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Begriff Definition
PeterLicht

PeterLicht, im letzten Drittel des 20. Jahrhunders geboren, wie er selbst wissen lässt, ist ein Musiker, Autor und machmal auch Regisseur aus Köln.

Zunächst gab es nur seine Stimme, erst später einen Namen dazu: PeterLicht (ohne Leerzeichen!). Anfangs erschienen seine Lieder unter dem Namen Meinrad Jungblut. Ein Gesicht dazu gab es sehr lange nicht. Erst als PeterLicht auf der Leipziger Buchmesse 2006 sein Buch "Wir werden siegen. Buch vom Ende des Kapitalismus" vorstellte, trat er öffentlich auf.

Noch 2007 bei seinem Auftritt im Rahmen des Klagenfurter Literaturwettbewerbs um den Ingeborg-Bachmann-Preis durfte seine Lesung nur von hinten gefilmt werden. Ebendort erhielt er für seinen Text "Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends" den 3sat-Preis und den Klagenfurter Publikumspreis. 2009 war PeterLicht Kurator des "Festivals vom unsichtbaren Menschen" an den Münchner Kammerspielen. Der von ihm selbst inszenierte Abend Räume Räumen basierte auf seinen Liedern und dem Klagenfurter Preistext. Im Mai 2009 gab er ein Konzert auf dem Stücke-Fest der Mülheimer Theatertage.

Nachtkritiken zu Stücken von, mit und ohne PeterLicht:

Räume Räumen in den Münchner Kammerspielen (1/2009)

Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends im Theater Basel (9/2009)

Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2010)

Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière am Theater Bielefeld (11/2010)

Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière am Schauspielhaus Wien (2/2012)

Lieder vom Ende des Kapitalismus, Auftritt beim Sommerfestival auf Kampnagel Hamburg (8/2012)

Das Sausen der Welt am Schauspiel Köln (2/2013)

Der Menschen Feind am Theater Basel (4/2016)

Tartuffe oder Das Schwein der Weisen am Theater Basel (9/2018)

Link:

http://peterlicht.de

Petras, Armin

Armin Petras, geboren 1964 im sauerländischen Meschede ist Regisseur, Theaterleiter und Autor, letzteres meist unter dem Pseudonym Fritz Kater. Seit der Spielzeit 2013/14 ist er Indendant des Schauspiel Stuttgart.

1969 mit seinen Eltern in die DDR übergesiedelt, studierte Petras Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", war Oberspielleiter am Theater Nordhausen, Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel, Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt und Kurator der Spielstätte schmidtstrasse12 in Frankfurt am Main. Von 2006 bis 2013 war Petras Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters. 2013 wechseltre er als Intendanz ans Schauspiel Stuttgart. Im November 2016 gab er bekannt, Stuttgart schon vor Ablauf seines Vertrags (2021) im Jahr 2018 zu verlassen. Seit der Spielzeit 2018/19 ist Armin Petras Hausregisseur am Theater Bremen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen und Stücken von Armin Petras:

Horns Ende Schauspiel Leipzig (3/2006)

Der Schimmelreiter am Schauspiel Köln (6/2007)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Frankfurt (9/2007, eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen '08 – hier gehts zum Stückdossier auf der nachtkritik.de-Seite zum Festival)

Gertrud am Schauspiel Frankfurt (12/2007, eingeladen zum Theatertreffen '08)

Mefisto forever am Berliner Maxim Gorki Theater (2/2008)

Als wir träumten am Schauspiel Leipzig (4/2008)

Zwei arme Polnisch sprechende Rumänen bei den Wiener Festwochen (6/2008)

Brand am Hamburger Thalia Theater (9/2008)

Ödipus auf Cuba im Maxim Gorki Theater Berlin (11/2008)

Rummelplatz im Maxim Gorki Theater Berlin

Opening Night am Schauspiel Frankfurt (3/2009)

Rose – oder Liebe ist nicht genug am Hamburger Thalia Theater (4/2009)

Zornig geboren bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen (6/2009)

