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Begriff Definition
Fiedler, Florian

Florian Fiedler, geboren am 23. Mai 1977 in Hamburg, ist Regisseur.

Fiedler begann 1997 am Hamburger Thalia Theater Projekte mit Behinderten umzusetzen, als er im Rahmen seines Zivildienstes Regieassistent beim Jugendclub "Treffpunkt" des Thalia Theaters war. Von 1998 bis 2001 war er Regieassistent am Theater Basel. Seit 2001 inszenierte er als freier Regisseur regelmäßig am Theater Basel, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Münchner Volkstheater und am Schauspiel Frankfurt. Von 2006 bis 2009 leitete er am Schauspiel Frankfurt die Nebenspielstätte Schmidtstraße. Ab der Spielzeit 2009/10 war er Hausregisseur am Schauspiel Hannover und seit der Spielzeit 2011/12 auch Leiter des Jungen Schauspiels Hannover. 2004 wurde er in der Kritikerumfrage von Theater heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt und erhielt zwei Einladungen zum Festival Radikal jung. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist Fiedler Intendant des Theaters Oberhausen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Florian Fiedler:

Kabale und Liebe am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2007)

Ein Volksfeind am Schauspiel Frankfurt (12/2007)

Mörder-Variationen am Schauspiel Köln (5/2008)

Die Friseuse beim Stückemarkt des Theatertreffens/szenische Einrichtung (5/2008)

Amphitryon am Schauspiel Frankfurt (9/2008)

Simplicissimus Teutsch am Schauspiel Hannover (10/2009)

Das weiße Album am Schauspiel Frankfurt (2/2010)

Republik Freies Wendland am Schauspiel Hannover (9/2010)

Ein Blick von der Brücke am Schauspiel Frankfurt (5/2011)

Melodien für Milliarden (UA) am Schauspiel Hannover (10/2012)

Anatol bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2013)

Maß für Maß am Schauspiel Hannover (1/2015)

Schimmelmanns – Verfall einer Gesellschaft am Theater Oberhausen (9/2017)

Ein Volksfeind am Theater Oberhausen (1/2018)

Nur die Harten (kommen in den Garten) am Theater Oberhausen (6/2018)

Der Sandmann am Theater Oberhausen (11/2018)

Das Recht des Stärkeren am Theater Oberhausen (3/2019)

Weitere Beiträge zu Florian Fiedler:

Meldung: Florian Fiedler übernimmt Leitung des Theaters Oberhausen (5/2016)

Presseschau: Deutschlandfunk-Interview mit dem Oberhausener Intendanten Florian Fiedler, der sich zugunsten seiner Mitarbeiter das eigene Gehalt gekürzt hat (11/2017)

Report: Jenseits der Filterblase – Wie sich neue Theaterarbeiten dem Phänomen Rechtspopulismus nähern (11/2017)

Finnland

Finnland. Das wichtigste Theaterfestival Finnlands findet allsommerlich in Tampere statt und präsentiert neben ausländischen Inszenierungen die wichtigsten finnischen Produktionen der Saison. Festvalberichte gibt es aus den Jahren 2008 und 2010.

Auf nachtkritik-Spieltriebe3 (2009) gibt es einen Bericht über die Theaterlandschaft Finnland.

Links:

www.teatterikesa.fi
http://balticcircle.fi
Theater in Finnland
www.finnland-institut.de

Siehe auch:
Die finnisch-britische Performancegruppe Oblivia, die Impulsepreisträgerin 2011 Nya Rampen und Kristian Smeds.

Finzi, Samuel

Samuel Finzi, 1966 in Plowdiw/Bulgarien geboren, ist Schauspieler.

Finzi begann seine Theaterkarriere Anfang der 1990er Jahre in Deutschland. Zu dieser Zeit hatte er mit Filmrollen in Bulgareien schon große Popularität erreicht.

Finzi arbeitete in den letzten Jahren sowohl an der Volksbühne als auch am Deutschen Theater, vor allem mit dem ebenfalls aus Bulgarien stammenden Regisseur Dimiter Gotscheff. Zusammen mit Almut Zilcher, Wolfram Koch und Dimiter Gotscheff wurde Finzi als Mitglied der "Gotscheff-Familie" 2011 mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet. Im Dezember 2014 erhielt Samuel Finzi zusammen mit Wolfram Koch von der Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt den Gertrud-Eysoldt-Ring, eine der höchsten Auszeichnungen für Schauspieler, zugesprochen.

