatikerpreis 2018 an Thomas Köck (6/2018)

Meldung: Einladungen zum Festival "Radikal Jung" 2019 (2/2019)

Meldung: Hörspielpreis für Dramatiker Thomas Köck (8/2021)

 

Koek, Paul

Paul Koek, 1954 in der Nähe der niederländischen Stadt Leiden geboren, ist Regisseur und Musiker.

Er studierte Schlagzeug am Königlichen Konservatorium in Den Haag und arbeitete anschließend mit Künstlern wie Peter Greenaway, Heiner Goebbels oder Robert Wilson zusammen, bevor er 1986 als Musiker und Regisseur zu Johan Simons "Theatergroep Hollandia" stieß. Seit 1993 teilte sich Koek deren künstlerische Leitung mit Simons. Im Januar 1997 übernahm Paul Koek die Leitung des "Veenstudios", dessen Gründung eine Initiative der "Theatergroep Hollandia" war, um die Entwicklung des Musiktheaters voran zu treiben. 2005 gründete Koek schließlich "de Veenfabriek" in Leiden, eine Kooperative von Musikern, Künstlern und Wissenschaftlern, die interdisziplinäre Theaterformen entwickelt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Paul Koek:

Kasimir und Karoline (gemeinsam mit Johan Simons) beim Hellenic Festival Epidauros (7/2009)

Kasimir und Karoline (gemeinsam mit Johan Simons) am Schauspiel Köln (12/2009)

Candide am Schauspielhaus Bochum (9/2010)

Drei Schwestern am Schauspielhaus Bochum (10/2011)

Weitere Links:

www.veenfabriek.nl

Köhler, Tilmann

Tilmann Köhler, 1979 in Weimar geboren, ist Regisseur.

Köhler ist Absolvent der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst-Busch". 2005 wurde er Hausregisseur am Nationaltheater Weimar. Dort inszenierte er u.a. Krankheit der Jugend, eine Arbeit, die 2007 zum Theatertreffen eingeladen wurde. Im Februar 2010 wurde Köhler für seine Inszenierung Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Dresdner Staatsschauspiel der Kurt-Hübner-Preis 2009 zugesprochen, ein Förderpreis für junge Regisseure, der von der Akademie für Darstellende Kunst alljährlich gemeinsam mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring vergeben wird.

Nachtkritik-Texte zu Tilmann Köhler:

Tilmann Köhler – Theatermacher essentieller Zeichen von Nikolaus Merck (2006)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Tilmann Köhler:

Separatisten am Berliner Maxim Gorki Theater (4/2007)

Krankheit der Jugend am Nationaltheater Weimar (nachtkritik vom Gastspiel beim Berliner Theatertreffen 5/2007)

Faust 1 am Nationaltheater Weimar (2/2008)

Hamlet am Berliner Maxim Gorki Theater (3/2008)

Und in den Nächten liegen wir stumm am Schauspiel Hannover (11/2008)

Woyzeck am Berliner Maxim Gorki Theater (5/2009)

Haut aus Gold am Berliner Maxim Gorki Theater (7/2009)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Staatsschauspel Dresden (10/2009)

Italienische Nacht am Staatsschauspiel Dresden (3/2010)

Oedipus am Staatsschauspiel Dresden (11/2010)

Das halbe Meer am Staatsschauspiel Dresden (4/2011)

Der Kaufmann von Venedig am Staatsschauspiel Dresden (9/2011)

Hedda Gabler am Staatsschauspiel Dresden (1/2012)

Verbrennungen an den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin (9/2012)

Der geteilte Himmel am Staatsschauspiel Dresden (1/2013)

King Arthur am Staatsschauspiel Dresden (9/2013)

Jugend ohne Gott am Deutschen Theater Berlin (12/2013)

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui am Staatsschauspiel Dresden (3/2014)

Mario und der Zauberer am Schauspiel Stuttgart (5/2014)

