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Begriff Definition
FUX

FUX ist eine Performancegruppe, die sich 2011 im Rahmen des Studiums der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen formierte.

Das Trio besteht aus Falk Rößler, Nele Stuhler und Stephan Dorn. Für ihre Arbeiten wurden sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute als Nachwuchskünstler des Jahres 2014 und 2016 nominiert. Im April 2016 wurden sie mit dem Ponto Performance Preis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet.

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von FUX:

FUX gewinnt 3/3 beim Performing Arts Festival Berlin (5/2016)

Frotzler-Fragmente am Schauspielhaus Wien (3/2017)

Die Wiederentdeckung der Granteloper am HAU Berlin (1/2018)

 

Weitere Beiträge zu FUX:

Meldung: Die Gruppe Fux gewinnt den Ponto Performance Preis 2016 (4/2016)

 

Link:

www.gruppefux.de

Siehe auch: Stuhler, Nele

Game Theater

Game Theater nennt man Theaterformen, die sich auf Computerspiele als Inspirationsquelle für ihre Arbeitsweise berufen. Zwei Grundformen lassen sich unterscheiden: zum einen Theaterabende, die in Anlehnung an tradierte Game-Genres selbst live interaktive Spiele für Zuschauer realisieren. Diese Richtung wird maßgeblich vorangetrieben durch die Adventure-Macher machina eX. Zum anderen werden nicht-interaktive Theaterformen als "Game Theater" bezeichnet, sofern ihre Erzähllogik und ihre Darstellungsweisen durch Rückbezüge auf Computerspiele geprägt sind. Die Auseinandersetzung mit der Kultur der Multiplayer-Rollenspiele in Tim Staffels Drama "Next Level Parzival" (2007) fällt in diese Kategorie.

Texte auf nachtkritik.de zu Game Theater und Theater in Computerspielen:

Computerspiele und Theater – Wie die neue Medienkunst die Bühnenwirklichkeit verändert (11/2012)

Ein Vortrag über das neue Game-Theater und seine politische Relevanz bei der Konferenz rePLAYCE the:City in Zürich (11/2013)

Theater in Games – Wie Computerspiele die alte Bühnenkunst neu inszenieren (12/2013)

Siehe auch: Theater und Digitalität

García, Rodrigo

Rodrigo García, 1964 in Argentinien geboren, ist Autor, Regisseur und Performer.

Vornehmlich in Spanien und Frankreich hat García mit der von ihm gegründeten Gruppe La Carnicería Teatro (zu Deutsch: Theater-Metzgerei) eine radikales, körperbetontes Theater mit stark konsumkritischem Akzent entwickelt. Seit 2001 gastierte er regelmäßig beim F.I.N.D.-Festival an der Berliner Schaubühne, für die er 2011 mit "Soll mir lieber Goya…" erstmals eine Originalproduktion schuf (ein Solo mit Lars Eidinger). Seit Januar 2014 leitet García das "Theatre des 13 vents" in Montepellier, das er in "Humain Trop Humain" ("Menschlich allzu menschlich") umbenannte.

Im Juni 2014 wurde ein Gastspiel der Inszenierung "Golgóta Picnic" auf dem Malta-Festival im polnischen Poznan nach massiven Protestdrohungen christlicher Gruppierungen wegen angeblich blasphemischer Inhalte abgesagt.

Nachtkritiken zu Arbeiten von und nach Rodrigo García:

Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch an der Berliner Schaubühne (3/2011)

Gólgota Picnic beim Steirischen Herbst in Graz (9/2011)

Versus beim 8. Festival Politik im Freien Theater in Dresden (10/2011)

Notizen aus der Küche an der Berliner Schaubühne (3/2013)

Daisy beim F.I.N.D.-Festival an der Berliner Schaubühne (4/2014)

Picknick auf Golgatha am Konzert Theater Bern (Regie: Claudia Bossard) (4/2015)

Die Entführung aus dem Serail an der Deutschen Oper Berlin (6/2016)

Link:
http://rodrigogarcia.es

Gehler, Jan

Jan Gehler, 1983 in Gera geboren, ist Regisseur.

