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Begriff Definition
Smeds, Kristian

Kristian Smeds, geboren 1970 in Muhos/Finnland, ist Regisseur und Dramatiker.

Smeds studierte an der Theaterakademie Helsinki. 1996 bis 2001 leitete er in der finnischen Hauptstadt das Theater Takomo. 2001 wechselte er als künstlerischer Direktor nach Kajaani, eine Kleinstadt mit hoher Arbeitslosigkeit 600 Kilometer nördlich von Helsinki. 2007 gründete er ein eigenes Ensemble, das "Smedsensemble". Smeds arbeitet europaweit als Regisseur, insbesondere im Baltikum und in Belgien.

2009 war Smeds mit seinem Stück Gott ist Schönheit Gast beim Osnabrücker Festival Spieltriebe, das deutschsprachigen Erstaufführungen europäischer Stücke gewidmet war. Mehr dazu auf der nachtkritik-spieltriebe-Seite.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Kristian Smeds:

Der Kirschgarten beim Festival Theater der Welt (7/2010)

12Karamasows beim Nordwind Festival (12/2011)

Der imaginäre sibirische Zirkus des Rodion Raskolnikow in den Münchner Kammerspielen (10/2012)

Eisbilder (3/2017) am Landestheater Schleswig-Holstein

Links:
www.smedsensemble.fi

Solberg, Simon

Simon Solberg, geboren 1979 in Bonn, ist Regisseur.

Solberg absolvierte eine Schauspielausbildung an der Folkwang Hochschule in Essen, durchlief Engagements am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspiel Frankfurt und bei der Ruhrtriennale, bevor er 2006 sein Regiedebüt mit "Odyssee reloaded" am Schauspiel Frankfurt gab. 2007 gewann er mit seiner Frankfurter Inszenierung von "Don Quijote" nach Cervantes bei "Radikal jung" in München den Kritikerpreis. Von 2006 bis 2008 war Solberg Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim und inszenierte dort unter anderem "Frühlings Erwachen" sowie im Rahmen der Schillertage 2007 "Pimp the city", ein Projekt, das sich mit der Situation arbeitsloser Menschen in Mannheim beschäftigte. Neben Inszenierungen am Münchner Volkstheater, am Staatsschauspiel Dresden und dem Theater Basel realisierte er seit seinem Studium mehrere Kurzfilm- und Serienprojekte. In der Spielzeit 2012/13 gehörte Solberg zum Leitungsteam der Schauspielsparte am Theater Basel.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Simon Solberg:

Familie Schroffenstein am Schauspiel Frankfurt (3/2007)

Bilder von Männern und Frauen am Nationaltheater Mannheim (11/2007)

Don Quijote am Schauspiel Frankfurt (12/2007)

Faust am Münchner Volkstheater (10/2008)
(beim Festival Radikal Jung 2009)

ARGOcalypse now am Schauspielhaus Wien (9/2009) 

Romeo und Julia am Staatsschauspiel Dresden (9/2009)
und eingeladen zum Festival radikal jung 2010

Die Räuber am Theater Basel (1/2010)

Die Jungfrau von Orleans am Münchner Volkstheater (5/2010)

Hamlet bei den Heidelberger Schloßfestspielen (6/2010)

Graf Öderland am Theater Basel (9/2010)

Warteraum Zukunft in der Box des Deutschen Theaters Berlin (11/2010)

Minna von Barnhelm am am Staatsschauspiel Dresden (2/2011)

Einer flog über das Kuckucksnest am Münchner Volkstheater (05/2011)

Ein Volksfeind am Theater Basel (9/2011)

Michael Kohlhaas am Nationaltheater Mannheim (2/2012)

Don Karlos am Theater Basel (9/2013)

Moses. Ein Mash-up-Musical am Münchner Volkstheater (9/2012)

Verbrecher aus verlorener Ehre am Deutschen Theater Berlin (11/2012)

Der Park am Theater Basel (4/2013)

Urgötz am Schauspiel Stuttgart (10/2013)

Kabale und Liebe am Schauspiel Köln (1/2014) 

Der abentheurliche Simplicissimus Teutsch am Staatsschauspiel Dresden (4/2014)

Die Leiden des jungen Werther am Schauspiel Stuttgart (1/2015)

Argonauten. Ein Helden-Roadtrip am Schauspiel Köln (3/2015)

Rabenliebe am Staatsschauspiel Dresden (10/2015)

Odyssee am Münchner Volkstheater (1/2016)

Das Käthchen von Heilbronn im Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2016)

Der Graf von Monte Christo am Staatsschauspiel Dresden (2/2017)

BND – Big Data is watching you am Theater Bonn (4/2017)

Don Quichote am Schauspiel Köln (5/2018)

Herakles am Volkstheater München (2/2019)

Bungalow am Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2019)

Sommer, Sebastian

Sebastian Sommer, 1980 in Suhl geboren, ist Theaterregisseur.