Drei Schwestern am Staatsschauspiel Dresden (10/2014)

Mein deutsches, deutsches Land am Staatsschauspiel Dresden (12/2014)

Macbeth am Deutschen Theater Berlin (3/2015)

Maß für Maß am Staatsschauspiel Dresden (9/2015)

Die Jungfrau von Orléans am Schauspielhaus Hamburg (11/2015)

Die lebenden Toten bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen/Staatsschauspiel Dresden (5/2016)

Walls - Iphigenia in Exile am Deutschen Theater Berlin (10/2016)

Das Versprechen am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2017)

Medea. Stimmen am Deutschen Theater Berlin (4/2018)

Odyssee am Staatsschauspiel Dresden (9/2018)

Coriolan am am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2019)

Der Riss durch die Welt am Residenztheater München (11/2019)

Stummes Land am Staatsschauspiel Dresden (9/2020)

Von schlechten Eltern an den Bühnen Bern (11/2021)



Siehe auch: Thomas Freyer

Koležnik, Mateja

Mateja Koležnik, am  22. Juli 1962 geboren, ist Theaterregisseurin.

Sie studierte Theaterregie an der Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen in Ljubljana und schloss das Studium 1990 mit einer Diplominszenierung von Harold Pinters "Geburtstagsfeier" ab. Seitdem bilden die britischen und amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts wie Edward Albee und Arthur Miller einen Schwerpunkt ihrer Arbeit, ebenso wie britische und deutsche Gegenwartsautoren. Koležnik inszenierte an allen großen Theatern des ehemaligen Jugoslawiens. Ihr Debüt im deutschsprachigen Raum war 2012 "Yvonne, Prinzessin von Burgund" am Schauspiel Chemnitz, das zum 47. Festival Borštnikovo srečanje, dem slowenischen Theatertreffen in Maribor, eingeladen wurde. Dort erhielt sie 2013 für ihre Inszenierung von Ibsens "John Gabriel Borkman" am SNG Drama Maribor den Preis für die beste Regie.

 

Nachtkritiken zu Arbeiten von Mateja Koležnik:

Ein Spiel um Illusion am Theater Chemnitz (12/2012)

Des Meeres und der Liebe Wellen am Schauspiel Leipzig (10/2013)

König Ödipus am Residenztheater München (10/2015)

Tartuffe am am Residenztheater München (6/2017)

Ein Volksfeind am Residenztheater München (2/2018)

Iwanow am Stadttheater Klagenfurt (5/2018)

Medea am Schauspiel Stuttgart (12/2018)

Yerma am Theater Basel (4/2019)

Der Henker am Burgtheater Wien (12/2019)

Gespenster am Berliner Ensemble (10/2020)

Fräulein Julie am Akademietheater Wien (5/2021)

Hexenjagd am Berliner Ensemble (10/2021)

Yvonne, die Burgunderprinzessin am Schauspiel Frankfurt (10/2021)

Hedda Gabler am Schauspiel Frankfurt (1/2022)

Link:

www.matejakoleznik.com

 

Koltès, Bernard-Marie

Bernard-Marie Koltès, geboren am 9. April 1948 in Metz, gestorben am 15. April 1989 in Paris an den Folgen von AIDS, war ein französischer Autor, Regisseur und Dramatiker.

Koltès, Sohn eines Offiziers, erhielt eine Regieausbildung an der Theaterschule des Théâtre National de Strasbourg, danach arbeitete er als Regisseur und Autor für Theater und Rundfunk.

In den siebziger Jahren begann Koltès für das Theater zu schreiben und hielt sich immer wieder für längere Zeit im Ausland auf. Seinen Durchbruch als Dramatiker hatte er 1976 mit dem beim Festival von Avignon uraufgeführten Monolog "Die Nacht kurz vor den Wäldern".