Gehler studierte "Szenische Künste" an der Universität Hildesheim. 2009 kam er als Regieassistent ans Staatsschauspiel Dresden, wo er 2011 auch zu inszenieren begann. Mit seiner Dresdner Bühnenadaption des Jugendromans "Tschick" von Wolfgang Herrdorf wurde er 2012 zum Münchner Nachwuchsfestival "Radikal Jung" eingeladen. Von 2013 bis 2016 war er Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden. Seit der Spielzeit 2016/17 arbeitet er als freier Regisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jan Gehler:

Separatisten beim Körber Studio Junge Regie (4/2007)

Tschick am Staatsschauspiel Dresden (11/2011), eingeladen zum Festival "Radikal Jung" 2012

Aus dem Leben eines Taugenichts am Staatsschauspiel Dresden (12/2012)

Jonas Jagow am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2013)

Supergute Tage ... am Staatsschauspiel Dresden (9/2013)

Ein Exempel am Staatsschauspiel Dresden (6/2014)

Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute am Schauspiel Stuttgart (11/2014)

Wie es euch gefällt am Staatsschauspiel Dresden (1/2015)

Bilder deiner großen Liebe am Staatsschauspiel Dresden (3/2015)

Manchmal hat die Liebe regiert und manchmal einfach niemand am Schauspiel Bochum (9/2016)

Puntila und sein Knecht Matti am Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2016)

kein Land. August am Staatsschauspiel Dresden (1/2017)

Ellbogen am Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2017)

Früher war alles am Staatsschauspiel Dresden (3/2019)

letztes Licht. Territorium am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2010)

 

Gehre, Klaus

Klaus Gehre, geboren 1969 in Riesa, ist Regisseur.

Gehre studierte Literatur und Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin. Bei den ersten drei Bänden der Heiner-Müller-Werkausgabe des Suhrkamp-Verlags war er redaktionell beteiligt und arbeitete kurzzeitig als Redakteur bei der Fachzeitschrift Theater der Zeit. 2002 gründete er das Theaterlabel CURRENT CIRCUIT, erste Inszenierungen entstanden in Berliner Off-Theatern (Brotfabrik, Brechthaus). Von 2005 bis 2008 war er am Schauspiel Leipzig Regieassistent, u. a. bei Karin Henkel und Wolfgang Engel. Seit 2009 ist Gehre freier Regisseur. Er arbeitet mit der freien Gruppe Live Film Productions.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Klaus Gehre:

Fluch der Karibik (Ltd.) im Lofft Leipzig (4/2009)

Komm süßer Tod am Schauspiel Frankfurt (11/2009)

Wenn Du merkst, dass dein Pferd tot ist, dann steig ab am Schauspiel Frankfurt (1/2012)

Wolokolamsker Chaussee +/- Terminator am Theater Freiburg (5/2012)

Regiodrom am Theater Freiburg (7/2013)

Surrogates – Mein zweites Ich am Theater Vorpommern (9/2013)

Minority Report oder Mörder der Zukunft am Theater Dortmund (9/2014)

Der Blade Runner am Staatstheater Saarbrücken (3/2015)

Rambo plusminus Zement am Theater Dortmund (2/2016)

Don Pasquale am Theater Vorpommern (4/2016)

La Révolution #1 - Wir schaffen das schon am Staatstheater Saarbrücken (5/2017) (Gemeinschaftsarbeit)

Link:

www.klaus-gehre.de

www.live-film-productions.de

Gerloff, Robert

Robert Gerloff, geboren 1982 in Duisburg, ist Regisseur. Gerloff studierte Theaterwissenschaft in Bochum und arbeitete als Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Theater Neumarkt in Zürich und am Residenztheater München. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Robert Gerloff freier Regisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Robert Gerloff:

Die lächerliche Finsternis am Theater Essen (12/2014)

Prinz Friedrich von Homburg am Theater Bamberg (3/2016)

Auerhaus am Schauspiel Düsseldorf (1/2017)

Gersch, Tilman

Tilman Gersch, geboren 1964 in Ostberlin, ist Schauspielregisseur.

Nach dem Abitur arbeitete Gersch zunächst als Bühnentechniker am Deutschen Theater Berlin sowie als Buchverkäufer, bevor er von 1985 bis 1989 an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Schauspielregie studierte. Es folgten Engagements als Regisseur am Kinder- und Jugendtheater Berlin und am Theater Greifswald.

Als freier Regisseur arbeitete Tilman Gersch unter anderem am Schauspiel Leipzig, am Staatsschauspiel Dresden, am  Staatstheater Hannover, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Köln, am Staatstheater Schwerin sowie am Deutschen Theater in Göttingen. Von 2007 bis 2014 war Tilman Gersch Mitglied der Schauspielleitung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Seit 2015 ist Gersch als Nachfolger von Hansgünther Heyme Intendant des Ludwigshafener Theaters im Pfalzbau.

Der Vater von vier Kindern hat zwei Kinderbücher geschrieben: "Christopher, das Pulveräffchen" und "Leonhard und der Lakomatritzenmeister".

Nachtkritiken zu Inzenierungen von Tilmann Gersch:

Figaro! Der tolle Tag am Staatstheater Wiesbaden (6/2009)

Der Turm am Staatstheater Wiesbaden (11/2010)

Das Bergwerk am Schauspiel Essen (5/2011)

Hamlet am Theater Altenburg/Gera (3/2012)

foreign angst am Staatstheater Wiesbaden (12/2012)

Eine Blume als Gegenwehr am Schauspiel Essen (4/2014)

Sophia, der Tod und ich am Schauspiel Essen (3/2017)

Andere Beiträge zu Tilman Gersch:

Tilman Gersch wird Intendant in Ludwigshafen – Meldung (4/2014)

Giesche, Alexander

Alexander Giesche,1982 in München geboren, ist Regisseur.