Die Korrektur beim Korrekturen-Spektakel im Maxim Gorki Theater Berlin (7/2009)

Abschlussfeier im Anhaltisches Theater Dessau (10/2009)

Der Kaufmann von Venedig am Maxim Gorki Theater Berlin (10/2009)

Der Besuch der alten Dame am Staatsschauspiel Dresden (12/2009)

Der Krieg an den Kammerspielen München (3/2010)

Herakles-Trilogie am Theater Basel (4/2010, Autor)

we are blood am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2010, Text & Regie)

Ein Mond für die Beladenen am Schauspielhaus Bochum (6/2010)

Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten am Staatstheater Stuttgart (7/2010, Regie)

Die Blechtrommel bei der Ruhrtriennale/am Maxim Gorki Theater (9/2010, Autor bzw. Bearbeiter von Günter Grass' Roman)

Die Hermannsschlacht an den Münchner Kammerspielen (10/2010)

Die Früchte des Zorns am Maxim Gorki Theater Berlin (12/2010)

Das Erdbeben in Chili am Staatsschauspiel Dresden (2/2011)

Droge Faust am Leipziger Centraltheater (3/2011)

Die Wohlgesinnten am Maxim Gorki Theater Berlin (9/2011)

John Gabriel Borkman an den Münchner Kammerspielen (2/2012)

Einar Schleef. Die Tagebücher am Maxim Gorki Theater, auch als Tänzer (2/2012)

zeit zu lieben zeit zu sterben am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2012, nur Autor)

We are camera/Jasonmaterial am Theater Augsburg (4/2012, nur Autor)

Bahnwärter Thiel am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2012)

Demenz Depression und Revolution am Maxim Gorki Theater Berlin (1/2013)

Heaven (zu tristan) am Schauspiel Hannover (2/2013, nur Autor)

Leben des Galilei am Staatsschauspiel Dresden (3/2013)

Gladow-Bande am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2013)

Bauern sterben an den Münchner Kammerspielen (5/2013)

Der Hofmeister / Der Hals der Giraffe am Maxim Gorki Theater (6/2013)

Das kalte Herz am Schauspiel Stuttgart (2/2014)

Die Marquise von O. / Drachenblut am Schauspiel Stuttgart (5/2014)

Pfisters Mühle am Schauspiel Stuttgart (11/2014)

Der geteilte Himmel an der Berliner Schaubühne (1/2015)

Buch (5 Ingredientes de la Vida) an den Münchner Kammerspielen (4/2015)

Münchhausen bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2015 / Autor)

Nora am Deutschen Theater Berlin (12/2015 | Neufassung nach Ibsen)

Der Sturm am Schauspiel Stuttgart (12/2015)

The King's Wives am Schauspiel Stuttgart (2/2016)

Nathan der Weise am Schauspiel Stuttgart (3/2016)

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion... an der Schaubühne Berlin (4/2016)

Kruso am Schauspiel Leipzig (10/2016)

Orpheus in der Unterwelt an der Staatsoper Stuttgart (12/2016)

Eines langen Tages Reise in die Nacht am Schauspiel Stuttgart (2/2017)

Der Scheiterhaufen am Staatsschauspiel Dresden (4/2017)

Lulu am Schauspiel Stuttgart (11/2017)

Die Weber am Schauspiel Köln (2/2018)

Love You, Dragonfly am Theater Bremen (9/2018)

Die stillen Trabanten am Deutschen Theater Berlin (11/2018)

Jeder stirbt für sich allein / Leipziger Meuten am Schauspiel Leipzig (1/2019)

heiner 1-4 am Berliner Ensemble (1/2019)

Aus dem Nichts am Theater Bremen (2/2019)

Ein Blick von der Brücke am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2019)

Auferstehung am Theater Bremen (3/2019)

 

Andere Beiträge zu Armin Petras:

Meldung: Armin Petras bleibt bis 2016 am Maxim Gorki Theater (12/2008)

