Sonntag, 21. Dezember 2014

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Was darf die Kunst? Was darf die Gesellschaft? – Podiumsdiskussion mit AfD, Kampnagel im Thalia Theater

Pegida im Mittelrang

von Falk Schreiber

Hamburg, 17. Dezember 2014. Am Beunruhigendsten waren vielleicht die Claqueure. Die AfD-Anhänger, die Dirk Nockemann, als Mitglied der Schill-Partei kurzzeitig hanseatischer Innensenator und heute auf Listenplatz drei der AfD für die Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar, ins Thalia Theater mitgebracht hatte, auf dass sie seine Position bei der Podiumsdiskussion "Was darf die Kunst? Was darf die Gesellschaft?" stützten. Wobei diese Unterstützung vor allem bedeutete, dass sie Nicolas Stemann böse mit "Geht’s auch neutraler?" ins Wort fielen, dass sie Thalia-Intendant Joachim Lux als "Staatskünstler" titulierten, und dass sie die Ausführungen der Kampnagel-Chefin Amelie Deuflhard mit Hohngelächter kommentierten. Pegida-Stimmung im Mittelrangfoyer.

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Vortrag über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels

Zeiten der Selbstermächtigung

von Esther Slevogt

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Überlegungen schließen direkt an den Vortrag von Christine Dössel, Theaterkritikerin der Süddeutschen Zeitung, "Über den Bedeutungsverlust der Printmedien und des Theaters in denselben" an. So war das von Thomas Bockelmann und Matthias Faltz ja auch geplant, denen ich noch einmal sehr herzlich für die Einladung danken möchte, auf dieser Tagung zu sprechen. Schließlich verdankt das Theaterportal nachtkritik.de, das ich mitgegründet habe und für das ich heute hier stehe, seine Existenz just diesem Bedeutungsverlust.

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Diskussion "Schauspiel im Livestream – Fluch oder Segen?" der Heinrich Böll Stiftung Berlin, in Kooperation mit dem Schauspiel Dortmund

Schauspiel im Livestream – Fluch oder Segen?

10. Dezember 2014. Während große Opernhäuser ihre Vorstellungen regelmäßig ins Netz streamen, das Londoner National Theatre seine Inszenierungen in Kinosäle auf der ganzen Welt sendet und die Berliner Philharmoniker eine "Digital Concert Hall" betreiben, sind die deutschsprachigen Theater sehr zögerlin, was die Übertragung von Aufführungen ins Netz angeht. Bisher ist das Theater Ulm das einzige Stadttheater, das regelmäßig und kostenlos Livestreams von Schauspielinszenierungen im Internet anbietet.

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Kommentar – Robert Wilson vermeidet mit Jean Genets "Les Nègres" am Pariser Théâtre de l’Odéon nur scheinbar diskriminierenden Zeichengebrauch

Ist eigentlich der Sprengstoffzünder noch an?

von Simone Kaempf

5. Dezember 2014. Brett Baileys Menschenzoo-Performance Exhibit B hat man schon nicht mehr richtig auf der Rechnung gehabt. Die in Berlin entfachte Diskussion auch nicht mehr, nun ist sie wieder hochgekocht, in Paris, wo "Exhibit B" vier Abende lang lief und nächste Woche nochmal gezeigt werden soll. Die Proteste waren massiv, das sieht man auf youtube-Mitschnitten. Großes Polizeiaufgebot vorm Theater, wo die Demonstranten ihrem Unmut laut Luft machen. Sie kreiden rassistische Motive in "Exhibit B" an, die Darstellung der Schwarzen als passive und stumme Opfer des Kolonialismus.

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Eine Erklärung von Brett Bailey nach den Pariser Protesten gegen seine umstrittene Arbeit EXHIBIT B

Blood on the Tarmac

by Brett Bailey

29. November 2014. This morning, in a video clip on an online forum, I watched close-up footage of protesters engaging in struggle with French 'robocops' outside last night's performance of EXHIBIT B in St Denis, Paris. Someone fell. Someone was dragged away. The camera zoomed in on a splash of blood on the white paint of a road marking, and my blood ran cold.