1983 eröffnete Patrice Chéreau sein Théâtre des Amandiers in Paris-Nanterre mit "Kampf des Negers und der Hunde" und inszenierte in der Folge alle Stücke des Autors.

Heiner Müller schätzte Koltès, dessen Texte er als Mischung von Rimbaud und Faulkner betrachtete, als "einzigen, der mich interessiert hat in der neueren Dramatik". Michel Vinaver bezeichnete Koltès nach dessen Tod als "früh Vollendeten" im Range eines Kafka oder Mozart.

Nachtkritiken zu Stücken von Bernard-Marie Koltès:

Trunkener Prozess, Regie: Schirin Khodadadian im Staatstheater Kassel (9/2008)

Hamlet. Der Tag der Morde, Regie: Ernst Stötzner am Staatstheater Stuttgart (9/2008)

Roberto Zucco, Regie: Lisa Nielebock am Schauspiel Bochum (10/2008)

Quai West, Regie: Andrea Breth am Burgtheater Wien (2/2010)

Quai West, Regie: Werner Schroeter an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin (3/2010)

Kondek, Chris

Chris Kondek, 1962 in Boston geboren, ist Videokünstler und Regisseur.

Nachdem er in den neunziger Jahren in New York als Lichtdesigner und Videokünstler an Produktionen u.a. von Robert Wilson, Michael Nyman und Laurie Anderson mitgewirkt hatte, zog er 1999 nach Berlin. Es folgten Kooperationen u.a. mit René Pollesch und Meg Stuart. Seit 2003 verbindet Kondek eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Stefan Pucher.

Außerdem inszeniert er selber: In seinen multimedialen Performances beschäftigt er sich bisher vor allem mit der (Nicht-)Darstellbarkeit des verworrenen globalen Finanzmarkts.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Chris Kondek:

Loan Shark im HAU Berlin (4/2008)

Stuff im Zürcher Theater Neumarkt (11/2008)

Übermorgen ist zweifelhaft // 2012 an den Münchner Kammerspielen (3/2010)

Money – it came from outer space im HAU Berlin (11/2010)

Please kill 2011 am HAU Berlin (4/2012)

Unendlicher Spaß Station im Rahmen der 24-Stunden-Stadttour am HAU Berlin (6/2012)

The Financial Cocktail Club am Mousonturm Frankfurt (1/2014)

You are out there am Mousonturm Frankfurt (1/2017)

The Hairs Of Your Head Are Numbered am HAU Berlin (1/2018)

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Videos von Chris Kondek (Auswahl):

Der Sturm, Regie: Stefan Pucher, Münchner Kammerspiele (11/2007)

Rrungs! von Wanda Golonka an der Volksbühne Berlin (4/2010)

Tannhäuser, Regie: Sebastian Baumgarten, Bayreuth (7/2011)

Karte und Gebiet, Regie: Falk Richter, Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2011)

For The Disconnected Child, Regie: Falk Richter, Schaubühne Berlin (6/2013)

Situation Rooms von Rimini Protokoll bei der Ruhrtriennale (8/2013)

You are out there am Mousonturm Frankfurt (1/2017)

Auflösung am Schauspiel Leipzig (5/2022)

Weitere Links:

chriskondek.wordpress.com/cv

Koohestani, Amir Reza

Amir Reza Koohestani, 1978 in der iranischen Stadt Schiraz geboren, ist Dramatiker und Regisseur. 1996 gründete er im Alter von 18 Jahren in Teheran die "Mehr Theatre Group" mit dem ZIel, vom traditionellen iranischen Theaterbegriff abgegrenzte, neue Theaterformen zu entwickeln, in die auch Elemente von Film und Performance einbezogen sein sollten.