Meldung: Armin Petras wird 2013 Schauspielchef in Stuttgart (10/2011)

Presseschau:  Armin Petras in der Stuttgarter Zeitung über sein Faible für Romane und die Münchner Kammerspiele (9/2014)

Presseschau: Die Süddeutsche Zeitung über Krisen-Signale am Schauspiel Stuttgart (6/2016)

Podcast: In Stuttgart wächst die Kritik an Intendant Armin Petras (7/2016)

Meldung: Armin Petras verläßt Stuttgart vor der Zeit (11/2016)

Presseschau: Armin Petras streitet sich mit der Stuttgarter Zeitung über die Erträge seiner Intendanz am Schauspiel Stuttgart (11/2016)

Interview: Armin Petras über die Gründe, seine Intendanz in Stuttgart vorzeitig abzugeben (11/2016)

Siehe auch: Fritz Kater

Peymann, Claus

Claus Peymann, geboren am 7. Juni 1937 in Bremen, ist einer der renommiertesten deutschen Theaterregisseure und umstrittensten Intendanten deutschsprachiger Bühnen.

Peymann begann seine Regiearbeiten am Universitätstheater in Hamburg, war von 1966 bis 1969 Oberspielleiter des Frankfurter Theaters am Turm und ging zur Spielzeit 1970/1971 an die Berliner Schaubühne. Nachdem er sich mit Peter Stein und dessen basisdemokratischem System überwarf, arbeitete er von 1971 bis 1974 als freier Regisseur, bis er als Schauspieldirektor ans Schauspiel Stuttgart berufen wurde. Hier geriet er erstmals bundesweit in die Schlagzeilen, weil er Geld für die inhaftierte RAF-Terroristin Gudrun Ensslin sammelte, die einen Zahnersatz brauchte. Daraufhin setzte ihn der konservative Ministerpräsident Hans Filbinger unter Druck. Auch deshalb verließ Peymann Stuttgart nach fünf Jahren und wurde 1979, als Nachfolger von Peter Zadek, Intendant des Schauspielhauses Bochum.

1986 übernahm Peymann die Direktion des Burgtheaters in Wien. Hier förderte er moderne, österreich-kritische Theaterautoren wie Elfriede Jelinek, Peter Turrini und vor allem Thomas Bernhard. Die Folge waren heftige Auseinandersetzungen mit Teilen der Wiener Presse und der österreichischen Politik, die im Skandal um die Aufführung von Bernhards letztem Theaterstück "Heldenplatz" gipfelten. Zugleich holte Peymann namhafte Regisseure mit sehr unterschiedlichen Handschriften nach Wien, darunter Giorgio Strehler, Peter Zadek, Hans Neuenfels, Einar Schleef und George Tabori.

Nach dreizehn Jahren wechselte Peymann ans Berliner Ensemble, das er von 1999 bis 2017 leitete. Kennzeichnend für seine Intendanz war unter anderem ein andauernder, medienwirksamer Streit mit dem Dramatiker Rolf Hochhuth, der zuletzt von einem nicht minder medienwirksamen Disput mit dem amtierenden Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner abgelöst wurde.

Peymann erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde wiederholt zum Theatertreffen eingeladen.


Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Claus Peymann:

Richard III. am Berliner Ensemble (2/2008)

Frühlings Erwachen am Berliner Ensemble (12/2008)

Trilogie der schönen Ferienzeit am Berliner Ensemble (12/2009)

Freedom and Democracy I hate you am Berliner Ensemble (9/2010)

Einfach kompliziert am Burgtheater/Berliner Ensemble (2/2011)

Dantons Tod am Berliner Ensemble (1/2012)

Kabale und Liebe am Berliner Ensemble (3/2013)

Kafkas Prozess am Berliner Ensemble (6/2014)

Macht der Gewohnheit am Berliner Ensemble (3/2015)

Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße am Burgtheater Wien (2/2016)

Friedrich Prinz von Homburg am Berliner Ensemble (2/2017)

König Lear am Schauspiel Stuttgart (2/2018)