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In Sachen Blackfacing – Zwischenruf zu einer andauernden Debatte

Dein Blackface ist so langweilig! Was das deutsche Repräsentationstheater von den Nachbarkünsten lernen kann

von Joy Kristin Kalu

Berlin, 26. November 2014. Knappe drei Jahre währt die Diskussion um Rassismus im deutschen Theater bereits, und sie steckt eigentlich immer noch in den Anfängen. Darstellungen schwarzer Figuren auf deutschsprachigen Bühnen haben auch in den vergangenen drei Spielzeiten für jede Menge Ärger gesorgt. Sie wurden in zahlreichen Inszenierungen mit theatralen Mitteln umgesetzt, die sich am treffendsten als rassistisch charakterisieren lassen. Das Schwarzmalen von Gesichtern, also das "Blackfacing", das der Debatte 2012 einen Namen gab, ist ein solches Mittel.

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Frie Leysen kritisiert die aktuelle europäische Kunstentwicklung anlässlich ihrer Erasmus-Preisverleihung in Amsterdam

An Alarm Bell

von Frie Leysen

17. November 2014. A story from Seong-Hee Kim, a friend and colleague from South Korea. Millions of years ago, the first creatures crawled out of the sea and onto land, became reptiles, and then mammals. But after a while one of them, probably a reindeer, changed his mind, anticipated the big crash of a meteorite, took a deep breath, and jumped back into the sea. He thought his chances of survival were greater there. The whale: one of the biggest, most intelligent, and most empathic animals on earth, and the only mammal in the sea. An illustration that taking a step backwards does not necessarily mean regressing, but can be the right thing to do.

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Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XVIII – Über die Wiedergeburt des Theaters aus der Rhetorik des Digitalen

Deutsche Bühne und kalifornische Ideologie

von Ulf Otto

28. Oktober 2014. Es gibt derzeit im Theater ein großes Bedürfnis nach Digitalem. Allerorts wird in Workshops, Konferenzen und Publikationen diskutiert, was Games und Internet mit dem Theater zu tun haben könnten, auf nachtkritik.de wird gefordert, dass nun auch im Theater endlich gestreamt und getwittert werden müsse, und das Festival "Theater der Welt" wurde unlängst mit einer Rede des Internetaktivisten und Snowden-Intimus Jacob Appelbaum eröffnet.

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Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XVII – Wir müssen die alten Texte festhalten, indem wir sie loslassen, sagt der Dortmunder Dramaturg Alexander Kerlin

Der Bauschutt der Moderne

von Alexander Kerlin

Dortmund, 16. Oktober 2014. Müssen wir in den Theatern eine Stunde Null ausrufen? Der Vorschlag, den Matthias Weigel hier in der vergangenen Woche in seinem Plädoyer "Reißt die Mauern der Tradition ein!" gemacht hat – die Images der Theater mit "Pools und Party" zu neutralisieren, ist vermutlich augenzwinkernd gemeint. Und doch legt er dem Theater nahe, sich von einem bestimmten Strang seiner Geschichte zu trennen, zumindest zu distanzieren.

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Dossier zum Livestreaming von Theater

To stream or not to stream?

livestreaming screenshot-ulmPionier in Sachen Livestreaming: das Theater UlmWährend große Opernhäuser ihre Vorstellungen regelmäßig ins Netz streamen, das Londoner National Theatre seine Inszenierungen in Kinosäle auf der ganzen Welt sendet und die Berliner Philharmoniker eine "Digital Concert Hall" betreiben, sind die deutschsprachigen Theater sehr zögerlin, was die Übertragung von Aufführungen ins Netz angeht. Das Theater Ulm ist das einzige Stadttheater, das regelmäßig und kostenlos Livestreams von Schauspielinszenierungen im Internet anbietet. Das Volkstheater Rostock streamte 2011 eine Premiere, die vor leerem Zuschauerraum stattfand – aus Protest gegen die Schließung des Großen Hauses aus sicherheitstechnischen Gründen. Im April 2014 plädierte die Piratin und Netzaktivistin Tina Lorenz auf nachtkritik.de für eine stärkere Vernetzung der Theater und die Öffnung der Häuser via Streaming. Im September 2014 schob Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner die Diskussion an, indem er freies Livestreaming von Berliner Opern- und Theatervorstellungen forderte.

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