Nachtkritik-Texte über Samuel Finzi:

Samuel Finzi – Schauspieler, Cown, Tänzer und Musiker zugleich von Petra Kohse (2006)

Nachtkritiken
zu Inszenierungen mit Samuel Finzi:

Der Selbstmörder an der Berliner Volksbühne, R: Dimiter Gotscheff (3/2007)

Die Fledermaus am Deutschen Theater Berlin, R: Michael Thalheimer (4/2007)

Anatomie Titus Fall of Rome am Deutschen Theater Berlin, R: Dimiter Gotscheff (11/2007)

Ubukoenig an der Berliner Volksbühne, R: Dimiter Gotscheff (5/2008)

Das Pulverfass im Haus der Berliner Festspiele, R: Dimiter Gotscheff (10/2008)

Am Beispiel des Hummers im Prater der Berliner Volksbühne, R: Ivan Panteleev (1/2010)

Krankenzimmer Nr. 6 am Deutschen Theater Berlin, R: Dimiter Gotscheff (2/2010)

Der Mann ohne Vergangenheit am Deutschen Theater Berlin, R: Dimiter Gotscheff (12/2010)

Der Trinker am Maxim Gorki Theater, R: Sebastian Hartmann (2/2012)

Shakespeare. Spiele für Mörder, Opfer und Sonstige am Deutschen Theater Berlin, R: Dimiter Gotscheff (11/2012)

Don Juan kommt aus dem Krieg am Berliner Ensemble, R: Luc Bondy (10/2013)

Die Nashörner bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2015)

Warten auf Godot beim Berliner Theatertreffen 2015

Die Zofen am Deutschen Theater Berlin (12/2017)

Nachtkritiken zu Filmen mit Samuel Finzi:

Alexander Granach - Da geht ein Mensch, R: Angelika Wittlich (11/2012)

George, R: Joachim A. Lang (7/2013)

Weitere Beiträge zu Samuel Finzi:

Meldung: Samuel Finzi 2015 Juror für Alfred-Kerr-Darstellerpreis (3/2015)

Meldung: Gertrud-Eysoldt-Ring an Samuel Finzi und Wolfram Koch (12/2014)

Siehe auch: Dimiter Gotscheff

Flimm, Jürgen

Jürgen Flimm, geboren am 17. Juli 1941 in Gießen, ist Regisseur und seit 2010 amtierender Intendant der Berliner Staatsoper unter den Linden.

Zuvor leitete er die Salzburger Festspiele, von 2005 bis 2007 leitete er die RuhrTriennale. Von 1985 bis 2000 war Flimm Intendant des Thalia Theater in Hamburg, von 1979 bis 1985 Intendant des Schauspielhauses Köln.

Beiträge zu Jürgen Flimm:

Meldung: Jürgen Flimm wird als Intendant der Berliner Staatsoper vorzeitig abgelöst (6/2015)

Fontheim, Matthias

Matthias Fontheim, geboren am 30. November 1956 in Krefeld, ist Regisseur und ehemaliger Intendant.

Bevor er von 1978 bis 1981 die Regie- und Schauspielklasse der Schauspielakademie Zürich besuchte, war Fontheim Rock- und Jazzmusiker. Als Schauspieler gehörte er zunächst zum Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses. 1983 begann er zu inszenieren und arbeitete ab 1984 als freier Regisseur u.a. in Freiburg, Krefeld / Mönchengladbach, Darmstadt, Tübingen, Kiel, Kassel, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg sowie am Zürcher Schauspielhaus.

Anfang der Neunziger gehörte Fontheim als Regisseur zunächst zur Leitung des Staatsschauspiels Hannover und anschließend zu der des Bayerischen Staatsschauspiels München. 2000 wurde er Intendant am Schauspielhaus Graz. Von 2006 bis 2014 leitete er das Staatstheater Mainz.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Matthias Fontheim:

Christmas am Staatstheater Mainz (11/2007)

Reiz und Schmerz am Staatstheater Mainz (9/2008)

Andorra am Schauspielhaus Zürich (11/2008)

Richard III. am Staatstheater Mainz (2/2010)

Marine Parade am Staatstheater Mainz (6/2010)

Draußen vor der Tür am Staatstheater Mainz (9/2011)

Der große Gatsby am Theater Bonn (12/2011)

Die Unerhörten am Staatstheater Mainz (2/2012)

Der Lärmkrieg am Staatstheater Mainz (11/2013)

Forced Entertainment

Forced Entertainment ist eine britische Künstlergruppe unter der Leitung von Tim Etchells.

Die Formation wurde 1984 in Sheffield gegründet und realisiert Genre-übergreifende Arbeiten in den Bereichen Theater, Installation, Performance, digitale Medien und Film. Neben dem künstlerischen Leiter Tim Etchells gehören Robin Arthur (Performer und Designer), Richard Lowdon (Performer und Designer), Claire Marshall (Performer), Cathy Naden (Performer) und Terry O'Connor (Performer) zur Stammbesetzung. 2016 wurde die Gruppe mit dem Interational Ibsen Award ausgezeichnet.

Im Juni 2015 streamte nachtkritik.de den neuntägigen Shakespeare-Miniaturen-Marathon Complete Works live ins Internet. Auf Twitter wurde er begleitet unter dem Hashtag #CompleteWorks.