1999 wurde sein Stück "Murmuring Tales" beim Internationalen Fadjr Festival ausgezeichnet. Das Fadjir Festival ist das bedeutendste Theaterfestival im Iran. Koohestanis 2001 im Iran entstandenes Stück "Dance on Glasses" (Text und Regie), mit dem er fünf Jahre lang durch die Welt tourte, begründete auch seinen internationalen Ruf als Theatermacher. Seit 2005 hat die "Mehr Theatre Group" ihren Sitz in Paris. Koohestani arbeitet seit 2006 regelmäßig auch in Deutschland, u.a. am Schauspiel Köln, den Münchner Kammerspielen, dem Theater Oberhausen und dem Theater Freiburg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Amir Reza Koohestani:

Hearing beim Zürcher Theaterspektakel (8/2015)

Der Fall Meursault an den Münchner Kammerspielen (9/2016)

Der Kirschgarten am Theater Freiburg (10/2017)

Die Attentäterin an den Münchner Kammerspielen (3/2018)

Macbeth an den Münchner Kammerspielen (12/2018)

Woyzeck Interrupted am Deutschen Theater / online (12/2020)

Die Seuche am Theater Freiburg (7/2021)

Transit beim Kunstfest Weimar (9/2021)

 

Weitere Beiträge zu Amir Reza Koohestani:

Meldung: Jury für Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2019 benannt (10/2018)

Link:
www.mehrtheatregroup.com

Koršunovas, Oskaras

Oskaras Koršunovas, 1969 in Vilnius geboren, ist einer der bekanntesten Theaterregisseure Litauens.

Er ist Absolvent des Studiengangs Regie der Litauischen Akademie für Musik und Theater in seiner Geburtsstadt. Zunächst arbeitete er am Litauischen Nationaltheater (Lietuvos Nacionalinis Dramos Teatras), bevor er 1998 mit dem OKT sein eigenes Theater gründete.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Oskaras Koršunovas:

Hamletas beim Festival euro-scene in Leipzig (9/2009)

Links:

www.okt.lt

Kosky, Barrie

Barrie Kosky, geboren am 18. Februar 1967 in Melbourne, ist ein deutsch-australischer Opern- und Theaterregisseur. Seit 2012 ist er Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper in Berlin.

Nach einem Studium von Klavier und Musikgeschichte an der Universität Melbourne arbeitete Kosky als Schauspieler und Regisseur zunächst in Australien, von 1990 bis 1997 als künstlerischer Leiter der Gilgul Theatre Company. 1996 übernahm er die künstlerische Leitung des Adelaide Festivals. Von 2001 bis 2005 war er Codirektor des Wiener Schauspielhauses. Seit 2005 inszeniert Kosky an den führenden Opernhäusern Deutschlands und Österreichs, der English National Opera London, der Sydney Theatre Company, bei den Bayreuther Festspielen, am Theater Basel und am Deutschen Theater Berlin. 

Während Kosky Intendanz wurde die Komische Oper Berlin u.a. im Oktober 2013 von der Zeitschrift Opernwelt zum "Opernhaus des Jahres" gewählt, 2016 wurde er in derselben Umfrage zum "Regisseur des Jahres" ernannt. 2014 erhielt er den International Opera Award als Regisseur des Jahres, 2015 wurde die Komische Oper Berlin mit dem International Opera Award in der Kategorie Ensemble des Jahres ausgezeichnet. 2009 erhielt Kosky den Theaterpreis Faust für seine Inszenierung "Aus einem Totenhaus" an der Staatsoper Hannover. Seit 2012 ist Barrie Kosky Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Im Sommer 2022 werden Susanne Moser und Philip Bröking Barrie Kosky an der Komischen Oper nachfolgen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Barrie Kosky:

The Tell-Tale Heart beim Internationalen Festival von Edinburgh (8/2008)

Ein Traumspiel im Berghain / Deutsches Theater (12/2008)

Der Kaufmann von Venedig am Schauspiel Frankfurt (1/2012)

Die Meistersinger von Nürnberg bei den Bayreuther Festspielen (7/2017)

Agrippina an der Bayerischen Staatsoper München (7/2019)

Die Dreigroschenoper am Berliner Ensemble (8/2021)

Kosminski, Burkhard C.

