Dienstag, 02. September 2014

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Zur fristlosen Kündigung des Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele Holk Freytag

Ruinöses aus Amazon Stadt

von Frank-Patrick Steckel

26. August 2014. Der Bürgermeister von Amazon Stadt träumt. "Wir arbeiten auf höchstem Niveau ... Bundesweit sind Spezialisten am Werk, die alle wichtigen Kennzahlen im Blick behalten, umfangreiches Controlling betreiben und durch ihre detaillierten Geschäftsanalysen neue Wege und Möglichkeiten aufzeigen. Es verlangt Durchblick, um jedes Glied der Logistikkette betriebswirtschaftlich beleuchten zu können. Und auch Weitblick, um durch scharfsinnige Analysen unsere ambitionierten Wachstumspläne zu stützen." (Amazon, Bad Hersfeld).

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft XII – Gerald Siegmund über das Ästhetische als spezifische Leistung im theatralen Dispositiv der Gegenwart

Theater als ästhetisches Dispositiv

von Gerald Siegmund

Leipzig, 16. Juli 2014.

1. Theater ist der Ort, an dem Hören und Sehen aufeinander bezogen, Stimme und Blick inszeniert werden sowie Körper und Sprache miteinander in Berührung kommen, um etwas zu produzieren: Gefühle und Affekte, Erkenntnisse und Erfahrungen.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft XI – Wolf-Dieter Ernst über Technik- und Risikoreflexion im Theater

Performance, Technologie und "tragische Individualisierung"

von Wolf-Dieter Ernst

Leipzig, 16. Juli 2014. Theaterbegriffe wie "Inszenierung", "Katastrophe" und "Tragik" sind "grenzüberschreitend" gebräuchlich und prägen unter andrem Ulrich Becks soziologische Theorie der Weltrisikogesellschaft. Becks Theorie in Kürze: Die selbst-reflexive Moderne inszeniert globale Risiken, worunter er abzuwehrende Katastrophen versteht. Dieser Inszenierungsprozess verlaufe paradox, sodass Risiken gerade dann entstehen, wenn sie zuvor mit technischen Mitteln minimiert werden sollen. Dieser Inszenierungsprozess führe auf seiner Rückseite zur "tragischen Individualisierung". Das heißt, einige wenige profitieren von der Minimierung inszenierter Risiken, während viele auf sich selbst zurückgeworfen sind und die teilweise dramatischen Folgen des Risikomanagements tragen müssen.

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Kommentar – Die Autorentheatertage verabschieden sich von flüchtiger Gegenwartsdramatik

Der Schritt ins Gewichtige

von Simone Kaempf

Berlin, 12. Juli 2014. Das Spielzeitende ist da. Und wie man oft vom Ende her die Anfänge besser sieht, so lohnt es sich, noch einmal auf eine Meldung zu schauen, die jüngst über den Ticker lief. Die Meldung zur Reform der Autorentheatertage.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft X – Patrick Primavesi über die Ausweitung der Forschungszone

Wozu Theaterwissenschaft? Praxis und Theorie der Überschreitung

von Patrick Primavesi

Leipzig, 9. Juli 2014

Erstens: Theaterwissenschaftliche Forschung arbeitet weiterhin daran, Theater nicht nur als künstlerische Praxis zu analysieren, sondern im Hinblick auf die Wechselwirkungen zwischen im weiteren Sinne theatralen Praktiken und ihren kulturellen, politischen und ökonomischen Kontexten.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft IX – Günther Heeg über das transkulturelle Theater

Das transkulturelle Theater. Grenzüberschreitungen der Theaterwissenschaft

von Günther Heeg

Leipzig, 9. Juli 2014

1. Das transkulturelle Theater ist kein besonderes Genre oder eine neue Theaterform. Es ist eine Forschungsperspektive und Konstruktion der Theaterwissenschaft, die auf diverse Theater-Praktiken zurück geht und historisch und zeitlich unterschiedliche Gestalten von Theater in ein neues Licht rückt. Die Ausführung dieser Forschungsperspektive ist selbst ein Stück transkultureller Praxis. Ihr Ziel ist es, in Zeiten der Globalisierung und kulturellen Hybridisierung theatrale und wissenschaftliche Verkehrsformen bereit zu stellen, die den Austausch von Wissen und die Teilung von Erfahrungen in einer entstehenden transkulturellen Gemeinschaft ermöglichen.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft VIII – Ulf Otto über den Wandeln vom Schauen zum Mitmachen

Die Sache mit der Praxis. Doing theatre und die digitale Lebenswelt

von Ulf Otto

Leipzig, 3. Juli 2014. Die Theaterwissenschaft ist keine Theorie des Theaters. Einerseits, weil sie selbst eine Praxis ist und nicht aus Theoremen, sondern aus Praktiken besteht: aus Praktiken des Schauens, Schreibens, Sammelns, aber auch Probierens und Präsentierens; andererseits, weil das Theater, als Praxis verstanden, nicht im Theater aufhört: theatrale Praktiken finden sich auch dort, wo kein Theater ist, und das, was Theater ist, setzt sich aus immer wieder anderen Praktiken zusammen. Wie gespielt und wie geforscht wird, das wissenschaftliche und das theatrale Tun, bleiben nicht gleich und sind nicht voneinander unabhängig, sie stehen in einem vielfältigen Wechselverhältnis, das sich zurzeit wieder einmal im Wandel zu befinden scheint.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft VII – Friedemann Kreuder über Fragen der Differenzforschung

Un/doing Differences – Theaterwissenschaft als Differenzforschung

von Friedemann Kreuder

Leipzig, 3. Juli 2014.7 Fragen / Aufträge an die Theaterinstitutionen:

1. Welche Rolle spielt die spezifische Körperlichkeit der Akteure für eine Besetzungsentscheidung?

2. Welche Zusammenhänge zwischen den Unterscheidungskategorien Geschlecht, Alter, Sexualität, Körper und gegebenenfalls anderen gesellschaftlichen Kategorisierungen wie Ethnizität oder Leistungsklasse fallen hierbei ins Gewicht?