Von 2001 bis 2006 Studium Diplom-Musiktherapie an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal und von 2009 bis 2011 Studium Ttheatre Arts in Directing in Wellington / Neuseeland. Sommer war ab 2012 bis 2015 Regieassistent am Berliner Ensemble, wo er auch eigene Arbeiten zu inszenieren begann. Seit 2015 ist er dort Hausregisseur.

nachtkritiken zu Inszenierungen von Sebastian Sommer:

Hans im Glück am Berliner Ensemble (3/2014)

Kaspar am Berliner Ensemble (2/2015)

Die Stühle am Berliner Ensemble (6/2016)

 

Sommerhäuser, Corinna

Corinna Sommerhäuser, geboren 1976 in Köln, ist Theaterregisseurin.

Nach einer Ausbildung als Köchin studierte Sommerhäuser Soziologie, Theaterwissenschaften und Frauenforschung in Wien. Nach Hospitanzen und Assistenzen wurde sie 2002 feste Regieassistentin am Thalia Theater Hamburg. Hier realisierte sie auch erste eigene Projekte. Mit ihrer Uraufführungs-Inszenierung von Anne Habermehls Letztes Territorium wurde sie 2009 zum "Radikal jung"-Festival in München eingeladen (hier ein Festivalbericht). Seit der Spielzeit 2008/09 arbeitet Sommerhäuser als freie Theaterregisseurin.

Nachtkritiken zu Inszenierungen Corinna Sommerhäusers:

Letztes Territorium am Thalia Theater Hamburg (11/2008)

Kampf des Negers und der Hunde am Theater Bremen (3/2011).


Sonnenbichler, Bernadette

Bernadette Sonnenbichler, geboren 1982 in München, ist Regisseurin.

Sonnenbichler studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien Regie. Daraufhin war sie von 2006 bis 2008 Regieassistentin am Schauspielhaus Graz. Es folgten eigene Inszenierungen ebenda, sowie am Theater Aachen, am Theater Münster, sowie am Bayerischen Staatsschauspiel, am Landestheater Linz, am Theater Augsburg, an den Vereinigten Bühnen Bozen, am Landestheater Vorarlberg und am Schauspielhaus Wien.

2007 und 2010 wurde sie für das "Hörspiel des Monats" und 2008 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Ihre Inszenierung "Das Himbeerreich" am Theater Aachen wurde 2014 zum NRW-Theatertreffen eingeladen. 2015 und 2016 war sie Gastdozentin an der UDK. Ab der Spielzeit 2016/2017 ist Sonnenbichler Hausregisseurin am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Bernadette Sonnenbichler:

Der Meister und Margarita am Theater Aachen (1/2015)

Draußen vor der Tür am Theater Münster (5/2015)

Deutschstunde am Theater Aachen (3/2016)

Ich, ein Anfang am Schauspiel Frankfurt (2/2017)

Der Steppenwolf am Theater Heidelberg (7/2017)

Der Menschenfeind am Schauspiel Stuttgart (2/2019)

 

Sostmann, Moritz

Moritz Sostmann, 1969 in Halle an der Saale geboren, ist Regisseur, Schau- und Puppenspieler.

Er studierte Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und arbeitete anschliessend als Film- und Theaterschauspieler u.a. am Theater Basel, am Schauspielhaus Wien, am Hebbel Theater und am Maxim Gorki Theater Berlin. 2005 debütierte er am Thalia Theater in Halle als Regisseur. In seinen Arbeiten denkt Sostmann Schauspiel und Puppenspiel zusammen. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist er Hausregisseur am Schauspiel Köln.

Nachkritiken zu Inszenierungen von Moritz Sostmann:

Der gute Mensch von Sezuan am Schauspiel Köln (9/2013)

Amerika am Schauspiel Köln (12/2013)

Der Menschenfeind am Schauspiel Köln (12/2015)

Und Pippa tanzt am Schauspiel Köln (3/2015)

3.31.93. Ein Großstadtreigen am Schauspiel Köln (11/2015)

Victor oder Die Kinder an der Macht am Schauspiel Köln (4/2016)

Faust I am Schauspiel Köln (2/2017)

Soubeyrand, Manuel

Manuel Soubeyrand, geboren 1957 in Köln und aufgewachsen in der DDR, ist Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter.