Burkhard C. Kosminski, geboren am 19. Oktober 1961 im baden-württembergischen Schwennigen, ist Schauspieler, Regisseur und Intendant.

Kosminski studierte Regie und Schauspiel am Lee Strasberg-Theater-Institut sowie am William-Esper-Studio in New York City und hat als Regisseur u.a. an der Berliner Schaubühne, dem Schauspiel Frankfurt und dem Staatstheater Dresden gearbeitet. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist er Schauspieldirektor am Nationaltheater Mannheim und künstlerischer Leiter der Schillertage. Zuvor war er von 2001 bis 2006 leitender Regisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung des Düsseldorfer Schauspielhauses. Seit 2018 ist Kosminski Nachfolger von Armin Petras als Intendant des Schauspiels Stuttgart. Erst 2016 hatte er seinen Vertrag in Mannheim bis 2022 verlängert.

Seine erste Inszenierung im Musiktheater, Richard Wagners "Tannhäuser" an der Rheinoper in Düsseldorf im Mai 2013, bei der Kosminski Erschießungen und Ermordungen in Gaskammern auf die Bühne brachte, wurde nach heftigen Protesten abgesetzt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Burkhard C. Kosminski:

Schwarze Minuten am Nationaltheater Mannheim (6/2007)

Jetzt und in Ewigkeit am Nationaltheater Mannheim (12/2007)

Die Sturheit am Schauspiel Frankfurt (5/2008)

Eine Familie/August: Osage County am Nationaltheater Mannheim (10/2008)

Monsun im April am Nationaltheater Mannheim (12/2008)

Fratzen am Nationaltheater Mannheim (2/2009)

Freie Sicht am Nationaltheater Mannheim (10/2009)

Der Herrenbestatter am Nationaltheater Mannheim (12/2009)

Was ihr wollt am Nationaltheater Mannheim (6/2010)

Gespräche mit Astronauten am Nationaltheater Mannheim (9/2010)

Die ganze Welt am Nationaltheater Mannheim (11/2010)

Der andere Ort am Nationaltheater Mannheim (10/2011)

Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen... am Nationaltheater Mannheim (1/2012)

Race am Staatsschauspiel Dresden (3/2012)

Vor dem Gericht am Nationaltheater Mannheim (5/2012)

Heiden am Nationaltheater Mannheim (9/2012)

Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel am Nationaltheater Mannheim (1/2013)

Die Welt von hinten wie von vorne am Nationaltheater Mannheim (10/2013)

20.000 Seiten am Staatsschauspiel Dresden (1/2014)

Herrinnen am Nationaltheater Mannheim (10/2014)

Das schwarze Wasser am Nationalteater Mannheim (1/2015)

Mannheim Arrival/Der Blick von der Brücke am Nationaltheater Mannheim (10/2015)

An und Aus am Nationaltheater Mannheim (1/2016)

Spiel ohne Grenzen am Nationaltheater Mannheim (11/2016)

Das große Feuer am Nationaltheater Mannheim (1/2017)

Für immer schön am Nationaltheater Mannheim (10/2017)

Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm / Nach der Ruhe vor dem Sturm am Nationaltheater Mannheim (6/2018)

Vögel am Schauspiel Stuttgart (11/2018)

Othello am Schauspiel Stuttgart (4/2019)

Die Empörten bei den Salzburger Festspielen (8/2019)

Weltwärts am Schauspiel Stuttgart (2/2020)

Ökozid am Schauspiel Stuttgart (9/2021)

Texte von Burkhardt C. Kosminski auf nachtkritik.de:

Offener Brief – Der Mannheimer Schauspielintendant Burkhardt C. Kosminski fordert den Solidaritätszuschlag für die Kultur umzuwidmen (6/2014)

Link:

www.kosminski.eu

 

Siehe auch: Noah Haidle