Vor dem Begräbnis

27. November 2012. Die Freie Theaterszene Ungarns gerät unter der aktuellen Regierung zunehmend unter Druck. Staatliche Fördermittel sind 2012 unregelmäßig oder gar nicht ausgezahlt worden. Die Aussichten für 2013 sind düster. In einem Protestvideo wenden sich jetzt führende Künstler gegen den drohenden Verfall der freien Spielstätten und Theaterkollektive Ungarns, darunter international renommierte Regisseure wie Béla Pintér, Kornél Mundruczó, Viktor Bodó und Árpád Schilling. Die am Trafó-Theater aktive Choreographin Réka Szabó sagt für ihr Ensemble Tünet Együttes: "Um den 6. Dezember herum wollten wir unseren 10. Geburtstag im Trafó begehen. Wir werden stattdessen unser Begräbnis feiern." (Falls die englischen Untertitel nicht schon laufen, lassen sie sich über den Button "CC" anstellen.)

 

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Mehr zur Situation der ungarischen Theater finden Sie über den Lexikoneintrag Ungarn und in den jüngsten Theaterbriefen von 2011 und 2012.

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