3. Auf der Basis welcher Kriterien werden cross-ethnic-Besetzungsentscheidungen getroffen – gibt es hier beispielsweise eine starke Ausrichtung an den (vermuteten) Erwartungen des Publikums?

commonground3 560 thomas aurin uDas Gorki Theater Berlin arbeitet gegen ethnische Beschränkungen auf der Bühne: Hier mit dem
Balkan-Recherchestück "Common Ground" von Yael Ronen © Thomas Aurin

4. Welche Personen stehen zur Besetzung im Rahmen des institutionellen Theaters in Deutschland überhaupt zur Verfügung und inwieweit gibt es hier auf der gesamten Ebene der Produktion grundsätzliche, ethnisch-differenzierende Eintrittsbeschränkungen?

5. Inwiefern findet ethnische Differenzierung bereits in den Ausbildungsbetrieben statt?

6. Inwieweit wird die Problematik der mit der Ethnisierung von Figuren oftmals einhergehenden Stereotypisierung in der Probenarbeit reflektiert? Wie verlaufen die künstlerischen Dynamiken, wenn man einerseits ein "gleich-ethnisches" und andererseits ein "ungleich-ethnisches" Produktionsteam hat? Ist es Ziel des Probenprozesses, die Differenz zwischen Schauspieler und Rolle möglichst zu kaschieren oder wird daran gearbeitet, sie der Aufführung im Sinne einer Entdifferenzierung produktiv zu Nutze zu machen?

7. Inwiefern reproduzieren und verfestigen die inszenatorischen und schauspielerischen Praktiken des deutschen Gegenwartstheaters diese Identitätskonstruktionen in Form von Stereotypen allabendlich? Mit Hilfe welcher konkreten Praktiken wird die dem Theater eigene performative Reflexion offen als solche ausgestellt und somit eine Unterbrechung, ein Zum-Verschwinden-Bringen von Differenzen angestrebt?


kreuder uUniv.-Prof. Friedemann Kreuder ist Leiter der Abteilung Theaterwissenschaft am Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprecher des dortigen Internationalen Promotionsprogramms Performance and Media Studies und Leiter des theaterwissenschaftlichen Teilprojekts der DFG-Forschergruppe 1939 "Un/doing Differences" an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Publikationen zu Richard Wagner, zum Geistlichen Spiel, zum Theater des 18. Jahrhunderts und zum Gegenwartstheater.


Diese Thesen sind die Kurzfassung eines Vortrages, den Friedemann Kreuder im Rahmen der Ringvorlesung Theaterwissenschaft: Aus Tradition Grenzen überschreiten am 3. Juli 2014 an der Universität Leipzig hält. Die Ringvorlesung findet aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des Instituts für Theaterwissenschaft Leipzig statt. Dem Institut droht die Schließung. Das Programm der Ringvorlesung finden Sie hier.

Weitere Thesen: Matthias Warstat hat sich mit der Protestform der direkten Aktion befasst, Christopher Balme mit der globalen Theatergeschichte, Andreas Kotte mit der Zukunft der Theatergeschichtsschreibung und Nikolaus Müller-Schöll mit dem "posttraumatischen Theater" und der Darstellung der Undarstellbarkeit, Stefan Hulfeld mit der Theaterhistoriographie, Gerda Baumbach mit Akteuren als Erzählerfiguren.

 
 

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft VI: Gerda Baumbach über Schauspieler, traditionelle Akteure, Erzählen und Figuren

Erzähler zwischen Natur und Geschichte

von Gerda Baumbach

Leipzig 2. Juli 2014. Erstens. Sprechen wir über Schauspieler. Findet doch Theater im Prinzip – abgesehen von anderweitigen Theater genannten Aus- und Schaustellungen – immer dann statt, wenn zwei Gruppen real aufeinander treffen: Akteure und Publikum.

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Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft V: Stefan Hulfeld über Theaterhistoriographie

Erinnerungen an Morgen

von Stefan Hulfeld

Leipzig, 2. Juli 2014.

1. Was in der Neuzeit jeweils "Leben" oder "Theater" genannt wird, trennt und verbindet zugleich eine durchlässige Membrane, die unter dem Einfluss konkreter Vorgänge und philosophischer Positionen im historischen Prozess verschoben wird. Deshalb ist auch die Rede von einem "engen" oder "weiten" Theaterbegriff fragwürdig. Theorie vermag zwar Theaterbegriffe als Norm deklarieren; SpezialistInnen des Alltags und Theaterschaffende beziehen aber Energie stets daraus, solche Normen zu hintergehen.

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