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Begriff Definition
Wuschek, Kay

Kay Wuschek, geboren 1963 in Sachsen-Anhalt, ist Regisseur und Intendant.

Wuschek studierte Theaterwissenschaften und Kulturelle Kommunikation an der Berliner Humboldt-Universität und arbeitete danach als Dramaturg und Regisseur, u.a. in Berlin, Schwerin, Magdeburg, Halle und Aachen.

Seit 2005 ist er Intendant im Berliner Theater an der Parkaue, dem deutschlandweit einzigen Staatstheater für Kinder und Jugendliche. 2008 wurde sein Vertrag vom Berliner Senat bis 2015 verlängert. Seit 2010 ist Kay Wuschek außerdem einer der beiden Sprecher im Berliner Rat für die Künste.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Kay Wuschek:

Leben des Galilei am Volkstheater Rostock (10/2011)

Wuttke, Martin

Martin Wuttke, geboren am 8. Februar 1962 in Gelsenkirchen, ist Schauspieler und Regisseur.

1995 bis 1996 war er kurzzeitig Intendant des Berliner Ensembles. Als Schauspieler arbeitete Wuttke seit 1999 hauptsächlich an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, wo er in zahlreichen Inszenierungen von Frank Castorf, Christoph Schlingensief, Christoph Marthaler und besonders von René Pollesch mitgewirkt hat. Wuttkes Regiearbeiten entstanden im Wesentlichen am Berliner Ensemble. Seit der Spielzeit 2009/10 gehört Martin Wuttke zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. Dort spielte er bereits 2008 in René Polleschs Fantasma mit, das 2009 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert war, worüber man ihn hier persönlich reden hören & sehen kann. Mehr auf nachkritik-stuecke09.de.

Wuttke ist auch ein erfolgreicher Film- und Fernsehschauspieler. 2007 übernahm er die Rolle des Kriminalhauptkommissars Andreas Keppler im Tatort des Mitteldeutschen Rundfunks. 2009 war er als Adolf Hitler in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Bastards" zu sehen.

Für seinen Auftritt in René Polleschs Schmeiß dein Ego weg! erhielt er 2011 den Faust-Theaterpreis, den er als Missverständnis entgegennahm.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Martin Wuttke:

L'Affaire Martin... an der Berliner Volksbühne (10/2006)

Erkundungen für die Präzisierung des Gefühls für einen Aufstand am Schauspiel Köln (3/2007) (Regie)

Gretchens Faust im Berliner Ensemble (3/2008) (Regie)

Fantasma am Wiener Burgtheater (12/2008)

Ping Pong d'Amour an den Münchner Kammerspielen (2/2009)

Das abenteuerliche Herz. Droge und Rausch im Berliner Ensemble (6/2009) (Regie)

Calvinismus Klein am Zürcher Schauspielhaus (12/2009)

Das Begräbnis am Burgtheater Wien (3/2010)

Schmeiß dein Ego weg! an der Berliner Volksbühne (1/2011)

Platonov am Wiener Akademietheater (5/2011)

Die Liebe zum Nochniedagewesenen am Wiener Akademietheater (12/2011)

Nach der Oper. Würgeengel im Kasino des Wiener Burgtheaters (2/2012)

Der eingebildete Kranke an der Berliner Volksbühne (6/2012, Hauptrolle und Regie)

Der Geizige an der Berliner Volksbühne (6/2012)

Don Juan an der Berliner Volksbühne (9/2012)

Glanz und Elend der Kurtisanen an der Berliner Volksbühne (9/2013)

Trompe l'amour an der Berliner Volksbühne (4/2014)

Rocco Darsow am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (12/2014)

Von einem der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte an der Volksbühne Berlin (3/2015)

John Gabriel Borkman bei den Wiener Festwochen (5/2015)

Judith an der Volksbühne Berlin (1/2016)

Stadion der Weltjugend am Schauspiel Stuttgart (7/2016)

Volksbühnen-Diskurs Teil 1 und 2 an der Volksbühne Berlin (10/2016)

Faust an der Volksbühne Berlin (3/2017)

Dark Star an der Volksbühne Berlin (6/2017)

Eine griechische Trilogie (10/2018)

Wyrypajew, Iwan

Iwan Wyrypajew, am 3. August 1974 in Irkutsk, Sowjetunion geboren, ist Dramatiker, Schauspieler und Regisseur.

Wyrypajew studierte in seiner Geburtsstadt Schauspiel und gründete 1998 seine eigene Theater-Kompanie "Espace de jeu" (Spielplatz), zugleich absolvierte er ein Fernstudium Regie. 2001 ging Wyrypajew nach Moskau und wurde Mitgründer des Theaterzentrums teatr.doc. Er betätigte sich zunehmend schwerpunktmäßig als Dramatiker, sein Stück "Kislorod" (deutsch: "Sauerstoff") wurde 2003 in Moskau durch Viktor Ryjakow uraufgeführt und viel nachgespielt, auch im deutschsprachigen Raum. 2005 führte er bei seinem ersten Spielfilm "Euforija" Regie und schrieb das Drehbuch. 2006 erhielt er dafür den Großen Preis beim Internationalen Filmfestival Warschau.

Im deutschsprachigen Raum werden seine Theaterstücke seit 2008 viel gespielt, 2009 erhielt er zusammen mit seinem Übersetzer Stefan Schmidtke den Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stücken von Iwan Wyrypajew:

Juli am Schauspielhaus Wien (10/2008)

Illusionen am Theater Chemnitz (9/2011)

Delhi, ein Tanz am Schauspielhaus Düsseldorf (3/2012)

Wespen stechen auch im November am Theater Chemnitz (2/2013)

Betrunkene am Schauspielhaus Düsseldorf (2/2014)

Betrunkene am Thalia Theater Hamburg (4/2014)

Unerträglich lange Umarmung am Deutschen Theater Berlin (3/2015)

Betrunkene am Staatstheater Braunschweig (3/2017)

Iran-Konferenz am Thalia Theater Hamburg (10/2018)