Die Stühle am Burgtheater Wien (3/2019)


Andere Beiträge zu Claus Peymann:

Nachtkritik: Peymannbeschimpfung – Rimini Protokoll am Schauspiel Stuttgart (9/2007)

Meldung: Claus Peymann rechtfertigt BE-Gastspiel in Teheran (2/2008)

Meldung: Claus Peymann droht mit Rücktritt (3/2009)

Meldung: Rolf Hochhuth erwirkt einstweilige Verfügung gegen Claus Peymann (7/2009)

Meldung: Hochhuth unterliegt vor Gericht gegen Peymann (8/2009)

Blog: Wieder in Wien oder Wo Peymann arbeitet, ist das beste Theater der Welt (1/2010)

Blog: Wie Gert Voss bei der Berliner Premiere von "Einfach kompliziert" für einen Moment fast zur Bernhard-Peymann-Kunstreflexion ansetzte (2/2011)

Presseschau: Claus Peymann klagt in der Berliner Morgenpost über die Diktatur des Nichtkönnens (6/2011)

Meldung: Claus Peymann erhält Lessing-Preis (12/2011)

Glückwunsch: Wir gratulieren Claus Peymann zum 75. (6/2012)

Meldung: Claus Peymann wird Burgtheater-Ehrenmitglied (10/2012

Kommentar: Peymanns zweifelhafte Ehrung am Burgtheater (10/2012)

Presseschau: Claus Peymann spricht in der Rheinischen Post vom Scheitern (11/2012)

Presseschau: Claus Peymann gibt der Berliner Zeitung/Frankfurter Rundschau eine Audienz (12/2012)

Meldung: Claus Peymann verlängert am Berliner Ensemble bis 2016 (4/2013)

Video: Zur Eröffnung der ersten Ausgabe der Konferenz Theater & Netz diskutierte Claus Peymann mit der Schriftstellerin und Ex-Piraten-Politikerin Marina Weisband (5/2013)

Presseschau: Claus Peymann in der Berliner Morgenpost über neue und alte Helden in Theater und Netz (10/2013)

Meldung: Claus Peymann sollte bei Trauerfeier für Manfred Rommel keine Rede halten (11/2013)

Presseschau: Frankfurter Allgemeine und Claus Peymann schimpfen über nazihaftes Gepöbel von links (3/2014)

Presseschau: Spiegel-Interview mit Claus Peymann über die Krise am Burgtheater (3/2014)

Blog: Was Claus Peymann seinem Idol Harald Schmidt anlässlich dessen letzter Sendung im Fernsehen vorschug (3/2014)

Blog: Wie sich Claus Peymanns Vorschlag an Harald Schmidt, die Leitung des Wiener Burgtheaters zu übernehmen, als Trojaner entpuppt (3/2014)

Meldung: Claus Peymann will nicht ans Burgtheater (1/2014)

Presseschau: Zur Berliner Kulturpolitik, zum Streit zwischen Claus Peymann und Tim Renner, zu den Spekulationen um Chris Dercon sowie zur Zukunft der Volksbühne (3-6/2015)

Meldung: Claus Peymann greift Berliner Kulturpolitiker Renner und Müller an (1/2015)

Presseschau: Tim Renner antwortet in der Zeit auf die Attacken Claus Peymanns, schreibt über Berliner Kulturpolitik und skizziert seine Zukunftsvision für die Volksbühne (4/2015)

Presseschau: Claus Peymann im Interview mit der Zeit über seine Vorwürfe gegen Tim Renner sowie Reaktionen auf dieses Interview (4/2015)

Presseschau: Im Spiegel-Interview inszeniert Claus Peymann den Triumph der Künstlers über die Politik (10/2015)

Kolumne: Wolfgang Behrens macht ein Geständnis in Sachen Claus Peymann (1/2016)

Presseschau: Claus Peymann sieht im Interview mit dem Kurier nur Ausweglosigkeit für die Flüchtlinkskrise im Allgemeinen und den Umgang der Theater damit im Speziellen (3/2016)