Giesche studierte am Institut für angewandte Theaterwissenschaft in Gießen sowie bei DasArts in Amsterdam. Für "Record of Time", einer Kollaboration mit Lea Letzel, wurde er 2011 beim Körber Studio Junge Regie in Hamburg mit dem Preis der Kritik ausgezeichnet. 2012 bis 2014 war Alexander Giesche als Artist in Residence am Theater Bremen engagiert. 2015 war er mit "Der perfekte Mensch" vom Theater Bremen zum Festival Radikal jung in München eingeladen. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Kollektivs GIESCHEand. Mit seiner Zürcher Inszenierung der Max-Frisch-Erzählung Der Mensch erscheint im Holozän wurde Giesche 2020 erstmals zum Berliner Theatertreffen eingeladen, wo er den 3sat-Preis erhielt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Alexander Giesche:

Record of time (bei Körber Studio Junge Regie, 3/2011)

World of Reason am Theater Bremen (3/2015)

Torture the Artist am Theater Bremen (6/2016)

8 ½ Millionen an den Münchner Kammerspielen (11/2016)

White out am Theater Luzern (3/2017)

Der Mensch erscheint im Holozän am Schauspielhaus Zürich (1/2020)

Gieselmann, David

David Gieselmann, 1972 in Köln geboren, ist Dramatiker.

Er studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und inszenierte zu der Zeit erste eigene Stücke in der freien Theaterszene Berlins. Am Londoner Royal Court Theatre wurde 2000 sein Stück Herr Kolpert uraufgeführt, das auf zahlreichen deutschen Bühnen sowie u.a. in Skandinavien, Italien, Griechenland, Frankreich, Polen, Australien und den USA nachgespielt wurde.


Nachtkritiken zu Arbeiten von David Gieselmann:

Louis und Louisa am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (12/2007)

Der Held der westlichen Welt (nach John Millington Synge) am Schauspiel Essen (Stückbearbeitung, 9/2008)

Die Kümmerer (Dokumentarprojekt) am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (künstlerische Mitarbeit, 10/2008)

Die Tauben an der Schaubühne Berlin (3/2009)

Blühende Landschaften am Theater Bremen (12/2009)

Falscher Hase am Theater Bielefeld (2/2011)

Herr Kolpert am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2012)

Über Jungs am Grips Theater (5/2012)

Hilfe, die Herdmanns kommen (Romanbearbeitung) am Schauspiel Hannover (12/2012)

Die Phobiker bei den Spieltrieben Osnabrück (9/2013)

Die Oppelts haben ihr Haus verkauft am Theater Bielefeld (9/2014)

Container Paris am Schauspiel Frankfurt (12/2014)

Sissy Murnau am Theater Bielefeld (3/2016)

Ablass am Landestheater Eisenach (3/2017)

Der blaue Würfel am Theater Heidelberg (4/2017)

Spin am Theater Bielefeld (9/2019)

Casino am Staatstheater Wiesbaden (1/2020)

Hanna Silber – Videostück auf vimeo.com (4/2020)

 

Weitere Texte von David Gieselmann:

Warum das Theater Stücke braucht – Der Dramatiker David Gieselmann antwortet auf Kolumnist Michael Wolf (10/2019)



Link:

http://gieselmann.typepad.com

Giesing, Dieter

Dieter Giesing, geboren 21. Mai 1934 in Memel (heute Klaidpeda / Litauen), ist Regisseur.

Erste Theatererfahrung sammelte Giesing nach dem Studium in Tübingen und München als Regieassistent von Erwin Piscator. 1964 debütierte Giesing an den Münchner Kammerspielen als Regisseur und war dort unter Intendant August Everding von 1968 bis 1971 schließlich Oberspielleiter. Während der Intendanz von Ivan Nagel war Giesing von 1972 bis 1976 Schauspieldirektor des Hamburger Schauspielhauses. Seitdem arbeitet er frei.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Dieter Giesing:

Motortown am Schauspielhaus Bochum (1/2008)

Das weite Land am Schauspielhaus Bochum (3/2009)

Das Fest am Schauspiel Köln (3/2010)

Professor Bernhardi am Wiener Burgtheater (4/2011)

Endstation Sehnsucht am Wiener Burgtheater (1/2012)

Wastwater am Schauspiel Köln (4/2012)

Wassa Schelesnowa am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2014)

Bella Figura am Burgtheater Wien (4/2016)