Nach einem Schauspielstudium an der Berliner Hochschule "Ernst Busch" nahm er sein erstes Engagement am Berliner Ensemble auf (1982 bis 1993) und arbeitete anschließend als freiberuflicher Regisseur. Von 2000 bis 2004 war er Schauspieldirektor und Chefregisseur am Theater Chemnitz. Seit 2004 leitet er die Württembergische Landesbühne in Esslingen. 2014 wird er die Intendanz der Neuen Bühne Senftenberg übernehmen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Manuel Soubeyrand:

Othello an der Württembergischen Landesbühne in Esslingen (10/2012)

Das Jahr100Spektakel an der Neuen Bühne Senftenberg

Mutter Courage und ihre Kinder an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2015)

spielzeiteuropa

spielzeiteuropa nennt sich die Gastspielreihe der Berliner Festspiele, die seit 2004 alljährlich in den Wintermonaten ausgerichtet wird.

Die Saison 2009/10 wurde mit einem mehrtätigen Riesenpuppenspektakel der französischen Truppe Royal de Luxe eröffnet. Obwohl von der massiven Medien-Präsenz im Vorfeld maximal genervt, war es, so lesen Sie im Redaktionsblog, um die Riesen-Resistenz des Redakteurs alsbald geschehen.

Nachtkritiken zur Saison 2007/08:
Stifters Dinge [The Pianopiece], Regie: Heiner Goebbels (10/2007)
The Sound of Silence, Regie: Alvis Hermanis (11/2007)
Les Paravents (Die Wände), Regie: Frédérik Fisbach (Festival d'Avignon, 07/2007)
Medea, Regie: Grzegorz Jarzyna (01/2008)

Nachtkritiken zur Saison 2008/09:
Das Pulverfass, Regie: Dimiter Gotscheff (08/2008)
Verbrechen und Strafe, Regie: Andrea Breth (Salzburger Festspiele, 07/2008)
Der Lauf zum Meer, Regie: Thorsten Lensing / Jan Hein (01/2009)
(Kein) König Lear, Regie: Luc Bondy (Burgtheater Wien, 05/2007).

Nachtkritiken zur Saison 2009/10:
Eonnagata, von und mit: Sylvie Guillem, Robert Lepage, Russel Maliphant.

Spiralblockaffäre

Spiralblockaffäre nennt man den Theaterskandal am 16. Februar 2006 im Schauspiel Frankfurt, unter Intendantin Elisabeth Schweeger. In Sebastian Hartmanns Inszenierung "Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes" nach Eugène Ionesco attackierte der Schauspieler Thomas Lawinky den durch Unmutsbekundungen aufgefallenen leitenden Theaterkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Gerhard Stadelmaier. Er entriss ihm seinen Spiralblock und stöberte in den Aufführungsmitschriften, woraufhin der Kritiker den Saal verließ. Stadelmaier berichtete von den Ereignissen in der FAZ vom 18. Februar 2006 unter dem Titel Angriff auf einen Kritiker. Es schloss sich eine wochenlange Feuilletondebatte über das Selbstverständnis der Theaterkritik sowie Möglichkeiten und Grenzen interaktiver Theaterformen an. Nachdem Thomas Lawinky am Schauspiel Frankfurt kündigte, um seiner Demission zuvor zu kommen, bot Claus Peymann ihm medienwirksam Asyl am Berliner Ensemble an.

Was Gerhard Stadelmaier von dem von ihm so genannten Regisseurstheater hält, hat er im Mai 2010 im brandenburgischen Schloss Neuhardenberg dargelegt.

Spregelburd, Rafael

Rafael Spregelburd, 1970 in Buenos Aires geboren, argentinischer Dramatiker und Regisseur.

Das Deutsche Schauspielhaus stellte 2001 erstmals zwei Teile seiner "Heptalogie des Hieronymus Bosch" vor, sieben Stücke frei nach den sieben Todsünden. Nachdem "Die Dummheit" 2004 im Rahmen des Festivals Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D. 4) an der Berliner Schaubühne szenisch gelesen wurde, interessierten sich weitere Theater für seine Stücke. Inzwischen ist er einer der wichtigsten Vertreter des argentinischen Theaters.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Rafael Spregelburd:

Die Dummheit (Stuttgart, 7/2007), R: Friederike Heller

Die Sturheit (Frankfurt, 5/2008), R: Burkhard C. Kosminski

Die Panik (Luzern, 5/2008), R: Andreas Herrmann

Alles (DEA) am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1/2010, auch Regie)

Die Paranoia beim F.I.N.D.-Festival, Schaubühne Berlin (3/2010)

Call me God am Münchner Residenztheater (11/2012, Co-Autor)

Spam am Theater Rampe Stuttgart (3/2016), R: Marie Bues

Inferno am Voralberger Landestheater Bregenz (2/2017), R: Steffen Jäger

Links:

www.spregelburd.com.ar/de