Presseschau: Claus Peymann spricht im Interview mit NEWS über das Verhältnis zu Peter Handke und den Verwurf, er betreibe ein Museum (372016)

Presseschau: Claus Peymann über die Pläne seines designierten Nachfolgers am BE Oliver Reese (9/2016)

Presseschau: Die Zeitungen über die Kritik von BE-Intendant Claus Peymann an der Berliner Kulturpolitik und seinem Nachfolger (9/2016)

Kolumne: Dirk Pilz über schöne Worte des BE-Intendanten Claus Peymann (10/2016)

Buchkritik: Claus Peymann – Mord und Totschlag (12/2016)

Presseschau: Claus Peymann spricht mit der Zeit über das Ende seiner Intendanz (7/2017)

Presseschau: Die Medien gratulieren Claus Peymann zum 80. Geburtstag (6/2017)

Presseschau: Schweizer Medien über einen Eklat in Chur bei einem Podiumsgespräch mit Claus Peymann (10/2018)

Siehe auch: Thomas Bernhard, Peter Handke, Elfriede Jelinek,

Pfaff, Martin

Martin Pfaff, 1971 geboren, ist Regisseur.

Von 1993 bis 1998 Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Mainz. Regieassistent in Frankfurt am Main, Gießen, Berlin. Ab 2006 Inszenierungen als freier Regisseur u.a. am Deutschen Theater Berlin, in Regensburg, Chemnitz, Lüneburg, Saarbrücken, Kiel. Von 2015 bis 2018 war Martin Pfaff Schauspieldirektor des Landestheaters Detmold.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Martin Pfaff:

Die Präsidentinnen am Landestheater Detmold (9/2010)

Der Schimmelreiter am Theater Naumburg (2/2012)

Ich bin ein göttlicher Hanswurst am Theater Naumburg (2/2013)

Maria Stuart am Theater Lüneburg (3/2016)

Dantons Tod am Landestheater Detmold (5/2016)

Am Strand der weiten Welt am Landestheater Detmold (5/2017)

Mutter Kramers Fahrt zur Gnade am Schleswig-Holsteinischen Landestheater (3/2019)

Link:

martinpfaff.de

Pfost, Haiko

Haiko Pfost, geboren 1972, ist Dramaturg, Kurator, Theater- und Festivalleiter.

Pfost ist ausgebildeter Industriekaufmann und studierte Theaterwissenschaft, Religions- und Kulturwissenschaft, sowie Psychologie an der Freien und an der Humboldt-Universität in Berlin. 2004/2005 war er als Programmdramaturg und Kurator beim Projekt "Volkspalast", der kulturellen Zwischennutzung des Palasts der Republik Berlin, tätig. 2007 und 2009 arbeitte er als Programmdramaturg der Internationalen Schillertage in Mannheim. Von 2007 bis 2013 leitete er gemeinsam mit Thomas Frank das internationale Koproduktionshaus brut Wien. Er war Mitglied der Programmjury des Festivals "Politik im Freien Theater" 2011 in Dresden. Für die Jahre 2018 bis 2020 ist er künstlerischer Leiter des Freie-Szene-Festivals "Impulse" in NRW.

 

Beiträge mit und von Haiko Pfost auf nachtkritik.de:

Interview: Interview mit dem neuen Leiter des Freie-Szene-Festivals "Impulse" Haiko Pfost über Freiheit und Arbeitsweisen jenseits des Stadttheaterbetriebs (6/2018)

Weitere Texte:

Festival Impulse 2019 – Mit Showcase, Stadtprojekten und Akademie-Programm ist das Festival der Freien Szene diskurs-sattelfest gestartet (6/2019)

 

Platel, Alain

Alain Platel, geboren am 9. April 2015 in Gent, ist Choreograph und Theaterregisseur.