Texte über Produktionen und Bücher von Forced Entertainment:

Spectacular im Pact Zollverein (5/2008)

The Thrill of it All im Pact Zollverein (5/2010)

Tomorrow's Parties auf Kampnagel (8/2011)

The Coming Storm im Pact Zollverein (5/2012)

The Last Adventures bei der Ruhrtriennale (9/2013)

While You Are With Us Here Tonight – Buch von Tim Etchells, Buchkritik von Sophie Diesselhorst (10/2013)

The Notebook im Pact Zollverein Essen (5/2014)

Das unmöglich mögliche Haus am Theater in der Parkaue (2/2015)

Complete Works: A Table Top Shakespeare bei den Berliner Festspielen und im Livestream auf nachtkritik.de (6/2015)

Real Magic im Pact Zollverein Essen (5/2016)

Dirty Work (Last Shift) im Pact Zollverein Essen (4/2017)

Real Magic beim Berliner Theatertreffen 2017 (5/2017)

Out of Order am Schauspiel Frankfurt (4/2018)

 

Meldungen zu Forced Entertainment:

Erster Forced Entertainment Award verliehen (2018/01(

Link:
www.forcedentertainment.com

Forsythe, William

William Forsythe, am 30. Dezember 1949 in New York geboren, ist Tänzer und Choreograf.

Nach einem Studium an der renommierten Joffrey Ballet School in Jackson/USA wurde Forsythe im Alter von 21 Jahren Mitglied des berühmten, damals von John Cranko geleiteten Stuttgarter Ballets. Dort begann Forsythe auch zu choreografieren. Früh arbeitete er international, zwischen München, Paris und San Francisco. 1984 berief ihn Klaus Zehelein zum Direktor des Frankfurter Ballets, das er zu Weltruhm führte und bis 2004 zur Schließung dieser Sparte leitete. 2005 gründete Forsythe die als Public Private Partnership geführte Forsythe Company. Der Jahresetat wird zu unterschiedlichen Teilen von Sachsen, Hessen, Dresden, Frankfurt und privaten Sposoren getragen. 2014 wurde der Vertrag über dieses Finanzierungsmodell bis 2018 verlängert. 2008 wurde Forsythe mit dem Faust-Theaterpreis ausgezeichnet. 2010 erhielt er den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig. Im April 2014 erklärte der Choreograf, er ziehe sich aus "gesundheitlichen Gründen" im September 2015 von der Leitung seiner Kompanie zurück. Sein Nachfolger als künstlerischer Leiter ist der Tänzer und Choreograf Jacopo Godani, Forsythe will weiterhin als künstlerischer Berater tätig sein. Seine Forsysthe Company wurd eim Juli 2015 in Dresden Frankfurt Dance Company umbenannt.

 

Nachtkritiken zu Choreografien von William Forsythe:

Angoloscuro/Camerascura im Bockenheimer Depot in Frankfurt/Main (5/2007)

The Defenders im Züricher Schauspielhaus (11/2007)

I don't believe in outer space im Bockenheimer Depot in Frankfurt/Main (11/2008)

Sider im Festspielhaus Hellerau (6/2011)

Link:

www.theforsythecompany.com

www.dresdenfrankfurtdancecompany.com

Fotografie

siehe Theaterfotografie.

Frankreich

Frankreich. Seit der Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Theaterbriefe aus Frankreich:

Toller, Stramm, Gieselmann: Die Entdeckerlust auf deutsche Autoren (5/2008)

Wie die zeitgenössische Komödie moralisch und politisch sein kann (6/2008)

Warum die Klassiker immer wieder Sprengkraft entfalten (7/2008)

Proteste gegen französische Theaterpolitik (10/2008)

Wie französische Dramatiker mit dem Erbe der Geschichte umgehen (6/2009)

Sylvain Creuzevault und seine Truppe "d'ores et déjà" (6/2010)

Gwénaël Morin, Thomas Jolly und Francois Orsoni: Wie das französische Regietheater die Kunst des Gliederns betreibt (1/2011)

Joël Pommerat, der Theatermacher der Stunde (5/2011)

Das Théâtre de la Colline setzt auf die Breitenwirkung zeitgenössischer Dramatik (4/2012)

Die Pariser Theater pflegen die Entdeckerfreude und lassen das politische Theater aufleben (1/2013)

Die Pariser Theater huldigen dem schimärischen Illusionsspiel (1/2014)

Wie reagieren die Pariser Theater und ihr Publikum auf die Attentate vom 13. November? Ein Bericht zwei Wochen danach (11/2015)

Siehe auch: Festival d'Avignon

Franzobel

Franzobel, am 1. März 1967 in Vöcklabruck, Oberösterreich geboren (als Franz Stefan Griebl), ist Schriftsteller und Theaterautor.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Franzobel-Stücken:

Prinzessin Eisenherz am Schauspielhaus Graz (3/2009)

Große Kiste oder das Spiel vom Zeugen am Staatstheater Nürnberg (12/2009)

Moser am Schauspielhaus Wien (2/2010)

Die Pappenheimer oder Das O der Anna O. am Schauspielhaus Wien (11/2010)

Der Boxer oder Die zweite Luft des Hans Orsolics am Burgtheater Wien (2/2011)

Beitrag zu "Land der Lämmer" am Landestheater Linz (3/2013)

Sarajevo 14 oder Der Urknall in Europa am Tiroler Landestheater Innsbruck (10/2014)

Die Merowinger oder Die totale Familie am Volkstheater Wien (9/2019)