Enzensberger, Hans Magnus

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Begriff Definition
Enzensberger, Hans Magnus

Hans Magnus Enzensberger, geboren 1929 in Kaufbeuren, ist Schriftsteller und Publizist.

Enzensberger wuchs in Nürnberg auf, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und an der Sorbonne in Paris und promovierte in Literaturwissenschaft mit einer Arbeit über Clemens Brentano. 1957 wurde er Hörfunkredakteur beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. Neben Hörfunk-Essays enststanden bald erste Gedichtbände. Er nahm an mehreren Tagungen der "Gruppe 47" teil. Ab 1960 arbeitete er als Lektor beim Suhrkamp Verlag. Von 1965 bis 1975 gab Enzensberger die Zeitschrift Kursbuch heraus, 1980 gründete er das Kulturmagazin "TransAtlantik". Von 1985 bis 2007 war er zusammen Franz Greno Herausgeber der Buchreihe "Die Andere Bibliothek". Enzensberger arbeitete auch als Übersetzer.

Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen findet sich der Georg-Büchner-Preis (1963), der Heinrich-Böll-Preis (1985), der Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf (1998) und der Prinz-von-Asturien-Preis (2002). Zu seinen dramatischen Werken gehören die Komödie "Die Schildkröte" (1961 auf der Tagung der Gruppe 47 vorgelesen), "Das Verhör von Habana" (1970), "Die Tochter der Luft" (1992) und "Voltaires Neffe. Eine Fälschung in Diderots Manier" (1996).

Nachtkritiken zu Arbeiten von Hans Magnus Enzensberger:

Die Tochter der Luft. Ein Schauspiel nach Calderón am Schauspiel Leipzig (2/2008)

Der Untergang der Titanic am Theater an der Ruhr Mülheim (10/2019)