Platel begann bereits in jungen Jahren eine Schauspiel-Ausbildung, besuchte dann eine Ballettschule. Ab 1980 eigene Choreographien, 1984 gründete er die Tanzcompagnie Les Ballets C de la B  (Les Ballets Contemporains de la Belgique), die sich dem zeitgenössischen Tanz widmet. 2003 zog er sich für drei Jahre von der Gruppe zurück, ließ diese ihre eigenen Stücke schaffen und erlernte als zusätzliches Ausdrucksmittel die Zeichensprache. In "Tauberbach" arbeitete er etwa auch mit gehörlosen und schizophrenen Darstellern und Tänzern.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Alain Platel:

Pitié! Erbarme Dich! Pitié! Erbarme Dich! bei der Ruhrtriennale (9/2008)

Out of Context bei den Wiener Festwochen (6/2010)

Gardenia beim Festival d'Avignon (7/2010)

Tauberbach an den Münchner Kammerspielen (1/2014)

Tauberbach als Gastspiel beim Berliner Theatertreffen (5/2014)

Coup Fatal bei den Wiener Festwochen (6/2014)

En avant, marche! bei der Euro-Scene Leipzig (11/2015)

Nicht schlafen bei der Ruhrtriennale (9/2016)

Andere Beiträge zu Alain Platel:

Meldung: Vorwürfe gegen Alain Platels Inszenierung "Tauberbach" (5/2014)

Meldung: Alain Platel weist Plagiatsvorwürfe gegen "Tauberbach" zurück (5/2014)

Essay: Cripping up – Was problematisch daran ist, wenn Schauspieler ohne Behinderung Rollen mit Behinderung spielen (11/2018)

Link:
www.lesballetscdela.be

Plenzdorf, Ulrich

Ulrich Plenzdorf, geboren am 26. Oktober 1934 in Berlin, gestorben am 9. August 2007 ebenda, war Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramaturg.

Mit seinem Buch "Die neuen Leiden des jungen W." ist Ulrich Plenzdorf berühmt geworden. In Ost- wie in West-Deutschland. In der DDR hat es nach dem Erscheinen 1972 eine heftige Debatte ausgelöst – und wurde dennoch zu einem der größten Bühnenerfolge. Am 9. August 2007 ist er 72-jährig gestorben.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Ulrich Plenzdorf:

Die Legende vom Glück ohne Ende am Theater Greifswald (12/2007)

Die neuen Leiden des jungen W. am Thalia Theater Hamburg (12/2008)

Legende vom Glück ohne Ende / Kein runter kein fern am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2012)

Die neuen Leiden des jungen W. am Theater Augsburg (11/2012)

Andere Beiträge zu Ulrich Plenzdorf:

Nachruf: Der Jugendversteher (8/2007)

Pohle, Christiane

Christiane Pohle, 1968 geboren, ist Regisseurin.

Sie absolvierte zunächst eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ihre erste Regiearbeit "Sitzen in Hamburg", 1999 auf Kampnagel frei nach Tschechows "Drei Schwestern" entstanden, wurde mit dem Impulse-Preis für Freies Theater und dem von der Akademie für Darstellende Künste und der Stadt Bensberg vergebenen Förderpreis für Regie 2001 ausgezeichnet. Seit 2012 ist sie Studiengangsleiterin Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christiane Pohle:

Parzival an den Münchner Kammerspielen (6/2007)

Zones of my exclusions am Theater Basel (11/2007)

Zur schönen Aussicht an den Münchner Kammerspielen (4/2008) 

Freier Fall am Burgtheater Wien (5/2008)

Bulbus an den Münchner Kammerspielen (1/2009)

Die Marx-Saga am Thalia Theater Hamburg (10/2009)

Jeff Koons an den Münchner Kammerspielen (1/2011)

Die drei Schwestern am Thalia Theater Hamburg (4/2011)

Von morgens bis mitternachts am Centraltheater Leipzig (2/2012)

Hirnbonbon am Schauspiel Stuttgart (7/2014)

Gegenwart der Erinnerung am Schauspielhaus Graz /1/2015)

Polen

Polen. Seit seiner Gründung dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Theaterbriefe und Berichte aus Polen:

Dirk Pilz: Wohin steuert das polnische Theater? Anmerkungen nach dem Festival "Dialog" in Wroclaw (10/2007)

Roman Pawłowski: Theaterbrief aus Polen (1) - Chancen und Risiken eines politischen Theaters nach den Wahlen in Polen. Politisches Theater im Polen der Kaczyński-Zwillinge (2/2008)

Szymon Wróblewski: Theaterbrief aus Polen (2) - Warum das polnische Theater jetzt auch Dramaturgen braucht (6/2008)

Anna R. Burzyńska: Theaterbrief aus Polen (3) - Wie sich die Provinz Aufmerksamkeit zu schaffen erhofft (9/2008)

Magda Piekarska: Theaterbrief aus Polen (4) - In Jelenia Góra tobt ein Kampf um das neue Theater (2/2009)

Wojtek Klemm: Theaterbrief aus Polen (5) - Theater und Staatstrauer, eine kommentierte Zusammenstellung von Stimmen nach dem Absturz der Regierungsmaschine bei Smolensk (4/2010)

Thomas Irmer: Theaterbrief aus Polen (6) - Ein Bericht vom Showcase im Rahmen des 30./31. Warschauer Theatertreffens (4/2011)

Theaterbrief aus Polen (7) - Ein Offener Brief Polnischer Theaterschaffender (3/2012)

Iwona Uberman: Theaterbrief aus Polen (8) - Die polnischen Dramatikerinnen Julia Holewińska und Magdalena Fertacz (5/2012)

Iwona Uberman: Theaterbrief aus Polen (9) - Neue Theaterstücke untersuchen die revolutionäre Bewegung der Solidarność (4/2013)

Anna R. Burzyńska: Theaterbrief aus Polen (10) - Jan Klata, Intendant des Krakauer Stary Teatr, wird vom ultrakonservativen Lager unter Druck gesetzt (12/2013)

Anna R. Burzyńska: Theaterbrief aus Polen (11) - Michał Zadaras Inszenierung von Schillers "Die Räuber" in Warschau steht beispielhaft für ein neues politisches Theater (5/2014)

Meldung: Polnisches Gastspiel von Rodrigo Garcia wegen drohendender Massenproteste abgesagt (6/2014)

Simone Kaempf: Theaterbrief aus Polen (12) – Beim 7. Internationalen Theaterfestival "Boska Comedia" in Krakau ragt Regisseur Krystian Lupa heraus (12/2014)

Anna R. Burzyńska: Theaterbrief aus Polen (13) – How Polish theatre is affected by the PiS-government's rightwing populism (2/2016)

Iwona Uberman: Theaterbrief aus Polen (14) – Über den politischen Intendanzwechsel am legendären Teatr Polski in Wrocław, der "Volksbühne von Polen" (10/2016)

Natalia Staszczak-Prüfer: Theaterbrief aus Polen (15) - "Klątwa" ("Fluch") von Oliver Frljić in Warschau – Analyse eines hochpolitischen Theaterskandals (2/2017)

Iwona Uberman: Theaterbrief aus Polen (16) – Interview mit Regisseur und Ex-Intendant Jan Klata über die gegenwärtige polnische Kulturpolitik (11/2017)

Iwona Uberman: Theaterbrief aus Polen (17) – Die polnischen Theater blicken auf den März 1968


Auf nachtkritik-Spieltriebe3 (2009) gibt es einen Bericht über die Theaterlandschaft Polen.

Nachtkritiken zu polnischen Theaterproduktionen:

Krakau-Berlin-XPRS vom Maxim Gorki Theater Berlin und dem Stary Teatr Krakau (6/2011)

Jackson Pollesch am Teatr Rozmaitości in Warschau (9/2011).

Links:
www.poltheatreinst.com
www.at.edu.pl

www.warszawskie.org


Siehe auch: Jan Klata, Wojtek Klemm, Małgorzata Sikorska-Miszczuk, Michal Walczak.

Politik im Freien Theater